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Demo am Montag: „Wir kämpfen für Schwangere in Not“

Schweigemarsch vor dem Hense-Haus an der Kirche

Gescher (fjk). Um die Schwangerschaftsberatung in Gescher ist heftiger Streit entbrannt. Wenn es nach dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Bocholt geht, sollen sich zukünftig Schwangere in Bocholt einen Termin geben lassen, um dann in Borken beraten zu werden. „Ein Unding und für die Betroffenen nicht zumutbar,“ sagt Edeltraud Ening, Mitverantwortliche für den BABYKORB im Hense-Haus.

Edeltraud Ening vom BABYKORB und viele ehrenamtliche Frauen kämpfen um den Erhalt der Schwangerenberatung in Gescher. Sie hoffen auf Unterstützung der Gescheraner.

Die Schwangerschaftsberatung in Gescher richtet sich an Mädchen, Frauen und Männer die Fragen rund um das Thema Schwangerschaft haben. Die Beratung findet unabhängig von Nationalität und Glaubensrichtung statt und ist kostenlos. Es gibt sie seit den achziger Jahren. Doch im vergangenen Herbst kündigte das SkF in Bocholt die Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Frauen aus Gescher.

Der Geschäftsführerin in Bocholt, Frau Nordmann-Engin, sei das Angebot in Gescher zu teuer, heißt es. Für die engagierten Frauen in Gescher nicht mehr als ein Vorwand: „Der SkF hat und kann auch in Zukunft kostenlos ein Büro in Gescher unterhalten. Die Miete zahlt die Gemeinde.“

Das Beratungsfeld der Schwangerenberatung in Gescher ist weit angelegt: Ungeplante Schwangerschaft, Fehlgeburt-Totgeburt und Familienplanung sind Themen der Beratungsgespräche.

Bei allein stehenden Müttern kümmert man sich um Kindergeld, Elternzeit, Elterngeld und die Antragsstellung auf finanzielle Unterstützung, z. B. durch die Bundesstiftung Mutter und Kind. Schwangerschafts- und Betreuungsberatung kann bis zum 3. Geburtstages des jüngsten Kindes gehen.

Um dieses Angebot in Gescher zu erhalten, wollen die Frauen aus der katholischen Kirchengemeinde nun auf die Straße gehen. Am kommenden Montag soll es eine „Montagsdemo“ geben. Um 18.30 treffen sich hoffentlich viele engagierte Bürger vor dem Hense-Haus zu einem Schweigemarsch gegen die „kalte Entscheidung“ aus Bocholt.

Am Sonntag ist Wahltag.. EUROPAWAHLTAG

3 Kommentare zu Demo am Montag: „Wir kämpfen für Schwangere in Not“

  1. Als Mann ist das schon etwas schwierig mit der Demo. Und Sie beweisen ja, dass ich nicht sachkundig bin.

    Natürlich wird in Gescher nicht für oder gegen den § 218 demonstriert. Aber ohne den, braucht es auch keine Beratung mehr. Dann geht es rabiat zu.

  2. Brigitte // 10. Januar 2019 um 00:19 //

    @Bernd
    Sie würden? Und warum tun Sie´s nicht?

    Und was soll das Vermenge mit dem §218?

    Darum geht´s doch da nun überhaupt nicht. Es geht darum, Schwangere zu beraten und zu unterstützen, wo und wie die Frauen Hilfe jeglicher Art bekommen können und das möglichst standortnah.

  3. Ich würde aus Überzeugung sicher an der Demo teilnehmen weil hier vor Ort so eine Beratung wichtig ist.
    Teilnehmen würde ich auch aus dem Grund gern, um zu sehen was von der Kommunalpolitik so anwesend sein wird. Insbesondere die SPD würde ich gern Fragen, was man von den JUSUS, also der SPD Jugendorganisation hält, die den § 218 abschaffen wollen.

    Wo ist der Protest der Kirche?

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