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Mehr Entsorgungsstellen für Hundebeutel im Stadtgebiet

Hauptausschuss folgt UWG-Antrag, jedoch ohne kostenlose Beutel

Gescher (fjk). Die Meinungsfindung war zäh aber am Ende eindeutig: Der Hauptausschuss favorisiert die Auftstellung von Entsorgungsstationen im Stadtgebiet für die Hinterlassenschaften von Hunden.. ohne Beutel. Für die Beutelvariante setzte sich  die UWG ein. Jetzt soll die Verwaltung ein Konzept erarbeiten, wieviel Entsorgungsstationen an welchen Stellen im Stadtgebiet aufgestellt werden können. 

Fünf sogen. Dogstations lagern noch beim Bauhof, informierte Bürgermeister Kerkhoff die Ausschussmitglieder. Sie seien in Zeiten der Haushaltssicherung abgebaut worden, weil sich die Ersatzbeschaffung der Beutel als zu teuer herausgestellt habe. 5.000 Euro mußte die Stadt dafür Jahr für Jahr auf den Tisch legen.

Und wohin jetzt damit? – Die Stadt will Entsorgungsstellen einrichten!

Einig waren sich die Fraktionen, dass etwas getan werden soll. Insofern unterstützten alle den UWG-Antrag. Unterschiedliche Ansichten gab es bei der Frage, ob auch wieder Hundebeutel kostenlos angeboten werden sollen.

„Nein,“ so Egbert Kock, CDU,“ wir haben weniger ein Beutelbeschaffungsproblem als ein Entsorgungsproblem.“ Ins gleiche Horn stieß Marc Jaziorsky von der SPD: „Laßt die Tüten weg und investiert mehr in Entsorgungsstationen,“ war seine Empfehlung.

Entsorgungstelle, sauber und geruchsneutral. Foto: Hundemagazin WUFF

Werner Bönning, UWG, zeigte sich als Antragsteller mit der Diskussion im Großen und Ganzen zufrieden.  Seinem Vorschlag, dennoch einen Versuch mit kostenloser Ausgabe von Hundebeuteln zu versuchen, mochten die anderen Fraktionen allerdings nicht folgen.

Thomas Haveresch FDP

Thomas Haveresch, FDP, sah die gute Absicht wohl, war allerdings skeptisch ob die Verwaltung eine ordnungsgemäße Entleerung gewährleisten kann.  Er erinnerte den Bürgermeister an Bürgerbeschwerden in diesem Sommer. Auf dem Friedhof war es laufend zu überquellenden Papierkörben gekommen. Der Bürgermeister reagierte gereizt: Er könne garantieren, dass die Aufgabe erledigt, nicht aber dass das immer zufriedenstellend sein werde. 

Hintergrund

Durchschnittlich produziert ein Hund 300 Gramm ­„Häufchen“ pro Tag. Das sind einige Tonnen Hundekot pro Jahr… allein in Gescher.  ­Verpackt in Plastik ein „schmutziges ­Geschäft für die Ewigkeit“.

Hineintreten
Angesichts dieser Zahlen sollte es selbstverständlich sein, dass man die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners hinter ihm wegräumt. Denn zum einen stellt, abgesehen vom Ärger des Hineintretens, das Häufchen eine Unfallgefahr dar für Eilige und insbesondere für Gehbehinderte, Blinde, Sehschwache und Rollstuhlfahrer.

Infektionsrisiko
Zum anderen kann von Hundekot ein Infektionsrisiko ausgehen, welches vor allem Kinder und abwehrgeschwächte Erwachsene gefährdet. Denn gerade in der Tretmine sitzt der Wurm. Spul­würmer, Peitschenwürmer, Hakenwürmer, Bandwürmer, Fuchsbandwurm, Giardien und Kokzidien sind mögliche Bewohner des Hundedarms und gelangen in Form von Eiern über den Kot in die Außenwelt.

Unglückliche Bauern
Auch auf landwirtschaftlich ­genutzten Flächen hat Hundekot nichts zu ­suchen. Er muss zwar nicht, kann aber gerade für Kälber gefährlich sein. Dabei geht die Bedrohung von den ­Neospora-Parasiten (Neospora ­caninum) aus. Bleiben diese Parasiten an den ­Gräsern haften und werden von den ­Kühen ­mitgefressen, kann dies zu totgeborenen Kälbern führen.

Zersetzen
Laut Laboruntersuchungen braucht Hundekot 46,5 Tage, um sich bis zur Hälfte zu zersetzen. Das wiederum heißt, dass sich nach etwa eineinhalb Monaten die Hälfte des Kots zersetzt hat. Nochmal so lange, und es hat sich wieder die Hälfte davon zersetzt usw. Bei einem Hundebeutel dauert das Zersetzen des Hundekots viel, viel länger.  Um so wichtiger eine geregelte Entsorgung der Beutel.

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