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Thomas Kerkhoff: „Das war ein Stück weit zuviel Kritik“

Gescher (fjk). Der Bürgermeister brauchte sich 2018 über Langeweile nicht zu beklagen: Turbulenzen in der Entwicklung eines Sanierungskonzeptes für die Pankratiusschule, Investitionstau im laufenden Jahr, eine Bürgerinitiative gegen die von ihm betriebenen Erhöhung der Anliegerbeiträge und keine Rücknahme von Steuererhöhungen angesichts einer verbesserten Finanzsituation. Dazu der Vorhalt im Rathaus ginge es chaotisch und strategielos zu. Thomas Kerkhoff musste sich bei der Haushaltsverabschiedung vor Weihnachten einiges an Kritik gefallen lassen.

Die kam aus den Reihen von SPD, UWG und FDP. Der Bürgermeister ging ausführlich darauf ein und sparte nicht mit Gegenkritik und Klartext. Hier Auszüge:

Strategie und Planung

Er habe keine erkennbare Strategie, so Ansgar Heming, Fraktionssprecher der SPD. Diesen Vorwurf wies der Bürgermeister zurück. Wenn es um Grundstückskäufe gehe, da  seien die Abläufe  nicht immer planbar.  Es müsse schnell entschieden werden. Schnelle Entscheidungen erwarte er dann auch von den Ratsmitgliedern.

Seine wesentliche Strategie sei, die Entschuldung der Glockenstadt nachhaltig voranzutreiben. Indirekt kritisierte  Kerkhoff das Vorgängerduo Effkemann/Kucharz. Man habe dem süßen Gift der Vergangenheit, Investitionén über Liquiditätskredite zu finanzieren, nicht widerstehen können.

Rückführung der Liquidätskredite sei das Ziel, sei seine Strategie. Investitionen wolle er grundsätzlich langfristig finanzieren. Dabei sei er auch bereit, angesichts der enormen Investitionen  eine Zunahme der Gesamtverschuldung hinzunehmen.

Großprojekte Pankratiusschule, Feuerwehr, Konzertsaal usw.

„Wer hat bei den Großprojekten von Ihnen für eine Reduzierung der Mittel, für eine Streichung im Bauprogramm votiert?“ fragte Kerkhoff in die Ratsrunde.  „Wurde jemals in diese Richtung ein Antrag gestellt? Beispielsweise Pankratiusschule, oder Feuerwehr?“ Es sei eben der Beschluss der Politik gewesen, eine reine Sanierung der Schule machen zu wollen.

Das die Verwaltung hier „scheibchenweise“ vorgegangen sei, diesen Schuh wollte sich Kerkhoff nicht anziehen. Das sei ein Stück weit zu viel Kritik an ihn gewesen.

Personalpolitik

„Die Politik wolle mehr wissen, mehr beraten werden, mehr Fakten.. wenn Sie das wollen, irgend jemand muss das im Haus machen,“ antwortete Kerkhoff auf die Vorhaltung, die Personalkosten würden ihm entgleiten. „Wenn Sie mehr Leistung für den Bürger wollen, dann müssen wir darüber sprechen, dass wir hier im Rathaus mehr Köpfe brauchen“

An dieser Stelle gabs`s Beifall von CDU und Grünen. „Wenn Sie das aber nicht wollen, dann können wir einiges nicht machen. Das ist der Wahrheit zweiter Teil.“

Keine Rücknahme beschlossener Steuererhöhung

„Wir müssen die Chance nutzen. Eine Entschuldung könne nur in der Phase einer Hochkonjunktur gelingen.“ Dazu gehöre aber auch, auf die beschlossene Grundsteuererhöhung nicht zu verzichten, wie das heute häufiger gefordert werde. Dem Bürger etwas zurückgeben, sei ein ehrbarer Grundsatz, aber eher populistischer Natur,  das ging wohl an die Adresse von Werner Bönning, UWG.

Vernachlässigung des Ortsteiles Hochmoor

„Hochmoor ist mir mehr wert als eine Erwähnung,“ stellte der Ex-Velener Thomas Kerkhoff fest.  Wenn er Stadt Gescher meine, meine er auch Hochmoor. Er arbeite an Konzepten und strategisch daran, die Dinge  dort vorwärts zu bringen.

Es sei etwas in Vorbereitung.. kündigte er Thomas Haveresch, FDP, an. Der hatte sich in seiner Haushaltsrede über eine Diskriminierung und fehlende Entwicklungsperspektiven des Ortsteiles Hochmoor beklagt.

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