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Stören und mobben: Schule zum sicheren Ort machen

Fortbildung für Schulsozialarbeiter und Lehrkräfte

Kreis Borken. (pd).  Was tun, wenn Schülerinnen oder Schüler den Unterricht stören? Sich streiten, provozieren, dem Unterricht fernbleiben? Wenn Kinder oder Jugendliche Angst vor ihren Mitschülerinnen oder Mitschülern haben, in der Schule gemobbt wird?

Der Schulalltag ist für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, OGS-Mitarbeitinnen und –Mitarbeiter sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter durch besondere Herausforderungen geprägt. Mit diesen befasste sich nun ein zweitägiger Workshop, den das Bildungsbüro des Kreises Borken, unter dem Titel „Neue Autorität – Handwerkszeug für den Schulalltag“ angeboten hat.

32 Teilnehmmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich unter der Leitung von Rainer Bojarzin im Borkener Vennehof mit dem Konzept, um Schule zu einem sichereren Ort zu machen.

Die „Neue Autorität“ wurde von Professor Dr. Haim Omer, Psychologie-Professor an der Universität Tel Aviv, entwickelt und wird seit gut zehn Jahren auch in Schulen erfolgreich angewendet.

Das Konzept bietet Handlungsoptionen für die Schule. Es ist gekennzeichnet durch Beziehungsgestaltung Transparenz und eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern. Pädagogen und Eltern würden dabei Bündnispartner, um die Situation an der Schule positiv zu verändern, erläuterte Referent Rainer Bojarzin. Der Diplom-Sozialpädagoge und Systemische Coach arbeitet seit vielen Jahren mit der „Neuen Autorität“ im Aufgabenfeld Schule, aber auch in Familien. Schülerinnen und Schüler sollen sich in der Schule wohl und sicher fühlen.

Auffälligkeiten werden registriert und mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern besprochen. Es geht um Deeskalation, Wertschätzung, Zusammenarbeit, Zutrauen und Wiedergutmachung. Im Rahmen des Workshops setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dieser Haltung sowie den unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten und -methoden auseinander.

Zu der Veranstaltung hatte das Bildungsbüro des Kreises Borken eingeladen. Das Bildungsbüro hat die Geschäftsführung für den kreisweiten Arbeitskreis „Koordination Schulsozialarbeit“. In diesem Gremium arbeiten Vertreterinnen und Vertreter aller fünf Jugendämter im Kreis Borken, der Schulaufsicht und des Bildungsbüros zusammen.

*Fotos: Antenne Unna

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