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Der Wolf in Gescher

Gescher (fjk). Vor wenigen Monaten wurde regional der erste Wolf in Kleve gesichtet. Könnte ein streunender Wolf auch hier auftauchen? Ja.. die Frage ist nicht ob er auftaucht sondern wann. Denn der Wolf war in den vergangenen Jahrhunderten in dieser Region durchaus heimisch.

Die ersten Beobachtungen von neuen Wölfen in Deutschland gab es bereits 1996. Aktuell leben in ganz Deutschland mindestens 60 Rudel, 13 Paare und drei sesshafte Einzeltiere, wobei die meisten Wölfe in Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu finden sind.

Ein streunender Wolf kann jederzeit in den Bauernschaften von Gescher auftauchen. Das er jedoch hier wieder sesshaft wird, ist nicht sehr wahrscheinlich.

In alten Schriften ist zu lesen, dass man junge Wölfe im 17. Jahrhundert in Wessum bei Ahaus gefangen hat. Aus Legden wird eine Geschichte berichtet, die sich bis in die heutige Zeit erhalten hat. Danach soll eine Bäuerin in eine Wolfsgrube gefallen sein und dort eine Nacht unfreiwillig verbracht haben. Die Bäuerin muss die Nacht wohl überlebt haben, was man von dem Wolf eher nicht annehmen darf. Überliefert ist seitdem der Ausspruch: „De kiekt sik an äs de Wulf un de Kühlkampske,“ wenn sich zwei Menschen aggressiv anstarren.

*2015/2016

Vorfälle mit Wölfen hat es in Gescher in den vergangenen Jahrhunderten nicht gegeben. Der Wolf war ein Stück Normalität zu der gehörte, dass er gnadenlos verfolgt wurde. Der letzte Wolf wurde im Münsterland übrigens am 17. Januar 1835 in Herbern erlegt. Offiziell wenigstens.

In den „Hausmarken“ einiger Dorfbewohner von Gescher befindet sich mehrfach die Wolfsangel, wie Stadtarchivar Willi Wiemold berichtet. Als Hausmarke bezeichnet man ein wappenähnliches, meist zur Kennzeichnung von Eigentum, verwendetes Symbol. Die Wolfsangel ist ein geschmiedetes Gerät mit dem über Jahrhunderte Wölfe gefangen wurden. Diese Marken sind sogar im Schützensilber einiger Schützenketten verewigt.

Auf einer Berkelkarte aus dem Jahr 1768 wird die Brücke bei Schulze-Egberding als „Wolfsbrücke“ bezeichnet. Offensichtlich schwamm der Wolf nicht gern durch die Berkel.

*Quelle: Stadtarchivar Willi Wiemold.

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