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Einstimmig: Stadtmarketing soll grundsätzlich reformiert werden

Bürgermeister Kerkhoff hat zielgenaue Steuerung im Auge

Gescher (fjk). Einstimmig beschloss der Hauptausschuss am Mittwochabend, den Bürgermeister zu beauftragen, gemeinsam mit der Stadtmarketing GbR und deren Gesellschafter die Gründung einer Stadtmarketing Gescher GmbH zu initiieren. Ziel der Strukturreform ist die Steigerung der Attraktivität der Glockenstadt und Stärkung von Einzelhandel und Tourismus.

In der Glockenstadt Gescher wird das Stadtmarketing seit mehreren Jahren über eine selbständige Stadtmarketing GbR betrieben. Diese wiederum wird als Gesellschafter getragen von dem Verein Pro Gescher e.V. und der Initiative „Gastliches Gescher“, in der einige Wirte und Hoteliers vertreten sind.

Tourismus, Einzelhandel und Gastronomie soll zukünftig besser vermarktet werden.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass sich etwas ändern soll und muss. Dennoch gab es viele Fragen.  Markus Wellering von der SPD-Fraktion wollte vom Bürgermeister Konkreteres wissen: „Wie soll eine solche GmbH an die Stadt angebunden werden? Welche Rolle spielt der Geschäftsführer?“ Eine Frage, die nicht nur er stellte.

Man sei für alle Optionen offen, so der Bürgermeister. Es gehe heute nur darum, ob man grundsätzlich Veränderung wolle. Mann könne sich sowohl einen Geschäftsführer, der im Rathaus mit der Aufgabe betreut ist, als auch einen Geschäftsführer außerhalb des Rathauses vorstellen. Kerkhoff wies darauf hin, dass die Stelle der ehemaligen Mitarbeiterin Frau Maiwald (Wirtschaftsförderin) bisher nicht wieder besetzt wurde. Er habe eine zielgenauere Steuerung im Auge. Da biete sich die Rechtsform der GmbH an.

„Neue Wege zu gehen, muss nicht verkehrt sein,“  meinte UWG-Fraktionschef Werner Bönning. Auch Egbert Kock, CDU, begrüßte die Absichten der Verwaltung. Man erwarte eine bessere Berichterstattung aus der GmbH, mehr Transparenz eben.

Thomas Haveresch, FDP,  argumentierte ebenfalls in diese Richtung. Er sah deutlichen Transparenz- und Einflussgewinn in einer GmbH-Gründung. Daran habe es bei der GbR gemangelt. Er bat den Bürgermeister Zahlen vorzulegen, Personalkosten, Finanzflüsse etc. Er selbst habe nur Unterlagen die schon 5 Jahre alt seien. Kerkhoff zuckte mit den Schultern. Da müsse er bei der GbR anfragen, um das in der nächsten Kuratoriumssitzung zu besprechen. „Sie sehen, das ist kompliziert,“ machte Kerkhoff das Transparenzproblem deutlich.

Mark Jaziorski, SPD,  bezweifelte ob ein GmbH unbedingt die Lösung des Problems sein muss. „Die hatten wir schon mal,“ sagte er. Die Gesellschaftsform sei nicht der ausschlaggebende Faktor. Es komme darauf an, wie man mit denen zusammenarbeite, die als Akteure am Markt sind, so Marc Jaziorski.

Man brauche auch weiterhin ehrenamtliches Engagement im Stadtmarketing, daran ließ Kerkhoff keinen Zweifel. Die Geschäftsführung des Stadtmarketings sei ehrenamtlich organisiert und deutlich über siebzig. Geschäftsführung im Ehrenamt sei nach seiner Ansicht nicht die Problemlösung. Er wolle nicht zwei Gesellschaften, GbR mit vorgeschalteter GmbH, sondern eine Gesellschaft in der man miteinander arbeite.

Bei ProGescher, als Mehrheitsgesellschafter der Stadtmarketing GbR, stieß das jetzt vorgeschlagene Modell einer GmbHgründung auf positive Resonanz.

 

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