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Dogstations mit oder ohne Hundebeutel?

UWG möchte, das sogen. Dogstations wieder aufgestellt werden

Gescher (fjk). Ein „ewiges Ärgernis“ bringt die UWG-Fraktion wieder auf die Tagesordnung. Wohin mit dem Hundekot? Sie stellt zur Sitzung des Hauptausschusses am Mittwoch dazu einen Antrag: Die vor Jahren abgeschafften sogen. Dogstations sollen wieder aufgestellt werden, fordert die UWG.  Die Verwaltung macht Bedenken geltend.

Die UWG möchte die Dogstations wieder aufstellen.. Foto: pixabay.com

„Aus Sicht der UWG ist es mehr als überfällig, diese wieder aufzustellen,“ argumentieren die Unabhängigen. „Die Dogstations sorgen für Sauberkeit im Stadtgebiet und es gibt keine schlüssige Argumentation, diese nicht wieder aufzustellen,“ so die Antragsbegründung.

Anders die Verwaltung. Sie sieht  Argumente, auch zukünftig auf die Dogstations zu verzichten. Sie verweist darauf, dass die Ausgaben für die Anschaffung der Beutel sehr hoch und aus Sicht der Verwaltung unangemessen waren. Zudem sei festzuhalten, dass sich viele Benutzer mit Beuteln bevorrateten und die Stationen schon mal von sachfremden Nutzern „geplündert“ wurden.

Die Verwaltung hält Beschaffung u. Versorgung mit Hundebeuteln weniger für ein Problem für die Hundebesitzer. Ehe darin, dass der Hundekot zwar in Beutel verpackt aber oftmals dann unsensibel in der Natur entsorgt wird.

Sie regt an, die Stationen zwar wieder aufzustellen aber nur um dort eine Wegwerfmöglichkeit für befüllte Beutel anzubieten. Auf die teuren Kaufbeutel sollte man verzichten. Über Anzahl und Ort der Entsorgungsstationen müßte nachgedacht werden.

Lies hier: Berkelauen sind keine Hundespielwiese.

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14 Kommentare zu Dogstations mit oder ohne Hundebeutel?

  1. Rainer Grummelt // 9. Oktober 2018 um 13:53 //

    Hundekotbeutel sin ein Service der Gemeinde – nicht nur an die Einwohner mit Hund, sondern auch an die Besucher/ Gäste der Stadt.
    Es kommt nun einmal vor, dass unterwegs der eigene Vorrat an Hundekotbeuteln aufgebraucht ist, dann ist man dankbar wenn dieser Service geboten wird.
    Darüber überhaupt zu diskutieren ist einfach lächerlich.
    Und für Kinder und Schulen, sollte trotzdem noch genug da sein.
    Und nur mal so: Ein Hund ist kein Luxus!“
    Er bewacht das Haus und vertreibt sicherlich so manch dunkle Gestalt, von denen wir ja nun einmal genug hier haben.
    Siehe diverse Berichterstattungen in der lokalen Presse.

  2. Realist // 9. Oktober 2018 um 12:33 //

    Ist denn ein Hund, in der Regel, heute keine“Luxus“ mehr ???
    Jeder Hundekäufer weiß vorab, dass er diese Steuer zu entrichten hat. Warum also nachher beschweren das man sie zahlen muss ???
    Für jeden Hundebesitzer sind die Unkosten im Vergleich zu den restlichen Kosten eines Hundes auch ein „Klacks“!
    5000€ mehr für die Schule wären geschätzte 5 PC`s mehr in den Schulen, pro Jahr. Und die wären dringend nötig.
    Des weiteren kann man die Kotbeutel auch in die dafür vorgesehenen Behälter entsorgen, wenn die Beutel nicht von der Stadt finanziert werden. Das halte ich so oder so für selbstverständlich.

  3. Brigitte // 9. Oktober 2018 um 11:40 //

    Danke für die „Aufklärung“, dass die Hundesteuer nicht zweckgebunden ist. Weswegen schreibe ich hier eigentlich die ganze Zeit?
    Wäre sie zweckgebunden, z. B. für Hundekotbeutel, wäre doch das ganze Geschreibsel hier überflüssig.

    Bei der Alkohol und Tabaksteuer sehe ich es übrigens aus einer anderen Warte: beides sind vom Staat legalisierte Drogen. Für Spätschäden (oder die ollen Kippen und Pullen auf den Strassen und in den Grünanlagen und deren Beseitigung) wie z.B. Krankheiten oder alkoholbedingte Unfallfahrten kommt die Allgemeinheit auf.

    Für meinen Hund ich ganz allein.

    Sie merken, Realist und verärgerter Bürger, die Vergleiche hinken.

    Die Hundesteuer ist historisch eine Luxussteuer, damit wollte der Staat – König Friedrich Wilhelm III – klarmachen, dass sich derjenige, der sich ein nutzloses Tier wie einen Hund hielt, wohl genug Geld auch für genau dieses hatte.

    Heutzutage bestimmen die Kommunen über eine Hundesteuer. Und hier in Gescher ist es wie überall – einmal gezogene Steuern werden für den allgemeinen Haushalt verwendet, niemals wird über eine Entlastung nachgedacht, niemals wird eine Erhöhung zurückgenommen.

    Um aber auf die Kotbeutel zurückzukommen – die Kosten sind ein Klacks gegen die in Gescher eingenommene Hundesteuer.
    Außerdem werden bei regelgerechter Anwendung der Kotbeutel und Entsorgung in dafür bereitgestellte Behälter, die regelmäßig entleert werden, die Kosten für die Pflege der Grünanlagen geringer, da weniger Arbeitsaufwand, allerdings auch nur, wenn dann auch die Kippen und Flaschen in ebendiese Behälter wandern.
    Nix für ungut, diese Spitze mußte noch sein.

  4. Realist // 9. Oktober 2018 um 11:19 //

    @Brigitte:
    Die Hundesteuer ist NICHT zweckgebunden. Das bedeutet durch das erheben dieser Steuer muss die Gemeinde keine bestimmte Leistung erbringen. Sie dient zur Finanzierung des allgemeinen Haushaltes. (Anders als viele Hundebesitzer denken.)
    Ähnlich wie Tabaksteuer oder Alkoholsteuer.
    Als Raucher würde ich dann fordern, dass überall Aschenbecher stehen, oder Feuerzeuge ausgegeben werden. Als Biertrinker fordere ich Flaschenöffner an jeder Ecke……

  5. verärgerter Bürger // 9. Oktober 2018 um 10:41 //

    @Brigitte
    Was wird mit der Sektsteuer gemacht? Was wird mit der Tabaksteuer gemacht? Die wird übrigens zur Mitfinanzierung der Rentenkasse genutzt!
    Was passiert mit der KFZ-Steuer? Die gesamte KFZ-Steuer riecht NICHT um die Straßen und Brücken -UNTERHALTUNG- zu finanzieren! Da ist der Neubau von Straßen noch nicht drin enthalten!

    Warum die Hundesteuer eingeführt wurde könnte ich benennen. Warum es die noch gibt, ist ein anderes Thema. Tiere sollen ja ein hoches Maß an therapeutischen Sinn haben und der Alterseinsamkeit vorbeugen.

    Zur Zeit spielt es keine Rolle. Es gibt die Steuer, noch. Deshalb wird die auch erhoben.
    Wenn wir jedesmal über Sinn und Unsinn einer Steuer, einer Verordnung oder eines Gesetzes diskutieren wollen, würde ein ordentliches Zusammenleben nicht mehr funktionieren.
    Es könnte ja jemand mal den Klageweg einschlagen.

    Letztlich sehe ich es etwa wie der Realist. Wer sich ein Tierhaltung erlauben kann, der wird auch den Beutel finanzieren. Das hat mit den Mülleimern nichts zu tun. Die sollten nun wirklich in genügender Menge zur Verfügung stehen, A B E R, auch entleert werden!

  6. Brigitte // 9. Oktober 2018 um 10:04 //

    @verärgerter Bürger
    Der Vergleich Hund und Strasse hinkt.
    Ich mache doch mit meinem Hund nicht, was ich will. Auf der Strasse übrigens auch nicht.
    Wenn mein Hund krank wird, bezahle ich. Reparaturen an meinem Auto auch.
    Wofür wird die Hundesteuer erhoben? Was tut der Statt oder die Stadt oder das Land dann damit? Wird es in irgendeiner Weise für die Hundehaltung ausgegeben?
    Im idealen Fall würde die komplette Kfz-Steuer für den Strassen, Brückenbau ausgegeben.
    Die meisten Hundehalter entsorgen doch den Kot ihrer Tiere mit einem Beutel in dem nächstgelegenen Mülleimer.
    Die meisten Autofahrer halten sich doch an die StVO und verursachen keine Unfälle.
    Ganz konkret: wofür wird die Hundesteuer erhoben, mit welchem Recht, und was wird mit dem eingenommenem Geld gemacht?

    Letzteres dürfet übrigens auch den @ Realisten interessieren.

  7. Realist // 9. Oktober 2018 um 07:45 //

    5000€ wären in unseren Schulen besser investiert.
    Sehe nicht ein, weshalb die Allgemeinheit für die Hinterlassenschaften von privaten Hunden aufkommen sollte. Wer Geld für Hundefutter hat, sollte auch die Mittel für ein paar Plastikbeutel aufbringen können, und sie immer dabei haben. Lächerlich so eine Forderung an die Stadt zu stellen.
    Das genügend Mülleimer vorhanden sein sollten ist natürlich ein anderes Thema. Das gilt aber im Allgemeinen……

  8. verärgerter Bürger // 8. Oktober 2018 um 20:02 //

    @Brigitte,
    Das Argument „Hundesteuer“ kann ich nicht akzeptieren!!
    Nur weil man KFZ-Steuer zahlt darf man im Straßenverkehr auch nicht machen was man möchte.
    Wenn beim Fahrzeug was „ausläuft“, muss man auch dafür bezahlen.

    Im Gesamthaushalt „städtische Reinigung“ dürfte der Ankauf von Kotbeuteln eher zu vernachlässigen sein.

  9. Brigitte // 8. Oktober 2018 um 19:17 //

    Und was kommt an Hundesteuer rein?

    Die übrigens eine reine Luxussteuer aus Annoduzemal und durch nichts gerechtfertigt ist.

  10. Anmerkung d. Red.
    Das waren ca. 5.000 Euro pro Jahr!

  11. verärgerter Bürger // 8. Oktober 2018 um 16:48 //

    Es wäre sehr hilfreich gewesen, wenn man auch den Kostenfaktor bzgl. Ankauf der Beutel kennen würde.
    Ich glaube nicht, dass die Kosten den finanziellen Rahmen der Stadt sprengen würden.
    Wer mal eben einen Reiterhof zu überzogenem Preis kaufen kann, dürfte auch in der Lage sein für seine Mitbürger Kotbeutel kaufen zu können.

  12. Interessierte Bürgerin // 8. Oktober 2018 um 13:51 //

    Es wird höchste Zeit das die Dog Stationen wieder aufgestellt werden. In anderen Städten geht das doch auch. Ob mit oder ohne Tüten- egal. Hauptsache wir Hundehalter können die Tütchen auch irgendwo loswerden.
    Früher könnte man die Beutel im Rathaus kostenlos bekommen. Super! Vielleicht wäre das eine Möglichkeit der Bevorratung mit den Tüten entgegenzuwirken. Wir zahlen ja immerhin auch Steuern für unsere Fellnasen!

  13. Genau das ist es. Abfallbehälter wären zwingend notwendig. Auch in ganz Hochmoor. So einen Beutel hab ich immer in der Tasche, ärgere mich aber sehr, dass ich ihn immer wieder mit nach Hause nehmen muss…

  14. Brigitte // 8. Oktober 2018 um 11:49 //

    Jetzt mal ehrlich, wer bevorratet sich denn mit Beuteln, auf denen ein kackender Hund zu sehen ist und schickt damit sein Kind mit dem Butterbrot in die Schule?
    Und wozu sonst kann man denn diese Beutelchen mißbrauchen? Mir fällt da nix ein.

    Wenn die Stationen allerdings nicht regelmäßig aufgefüllt werden, dann werden sich einige Hundehalter „bevorraten“.

    Noch besser als regelmäßiges Auffüllen der Stationen mit Beuteln (denn merke, wenn immer was da, brauche ich mir keine Reserve anzulegen)wäre es, auch eine entsprechende Anzahl Abfallbehälter aufzustellen, damit man als Hundehalter den Stinkebeutel nicht kilometerweit mit nehmen muß zu nächsten Entsorgungsstelle.

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