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„Wir befürchten mehr Abtreibungen in Gescher“

Gespräch mit Domkapitular Leenders brachte keine Annäherung

Gescher (fjk). Domkapitular Josef Leenders, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands Münster, hatte sich zum heutigen Schweigemarsch für in Not geratene Schwangere zum Gespräch angekündigt. Als der dritte Schweigemarsch um 18.30 Uhr begann, hatte der Caritas-Chef die Glockenstadt aber bereits wieder verlassen.

Edeltraud Ening berichtete über das Ergebnis des Gesprächs mit dem Domkapitular: „Wir bleiben im Gespräch, die Türen sind nicht zu. Für heute war das die letzte Demo, wir geben aber nicht auf,“ so Edeltraud Ening vom BABYKORB. In der Sache selbst habe sich kaum etwas bewegt.

Die Standpunkte seien ausgetauscht worden. Die Gescheraner Seite befürchtet, so Frau Ening, dass es bei Wegfall der katholischen Schwangerenberatung hier schon bald ein anderes Angebot geben wird. „Die Zahl von 50 Beratungen ist für andere sehr wohl interessant,“ sagt sie im Gespräch mit Gescherblog.

Inhaltlich blieb die Einstellung der Schwangerenberatung durch den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)  in Gescher für die engagierten Frauen weiterhin nicht nachvollziehbar. Frau Ening verwies darauf, dass Rhede mit nur 11 Beratungen im Jahr eine eigene Schwangerenberatung habe. „Warum geht das in Gescher nicht?“ fragt Edeltraud Ening.

„Wir werden das Gesprächsangebot des Domkapitulars annehmen. Sollte sich allerdings im nächsten halben Jahr nichts tun, werden wir uns auf den Weg nach Münster machen.“

Lies hier: GZ online – „Gespräch bringt keinen Durchbruch“

2 Kommentare zu „Wir befürchten mehr Abtreibungen in Gescher“

  1. Borkenkäfer // 31. Januar 2019 um 13:49 //

    @Albert Meier
    Ihrem letzten Satz stimme ich zu.
    Sonst geht es bei dem Thema nicht nur um Beratung sondern auch um Hilfe bis das jüngste Kind 3 Jahre ist.
    Ich denke, das ist insgesamt ein guter Ansatz.

  2. Albert Meier // 31. Januar 2019 um 07:43 //

    Ich finde der SKF Gescher übertreibt es etwas mit Schweigemärschen, Fürbitten etc.
    Man könnte ja auch selber Geld sammeln und die Beratung aufrechterhalten.
    Nun wird die grosse „Keule“ rausgeholt, dass es in Zukunft mehr Abtreibungen gebe, das ist natürlich Blödsinn.
    Im Gegenteil, man muss sich nach diesen Aussagen ja Fragen, ob der SKF die Frauen überhaupt neutral berät, vielleicht ist eine unabhängige Beratung für einige Frauen sogar besser!
    Ob die kath. Kirche in Fragen der Familienplanung der beste Ratgeber ist, kann und darf bezweifelt werden.
    Auch scheint mir eine anonyme Beratung ausserhalb Geschers sinnvoller, da Gescher ja immer viel zu reden hat 😉

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