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Müllabfuhr: „Abholweise gängige Praxis im Kreis Borken“

Gescher (fjk). Seit Anfang des Jahres wird der Müll in Gescher anders entsorgt. Jeweils an einem Tag wird eine einzige Abfallfraktion (z.B. Restmüll) vom Grundstück abgefahren. Jede Abfallart hat somit einen eigenen Abholtag.

Das hat zu Diskussionen bis hin heftiger Kritik in der Bürgerschaft –auch hier auf diesem Blog- geführt. „Keine mülltonnenfreien Straßen mehr in Gescher“ postete ein Leser. Ein anderer: „Ewig blockierte Fussgänger und Radwege. Unfälle sind vorprogramiert.“

BM Thomas Kerkhoff

Bürgermeister Kerkhoff äußert sich  dazu auf Anfrage von GescherBlog:

„Wie sieht die Verwaltung den Start nach gut einer Woche?“

„Erfahrungswerte,“ so der Verwaltungschef, „lassen sich nach der ersten Woche noch nicht wirklich geben.“ Ob es Änderungen geben werde, werde sich erst nach einem  längeren Beobachtungszeitraum sagen lassen können.

Im übrigen weist der Bürgermeister darauf hin, dass die getrennte Abholweise der Fraktionen kein Wunsch der Stadt Gescher war, sondern eine Bedingung des Dienstleisters Stenau im Rahmen von vertraglichen Anpassungen des Entsorgungsvertrages.

Die jetzt in Gescher eingeführte Abholweise sei im restlichen Kreisgebiet schon lange Praxis und werde von allen Entsorgungsunternehmen so als gängige vertragliche Bedingung formuliert.

Download hier aktuellen Abfuhrkalender

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17 Kommentare zu Müllabfuhr: „Abholweise gängige Praxis im Kreis Borken“

  1. Die neue Abfalltage sind klasse. Aktuell steht bei uns die gelbe als auch die braune Tonne auf den Gehwegen, da uns der besagte Dienstleister wieder mal nicht angefahren hat!

  2. …..eine Bedingung des Dienstleisters Stenau ..( Erpressung )…und unser Bürgermeister läßt das mit sich machen.
    Es gibt viele andere Anbieter die besser und auch sauberer arbeiten. Die den Dreck der schon mal daneben geht auch mit ihrem mitgeführten Besen auffegt. Die auch die Mülleimer an der Grundstücksgrenze abholen und so müssen 70 bis 85 zig jährige die Eimer nicht die Straße bis zur nächsten Querstrasse ziehen und einen hohen Bordstein hochheben, nur weil die Fahrer meinen sie können in einer Stichstrasse nicht drehen. Die Öllieferanten kommen mit ihren LKWs vorwärts rein und rückwärts wieder raus. Wenn ein LKW Fahrer das nicht schafft sollte er so ein Ding nicht fahren und nicht eingestellt werden.

  3. verärgerter Bürger // 16. Januar 2019 um 16:11 //

    @ Sebastian Nathaus //
    wenn ich sehe, wie kunstvoll Maurer einen Giebel verklinkern können, wenn ich sehe, wie mühsam Fließenleger ein Bad gestalten, wenn ich sehe, wie Kunstschmiede ein Stück Stahl formen, wenn ich sehe, wie Busfahrer vorsichtig unsere Kinder täglich durch den Verkehr schaukeln. Alles unter dem Motto, jeder an die Stelle, die er ausfüllen kann.

    Zur Info, der Fahrer eines Müllfahrzeugs kann beide, oder „einzeln“ die Mülltonnen anheben.
    Durch die Änderung der Abfuhren ist lediglich dem ENTSORGER gedient!

    Die Fahrer können so ca das DOPPELTE an Tonnen aufnehmen wie sonst auch. Die Abfuhrkosten müssten sich demnach „um die Hälfte“ verringert haben- oder um das doppelte erhöhen müssen.

    Was hätte eigentlich gegen eine erneute Ausschreibung gesprochen?
    Nicht alles wird grundsätzlich nur teurer. Man sieht es an den Strom und Telefonkosten das es auch anders geht.

    Bei einem Juristen als Bürgermeister hätte man das an sich voraus setzen müssen.

    Welcher „FACH“-Ausschuss hat dieser Vorgehensweise eigentlich das Ja erteilt?

  4. Wieder so ein Beispiel wie sich Diskussionen verselbstständigen. Die Fahrer werden respektiert, keiner möchte mehr bezahlen, die Fahrer sollen weiter ihren Lohn bekommen. Was hat das mit dem veränderten Abholverhalten zu tun ? Vielleicht hat der Dienstleister jetzt sogar die Möglichkeit Fahrer einzusparen und wir haben zusätzlich diese neue Regelung ?!

  5. Sebastian Nathaus // 16. Januar 2019 um 09:38 //

    Für stabile Preise würde ich die Mülltonne sogar an einem Sonntag im Regen nach draußen stellen!!! Alle Müllfahrzeuge sind mittlerweile so ausgestattet das diese zwei Mülltonnen gleichzeitig entleeren können. Solange die Fahrer auch mehr Geld verdienen habe ich kein Problem mit der jetzigen Regelung. Wenn ich sehe in welche Ecken diese mit ihrem LKW müssen, möchte ich nicht mit den Jungs tauschen. Manchmal muss man anderen auch entgegenkommen.

  6. Matthias Busch // 15. Januar 2019 um 18:11 //

    Ich hoffe, der Bürgermeister macht noch ein paar Jahre weiter.

  7. Bericht vom 13.Januar.2019 18:19Uhr, wann ist der letzte Tag für den Bürgermeister gekommen, der ist schon gekommen, bloß die Verwaltung und viele Bürger merken das einfach nicht.

  8. Ende in Sicht // 13. Januar 2019 um 19:18 //

    Jetzt muß ich drei Tage im Regen die Mülltonnen rausstellen.Wann ist der letzte Tag für den Bürgermeister hier in Gescher?

  9. Mülltonnen Entleerung in Gescher!
    „Ewig blockierte Fussgänger und Radwege. Unfälle sind vorprogramiert.“
    Was kommt noch alles???
    Mir ist eh schleierhaft, wie man solchen Vertrag verlängern konnte.
    Ob in Reken, Heiden etc. ist der Entsorgungsbetrieb Logermann zu einen wesentlich günstigern Tarif unterwegs. Ganz zu schweigen von der zusätzlichen (zweiten) Saison Bioabfall-Tonne die der Unternehmer den ganzen Sommer regelmäßig für einmalig 20,00 € entleert.
    Trotz Kenntnisnahme vor Vertragsverlängerung, – für Gescher ist und bleibt das ein Fremdwort!

  10. @ Brigitte
    für mich ist die neue, kostenfreie Lösung am Wertstoffhof die bessere, da ich 1. meinen Sperrmüll schon immer nach meinem Zeitplan weggefahren habe.
    2. Jetzt auch Gartenschnitt usw. kostenfrei entsorgen kann.
    3. Und der Mülltourismus endlich aufgehört hat.
    Die o.g. Punkte gelten natürlich nicht für alle.

    Aber wir verlieren das ursprüngliche Thema etwas aus den Augen…

  11. Brigitte // 10. Januar 2019 um 00:13 //

    @WA
    So viel ich weiss, kann man seinen Sperrmüll zum Wertstoffhof bringen, ohne Gebühren zu zahlen.
    Ich muß ihn aber hinfahren.
    Kann ich das nicht, weil ich kein Auto oder entsprechenden Hänger habe, kann ich – so meine ich – mir für 50 Euro einen Hänger leihen.

    Vorletztes Jahr habe ich 2x Sperrmüll vor der Haustür gehabt, auch ohne Gebühren.

    Die Gebühren für den Wertstoffhof sind über die allgemeine Müllgebühr abgegolten, die jeder an die Stadt zahlt.

    Nur: Welche Variante halten Sie für die Bessere?

  12. Bezüglich der veränderten Sperrmüllregelung hatte ich die Wahrnehmung, dass damit die Gebühren am Wertstoffhof entfallen sind ?

  13. Brigitte // 9. Januar 2019 um 20:53 //

    Der Deal ist zu Stande gekommen, weil Herr Kerkhoff im vergangenen Jahr Gebühren sparen wollte und Stenau zugestimmt hat, dass die Sperrmüllabfuhr von Stenau gecancelt wird. Ich denke, dieses Gebührengeld, dass wir Gescheraner ja schon über die jährlichen Abfall-Gebühren an die Stadt gezahlt haben, ist dann in das Stadtsäckel zurückgeflossen.
    Leider wurde weder diese entfallene Gebühr an uns Bürger erstattet, noch habe ich bisher von einer Senkung der für dieses Jahr erhobenen Gebühr erfahren (ich habe bisher keinen Gebü+hrenbescheid für das Jahr 2019 erhalten).
    Da eine Hand die andere wäscht in unseren Rathäusern und Wirtschaftsbetrieben, hat dann Stenau um diese Art der Müllentsorgung „gebeten“.

    Übrigens alles nachzulesen und nachzuvollziehen wenn man den vorherigen Artikel hierzu liest auf Gescherblog mit dem Statement des Herrn Kerkhoff.

  14. Mein Mitgefühl gild den Müllwagenfahrern denen die Arbeit nun erleichtert wurde. Ich stelle mir die Arbeit echt stressig vor.

    Eine andere Sache ist Sturm und Müllabfuhr. Bei dem letzten Sturmereignis, als auch der Schulbetrieb teilweise eingestellt wurde, weiß Jahr und Monat nicht mehr, sind in Gescher die Mülltonnen umgekippt und die Stadt vermüllte.
    Gibt es dafür einen Lösung?

  15. Der grösste Schwachsinn seit langem! Ich wuesste gern mehr über die Verhandlungen mit Stenau! Hat die Stadt keine bessere Position oder ist Stenau Monopolist? An GescherBlog: mich interessieren mehr die Umstände die zu dieser Situation geführt haben als die “Erfahrungen” über die unser BM berichten wird.

  16. Und nur mal interessehalber – Es gab einen bestehenden Vertrag bis 2018 und vertraglichen Änderungen für 2019, die irgend jemand ja zugestimmt haben muss ?! Ein “ Dienstleister “ stellt derartige Bedingungen ? Wenn einseitige Veränderungen von Verträgen neuerdings möglich sind, sollte man seinem Arbeitgeber vielleicht mal die neuen Arbeitszeiten mitteilen ?! ;o) …

  17. Reinste erpressung Dan wird es zeit für ein andere entsorger.

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