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Erhalt der „stroke unit“ in Borken rückt ein Stück näher.

Rückforderungen der Krankenkassen vom Tisch

Kreis Borken (pd). Landrat Dr. Kai Zwicker hat gute Nachrichten für die Bürger des Kreises. Man ist dem Erhalt der „stroke unit“ in Borken einen großen Schritt näher gekommen. Das wurde nach einem Telefonat zwischen dem Landrat und Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann deutlich.

Das angekündigte Gespräch zwischen dem Minister und den Landesverbänden der Krankenkassen zur Finanzierung der „stroke unit“ am Borkener Krankenhaus habe nun stattgefunden, teilt Landrat Dr. Zwicker mit. Folgende Punkte seien ausgearbeitet worden:

– Auf Zustimmung aller Beteiligten traf der Vorschlag, durch mögliche Vorrangschaltungen an Ampelkreuzungen weitere Fahrtzeitenoptimierungen bei Verlegungsfahrten zu erreichen. Vorrangschaltungen könnten beim Transport von Borken in die Neurochirurgie nach Recklinghausen die Fahrtzeiten verkürzen.

– Zur Prüfung, ob und an welchen Stellen Vorrangschaltungen eingerichtet werden können, wird die Kreisverwaltung Borken kurzfristig einen Gutachter beauftragen und die erforderlichen Maßnahmen mit den beteiligten Kommunen und übrigen Straßenbaulastträgern abstimmen.

– Die Krankenkassen akzeptieren die Finanzierung der „stroke unit“ am Krankenhaus Borken auch in der Übergangsphase, bis zur Umsetzung von Vorrangschaltungen.

– Die Ersatzkassen haben aufgrund der vorgenannten Entwicklungen angekündigt, die von ihnen geltend gemachten Rückforderungen für die Vergangenheit nicht weiter zu verfolgen. Die AOK werde hierzu noch einmal das Gespräch mit dem Klinikum Westmünsterland suchen.

Dr. Kai Zwicker

Landrat Dr. Zwicker ist erleichtert; „Ohne den Druck und Einsatz vieler Beteiligter hätte es vielleicht keine Rechtsänderung auf Bundesebene gegeben und wäre vielleicht keine Einigung auf Landesebene erzielt worden“, so der Landrat.. Der Dank gelte auch den Gesundheitsministern von Bund und Land, Jens Spahn und Karl-Josef Laumann für ihr Engagement und Unterstützung.


Hintergrund – Was ist eine „stroke unit“?

Die Stroke Unit („Schlaganfall-Einheit“) ist eine auf Schlaganfall-Patienten spezialisierte Abteilung in einem Krankenhaus. Hier kümmert sich ein Team aus verschiedensten Fachleuten um die gesamte Versorgung des Patienten – von der Akuttherapie über die frühe Rehabilitation bis hin zu sozialdienstlichen Leistungen. Das verbessert die Überlebenschancen und kann oft Folgeschäden verhindern.

Die Stroke Unit in Borken ist gefährdet, weil Spezialleistungen – die nicht in Borken erbracht werden können – in Schlaganfallzentren erbracht werden müssen, die in maximal einer halben Stunde erreicht werden können. Ein Urteil des BSG interpretiert diese Regelung so, dass sich die halbe Stunde auf die Zeit zwischen der Entscheidung, ein Transportmittel anzufordern und der Übergabe des Patienten beim Kooperationspartner bezieht. Dieses Urteil und die drohende konsequente Einhaltung des Regelwerks gefährdet die Stroke Unit des Krankenhauses in Borken.

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2 Kommentare zu Erhalt der „stroke unit“ in Borken rückt ein Stück näher.

  1. verärgerter Bürger // 8. Februar 2019 um 12:20 //

    >>>Ein Urteil des BSG interpretiert diese Regelung so, dass sich die halbe Stunde auf die Zeit zwischen der Entscheidung, ein Transportmittel anzufordern und der Übergabe des Patienten beim Kooperationspartner bezieht.<<<

    Konkret auf das Urteil bezogen, ist der Hinweis lediglich ein "politischer Hinweis".
    In der Praxis eher eine leere Hülse!

    Die "Praxis" zeigt, das am Wochenende zuerst mal ein Arzt
    "AUS GRONAU" nach Gescher kommen muss und der, aufgrund der "inzwischen verstrichenen Zeit", -s. obiger Text- eine Einweisung nicht mehr vornimmt!

    Was soll diese politische CDU – Beruhigungspille eigentlich bewirken?

    So lange die notwendige ärztliche Versorgung im Umfeld nicht genügend gesichert ist, sollte man aufhören, die Krankenkasse mit einem Zentrum, was nichts einhalten kann, nicht belasten.

    Erst recht sollte man es nicht dazu nutzen, um "politischen Profit" daraus zu schlagen.

  2. Ich bin letztes Jahr eine Woche vor Ostern auf Grund eines Schlaganfall oder Herzinfarkt eingeliefert worden, die Ärzte waren nicht in der Lage irgendetwas festzustellen, dann hatte ich letztes Jahr im Oktober wieder so ein Anfall und bin nach Stadtlohn zum Krankenhaus gebracht worden dort hat man nach einer Herzkateter Untersuchung sofort festgestellt das ich in Borken einen Herzinfarkt hatte, dazu kann ich nur sagen das man mich nicht mehr dort hinbringen braucht,dann lieber wieder nach Stadtlohn, die Kardiologie ist auf dem neuesten Stand, ich war sehr zufrieden da und das gesamte Team war super Toll und Freundlich.

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