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Blumenwiese pachten, um Bienen zu retten

"Grünes Gewissen hört beim Geld konsequent auf"

Bayern (topagrar). Was soll man dazu sagen? Der Widerstand gegen das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ in Bayern treibt seltsame Blüten und manch geschäftstüchtige Idee.

Ein Landwirt möchte eine Blumenwiese auf einem bisher intensiv genutzten Acker anlegen. „Für 50 € können Sie Pate für eine 100 m² Blühfläche inklusive eines Zertifikats werden.“ Das entspricht einem Pachtpreis von 5.000 Euro/ha. Die Vereinbarung gelte für 2 Jahre.

Am Rand des Feldes wolle er ein Schild aufstellen und und die angesäten Arten erläutern. Selbstverständlich werde die Fläche 100% Biologisch bewirtschaftet, heißt es in der Kleinanzeige auf Ebay.

„Nicht nur unterschreiben sondern auch handeln!“, appelliert Landwirt Bodendörfer. Mit Interessenten rechnet der Landwirt allerdings nicht. „Das grüne Gewissen hört nach dem Rathaus wieder konsequent auf“ sagte der Landwirt gegenüber der top agar Online-Redaktion.

*Foto: pixabay.com/Christian Birkholz

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3 Kommentare zu Blumenwiese pachten, um Bienen zu retten

  1. Monica Patricia Campion // 9. März 2019 um 11:20 //

    Ich finde dieser Aktion wunderbar. Jede kann sich mitbeteiligen. Ich wurde gerne in oder um Geltendorf eine blumen wiese unterstützen.

  2. Brigitte // 18. Februar 2019 um 10:47 //

    Nix begriffen, Biene Willi? Was wären Maja und Willi ohne Flip, den Grashüpfer und Thekla, die Spinne?
    Unsere Insektenwelt ist massiv gestört, teilweise gehen die Forscher von bis zu 75% Rückgang aus.

    Wenn sogar unser Bundesministerium für Umweltschutz meint, etwas tun zu müssen (siehe hier: https://www.sueddeutsche.de/politik/insektensterben-umweltministerin-will-insekten-per-gesetz-schuetzen-1.4333401), ist es sicherlich schon so gut wie 12 Uhr.

  3. Todesfalle für Insekten! Umringt von industrieller Agrarflächen wird allein die Abdrift den potentiellen sechsbeinigen Besuchern die Giftspritze verabreichen. Außerdem ist der Boden ( „bisher intensiv genutzter Acker“) stark kontaminiert und ganz gewiss für die erwünschten Wildblumen zu stark gedüngt. Solch ein Vorschlag eines „schlauen Bauern“ ist einfach ärgerlich. Der „Pachtpreis“ ist eine bodenlose Frechheit. Er wird sich dann auch noch Subventionen per Cross Compliance einstecken. Gerne soll jemand Geld verdienen, aber nicht, indem er andere provoziert und sie als Heuchler hinstellt, da sie ja auf sein „nobles Angebot“ (aus der Hölle der Gier) nicht eingehen wollen. Jemand, dem wirklich etwas an der Natur liegt, hat auch Respekt vor den Naturschützern. Dieser Bauer aber will nur verhöhnen, das ist offensichtlich.
    Das ist ja eine Sache der Erziehung und der Bildung, denke ich. Es ist nun aber mal der Bauer, der auf seinem Riesentrecker sitzt, hinten ein großer Tank mit Gift. Dann stellt er – und kein anderer!- ganz bewusst den Hebel auf „Gift freisetzen“ und verteilt das elende Dreckszeug in unsere Landschaft. Vergiftet das Grundwasser, die Tiere, die Böden, die Wildpflanzen, uns alle. Dem Konsumenten wird vorgegaukelt, dass alles in Ordnung sei, dabei häufen wir immer mehr dieser Umweltgifte in unseren Körpern an. Bauern, die nur auf Gift setzen, sind überhaupt nicht in der Lage, sich für die Natur einzusetzen, denn das eine schließt das andere komplett aus!
    Hätten die industriellen Landwirte auch nur einen Hauch Verständnis und Ehrfurcht vor der Natur, könnten sie den Gifthebel nicht bedienen.
    Sie sind es, die den Schaden anrichten und jetzt mit provokanten Angeboten den Schaden angeblich minimieren wollen. Das Ganze ist eine einzige Schweinerei, die Bauern werden darauf die gehörige Antwort bekommen. Eines ist sicher: Freiwillig machen die gar Nichts!

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