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EU schützt die Knoblauchkröte

Fördermöglichkeit für Aktivitäten im Naturschutz

Gescher/Münster (pd). Kaum jemand kennt sie – die kleine Kröte, die in Stresssituationen ein nach Knoblauch riechendes Sekret abgibt, doch sie ist vom Aussterben bedroht. Mit ihren Grabschaufeln an den Hinterbeinen kann sie sich bis zu einem Meter tief eingraben.

Knoblauchkröten. Größer? – Klick auf Bild!

Deshalb liebt die Kröte vor allem Sandgebiete mit lockerem Boden in der Nähe geeigneter Laichgewässer, die sie für die Fortpflanzung benötigt. Die EU schützt die Knoblauchkröte und ihre typischen Lebensräume. Mit der Förderung des „Integrierten LIFE-Projekts Atlantische Sandlandschaften“ setzt sie sich zudem dafür ein, die bedrohte Art zu retten und ihren Lebensraum wiederherzustellen.

Das IP-LIFE „Atlantische Sandlandschaften“ unterstützt die Zuchtstation der NABU-Naturschutzstation Münsterland in Enniger (Kreis Warendorf). Seit 2017 konnten so bereits rund 19.000 nachgezüchtete Kaulquappen und Jungkröten ausgesetzt werden. In den vergangenen zwei Jahren erfolgte die (Wieder-)Ansiedlung in vier Gebieten innerhalb des ursprünglichen Verbreitungsgebietes in Nordrhein-Westfalen: im Langenbergteich (Paderborn), in der Lippeaue (bei Lippstadt und Lippstadt-Eickelborn), in den Rieselfeldern Windel (Bielefeld) und im Ems-Hessel-See in Warendorf.

Auch im Naturschutzgebiet Fürstenkuhle in Hochmoor ist die Knoblauchkröte zu finden.

Förderprogramm der Bezirksregierung

Die Bezirksregierung Münster ist im Regierungsbezirk für die Förderanträge für den Förderschwerpunkt „Natur und Biodiversität“ im Rahmen des LIFE-Programms zuständig. Das Dezernat für Natur- und Landschaftsschutz berät die Antragssteller, bewertet die Anträge und übermittelt diese dann an das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Bezirksregierung kann aber auch selbst Anträge für LIFE-Projekte stellen oder mit der Umsetzung von Projekten beauftragt werden. Über LIFE+ wurde beispielsweise im Rahmen des Emsauen-Schutzkonzeptes die Gewässer- und Auenentwicklung der Ems bei Einen gefördert.

 

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