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Messerattacke: „Polizist zufällig ins Messer gefallen“

Der Angeklagte verteidigt sich wenig glaubwürdig.

Gescher/Münster (wdr). Ein 20-jähriger Mann aus Gescher muss sich seit Montag (17.09.2018) vor dem Landgericht Münster wegen versuchten Totschlags verantworten, das berichtet der Nachrichtendienst von wdr-Münster.  Der Angeklagte soll im März einen Polizisten in Gescher, in der Bauerschaft Estern, niedergestochen haben. Bei einem Streit soll der damals noch 19-Jährige zuvor seine Eltern mit dem Tode bedroht haben. Daraufhin hatte die Mutter die Polizei gerufen.

Die Anklage wirft dem Gescheraner versuchten Totschlag vor.

Der Angeklagte stellte die Messerattacke vor Gericht ganz anders dar. Es habe ein Handgemenge gegeben. Er und der Polizist seien dabei hingefallen. Dabei habe er selbst ein Messer in der Hand gehabt und der Polizist sei dann zufällig auf ihn und das Messer gefallen. Dieser Version widerspricht der verletzte Polizeibeamte: Der Gescheraner habe ihm das Messer vor dem Sturz in den Oberkörper gerammt. Noch bis heute leidet der Polizist unter den Folgen und ist noch immer nicht wieder im Dienst.

Bei dem Vorfall im März konnte der zweite Polizist den jungen Mann überwältigen und festnehmen. Dabei soll der 19-Jährige laut Anklage sogar noch bedauert haben, dass er den Polizisten nicht am Hals getroffen hat. Deswegen ist er wegen versuchten Totschlags angeklagt. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt, ein Urteil soll es voraussichtlich noch diese Woche geben.

*Quelle: WDR Münster/Foto: Archiv

Lies hier mehr zur Messerattacke in Gescher

1 Kommentar zu Messerattacke: „Polizist zufällig ins Messer gefallen“

  1. Ich war zwar nicht dabei, aber unter Realitätsverlust leide ich
    bestimmt nicht.
    Es ist traurig, mit welch „blöden“ Versionen des Tathergangs die
    Verteidigung auftritt.
    Der Polizeibeamte und seine Familie tuen mir richtig leid.

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