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Mit Herpesvirus infiziert: 300 Rinder geschlachtet

Kreis Borken (pd). Bei routinemäßigen Laborkontrolluntersuchungen in Rinderbeständen im Kreis Borken sind wieder Rinder entdeckt worden, die mit dem Herpesvirus BHV1 (Bovine Herpesvirus 1) infiziert waren. Betroffen waren drei Betriebe im nördlichen Kreisgebiet. Fast 300 Rinder mußten geschlachtet werden.

Da die Infektion in der Regel ohne Krankheitssymptome verläuft, bemerken die Tierhalter die Ansteckung meistens nicht. Die Rinderbestände in Deutschland werden seit vielen Jahren regelmäßig auf BHV1 untersucht. Tiere, die dabei positiv reagieren, müssen aus dem Bestand entfernt werden, weil diese Infektion lebenslänglich besteht.

In einem Betrieb im Kreis Borken mussten 16 neu entdeckte Reagenten geschlachtet werden. In einem anderen Bestand waren es 4 Tiere. In einem dritten Betrieb mussten leider alle 276 Tiere im Bestand geschlachtet werden, weil sich dort bereits über 70 Prozent der Tiere infiziert hatten. Da das Rinderherpesvirus nicht auf Menschen übertragbar ist und die Tiere nicht erkrankt sind, bestehen gegen die Schlachtung keine Einwände.

Milchviehhalter sollten zugekaufte Tiere immer untersuchen lassen und beispielsweise bei Dienstleistern (Personen / Fahrzeuge) insbesondere aus EU-Nachbarländern ohne Sanierungsverfahren auf geeignete Hygienemaßnahmen achten.

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