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Gutachter: Fristverlängerung bei Ferkelkastration verfassungswidrig

Weiteres Gutachten bestätigt Verfassungswidrigkeit

Gescher/Berlin (pd). Während die Große Koalition weiter an der Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration festhält, macht der Deutsche Tierschutzbund deutlich, dass der entsprechende Gesetzentwurf gegen das Staatsziel Tierschutz und somit gegen das Grundgesetz verstößt.

In einer Anhörung im Deutschen Bundestag auf Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte bereits der Mannheimer Strafrechtler Prof. Dr. Jens Bülte diesen Verfassungsverstoß belegt. Nun bestätigt ein weiteres Gutachten, das dem Deutschen Tierschutzbund vorliegt, diese Rechtsauffassung: Der renommierte Tierschutzrechtsexperte Dr. Christoph Maisack kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass eine Verschiebung des Gesetzes, das bisher ab 1. Januar 2019 die Schmerzausschaltung vorschreibt, gegen das Staatsziel Tierschutz verstößt.

„Die Große Koalition von CDU,CSU und SPD zeigt sich mit ihren Plänen zur Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration fest entschlossen, die Tierqual für 40 Millionen Ferkel um weitere zwei Jahre zuzulassen“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Damit stellt die Große Koalition die wirtschaftlichen Interessen der Tiernutzer in Deutschland über das Staatsziel Tierschutz und verstößt gegen das Grundgesetz.“

*Foto/Quelle: Deutscher Tierschutzbund

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