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Sanierung Pankratiusschule wird zum Skandal

Gescher (fjk). Am Mittwoch soll ein Grundsatzbeschluss zur Sanierung, möglicherweise aber auch Neubau, der Pankratiusschule fallen. Favorisiertes Konzept der Verwaltung eine Sanierung mit teilweisen Neubau entwickelt vom Architekturbüro Kersting & Gallhoff. Bei der Vergabe an das Duisburger Architekturbüro fühlt sich Architekt Hans-Jürgen Gebker aus Gescher benachteiligt.

Was Architekt Gebker vorbringt hat es in sich:

Das Erweiterungskonzept vom Herbst 2018 durch das Büro Kersting & Gallhoff ist keine gänzlich neue Option, basierend auf dem konzeptionellen Arbeitsergebnis des Ausschreibungssiegers. schreibt der Architekt nun in einem offenen Brief an die Fraktionen im Rat der Stadt Gescher. Er habe bereits im Januar 2018 diese mögliche und von ihm favorisierte Option der Verwaltung vorgestellt. Und dann darüber hinaus offiziell mit seiner Bewerbung um den Auftrag im Mai 2018.

Entwurf des Büro Gebker aus Gescher. Wurde von der Verwaltung abgelehnt. Größer? – Klick auf Bild!

Schon sehr früh zu Beginn der Diskussion um die Sanierung habe er gegenüber der Verwaltung die Option eines Anbaus in`s Spiel gebracht. Er sei aber von der Verwaltung gehindert worden über eine Sanierung hinausgehende Planungen in die Öffentlichkeit zu kommunizieren. Der formulierte Kostendeckel sollte konsequent eingehalten werden, jeder Versuch eine Erweiterung ins Spiel zu bringen, wurde konsequent abgelehnt und nicht weiter diskutiert.

Dabei sei bereits im November 2017 klar gewesen, dass die Vorstellungen der Verwaltung, die Schule nur sanieren und nicht gleichzeitig zu erweitern, zu kurz gegriffen waren.

Lageplan nach Entwurf Gebker. Größer? – Klick auf Bild!

In der -teils hitzigen Diskussion- seien Unwahrheiten behauptet worden,   z. B. fachliche oder kommunikative Versäumnisse durch sein Büro, durch welche Zweifel an der fachlichen, persönlichen und professionellen Leistungsfähigkeit seines Architekturbüros entstehen könnten. „Dieser latenten Rufschädigung trete ich mit dem offenen Brief entgegen“, so Gebker.

So sei  wiederholt der Eindruck erweckt worden, dass die Schulleitung der Pankratiusschule (Frau Knauer und Frau Pahl), erst mit der Vergabe des Umbaukonzeptes an das Büro Kersting & Gallhoff in die Überlegungen einbezogen wurden. Richtig sei, dass ihm seitens der Stadtverwaltung eine Kontaktaufnahme zur Schulleitung verwehrt wurde. Er habe aber  entgegen dem Willen des Bauherrn (Bürgermeister Kerkhoff), Kontakt zur Schulleitung gesucht, um die notwendigsten Bedürfnisse aus Sicht der Schulleitung zu erfahren.

Die öffentliche Ausschreibung im Mai 2018  hatte das Ziel,  ein Umbau- und Sanierungskonzept für die Pankratiusschule innerhalb eines klar definierten und gedeckelten Kostenrahmens in Höhe von 2,7 Mio € zu erarbeiten. Damit wurde eine eindeutige Arbeitsvorgabe an die Ausschreibungsbeteiligten formuliert.  Eine Erweiterungslösung war nicht gewünscht und durch die Bedingungen der Ausschreibung eigentlich ausgeschlossen.

Wenn also eine Umbau- und Sanierungslösung ohne Erweiterung jetzt vom Tisch sein sollte, so muss es ein entsprechend neues Vergabeverfahren geben, in dem eine Erweiterungslösung von den Ausschreibungsteilnehmern eingereicht werden kann. Ideal wäre hier, ein Wettbewerbsverfahren mit einer fachkundigen und unabhängigen Jury.

Franz-Josef Kunst

meint: Für mich besteht kein Zweifel, Architekt Gebker aus Gescher wurde  von der Verwaltung -Bürgermeister Kerkhoff-   über den Tisch gezogen. Was Hans-Jürgen Gebker schreibt, sollte den Stadtvertretern morgen bei ihrer Entscheidung zu denken geben.

Brisant auch die bedrückende Bestätigung des Vorwurfs von Eltern, Schulleitung und Lehrern nie vernünftig in den Prozess mit einbezogen worden zu sein. Kerkhoff wollte es nicht.

Stattdessen wurden Zweifel an der fachlichen, persönlichen und professionellen Leistungsfähigkeit seines Architekturbüros gesät. Sein Büro sei zur schulbedarfsorientierten Planung der Pankratiusschule nicht in der Lage! Rufschädigung nennt man so etwas.

Doch wie jetzt aus dem Schlamassel rauskommen? Eigentlich gibt es nur eine saubere Lösung: Ausschreibung des Neubaus der Pankratiusschule.  An dem Verfahren muss sich Architekt Gebker aus Gescher beteiligen können. Der Mann hat gute Ideen..

 

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5 Kommentare zu Sanierung Pankratiusschule wird zum Skandal

  1. Ich bin zwar nicht Brigitte, habe aber einen Wunsch zum Nikolausabend: Bitte den Knecht Ruprecht später ins Rathaus schicken. Die von CDU favorisierte Sanierungsösung ist eine Sünde! Geht auch gegen die Rechtsstaaatlichkeit! Das Vorgehen des Bürgermeisters schreit zum Himmel!

  2. Warum sollte ein Kommentator Farbe bekennen respektive Namen nennen? Was ändert das am Inhalt des Kommentars? In Zeiten von shitstorms und Hasskommentaren, auch von “ kultivierten“ Zeitgenossen, ein legitimes Vorgehen.

  3. Jogi Loewe // 5. Dezember 2018 um 15:44 //

    Wo bleibt Brigitte?

  4. Helmut Böing // 5. Dezember 2018 um 00:14 //

    Hat der Kommentator keinen Namen ???
    Ich Finde gut Positionen zu beziehen!!!
    Aber dann Farbe bekennen und sich nicht zu „verstecken“!!!

  5. Paohlbürger // 4. Dezember 2018 um 22:16 //

    Dieser Bericht ist so interessant,dass man morgen Abend ins Rathaus
    gehen muß.Es wird spannend,wie Verwaltung und die gewählten Vertreter
    argumentieren.Von Herrn Gebker,als sachkundiger Bürger der Grünen,
    gehört schon Mut dazu,mit dem Vorgang in die Öffentlichkeit zu gehen.
    Die Aussage“Dieser latenten Rufschädigung trete ich mit dem offenen Brief entgegegen“ist schon starker Tobak.
    Ich bin mit Herrn Kunst der Meinung,dass eine saubere Lösung nur die
    Ausschreibung des Neubaues der Pankratiusschule sein kann und zwar
    ein Neubau eines Grundschulzentrum im Stadtpark.
    Wetten,dass die CDU und Grünen den Vorschlag ablehnen,sie haben keine
    Visionen.

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