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Hoher Bedarf an Kindergartenplätzen in Gescher

Alle Elternwünsche können erfüllt werden - Rechtsanspruch wird erfüllt.

Gescher (fjk). Für Brigitte Watermeier war es ein Heimspiel. Am Mittwochabend stellte sich die neue Jugendamtleiterein des Kreise Borken dem zuständigen Aussschuss vor. Brigitte Watermeier war den meisten Anwesenden bekannt. Die Diplom-Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin lebt in Gescher. 

Im Juli vergangenen Jahres wurde Frau Watermeier Leiterin des Kreisjugendamtes Borken.  Sie ist 52 Jahre alt, verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Die neue Leiterin berichtete über ihr Arbeitsfeld und präsentierte interessante Daten.

Wofür zahlt die Stadt Gescher die millionschwere Jugendamtsumlage? Das wolle sie kurz darstellen, sagte Watermeier.  Das Kreisjugendamt in Borken betreut 38.000 Kinder, davon 3.800 aus Gescher.

Brigitte Watermeier (2. von links) und Markus Grotendorst (3. von links) berichteten im Ausschuss über die aktuelle Kindergartensituation in Gescher. Größer? – Klick auf Bild!

Einer der Schwerpunkte ist die Kindergartenbedarfsplanung. Bis zum 15. 3. dieses Jahres muss der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz gewährleistet sein. „„Trotz Rekordnachfrage können wir für alle angemeldeten Kinder mit ihren derzeit bekannten Bedarfen die Betreuung im Ü3- und U3-Bereich sicherstellen,“ so Brigitte Watermeier.

Rund 70 Mio. Euro wird der Kreis Borken für die Betreuung ausgeben. Den Löwenanteil davon tragen das Land NRW und die Kommunen über die Umlage.

Markus Grotendorst ist im Jugendamt für die Kindertageseinrichtungen des Kreises zuständig. In einer aufwändigen Präsentation berichtet der Fachbereichsleiter über die aktuelle Situation in Gescher.

Danach ergibt sich für den Ortsteil Gescher (ohne Hochmoor) ein zusätzlicher Betreuungsbedarf von rund 20 U-3-Plätzen (1 Gruppe). Perspektivisch geht Grotendorst von weiteren Bedarfen für eine U3-Betreuung aus.

Die Ursachen sind in sogen. Bevölkerungsgewinnen aus Zu/Fortzügen und in der Zunahme von Flüchtlichskindern zu suchen. Hinzu käme, so Grotendorst, das vermehrt Eltern ihre Kinder im jüngeren Kindesalter und länger (45 Stunden-Buchung) anmelden.

In Gescher wirken ca. 18 bis 19 Personen in der sogen. Kindertagespflege mit. Weitere Kräfte werden dringend gesucht. Um den anstehenden Bedarf abzudecken, plane man die Einrichtung einer Großpflegetagesstelle.

In einer solchen Einrichtung gehen die Kinder zu einer Tagesmutter, die im Verbund mit einer anderen Tagesmutter arbeitet. In der Regel werden dort 9 Kinder betreut. Optimal ist die Unterbringung in einer separaten Wohnung.

Interessenten können sich beim Kreis Borken melden: Tel. 02861 822218

8 Kommentare zu Hoher Bedarf an Kindergartenplätzen in Gescher

  1. Franziska // 18. März 2019 um 05:23 //

    Schade, dass der Pankratiuskindergarten dieser Politik zum Opfer gefallen ist. Jetzt entsteht an gleicher Stelle wieder ein neuer Kindergarten unter katholischer Trägerschaft. Werden auch die ehemaligen Erzieherinnen wieder eingestellt? Das hätte man besser regeln können! Frauen und Kinder hatten das Nachsehen.

  2. Wie kann es denn sein, dass
    …man den alten Kindergarten in Tungerloh verkauft,
    … man den alten Pankratiuskindergarten abreißt und auflöst – mit der Begründung man habe Überhang
    …dann Herr Hense einen neuen Kindergarten baut
    …man dann feststellt, dass in Gescher zu wenig Kindergärten vorhanden sind
    Daraufhin entsteht in kirchlicher Trägerschaft ein neuer Kindergarten, Develop ertüchtigt einen betrieblichen Kindergarten…UND NUN FEHLEN PLÄTZE???
    Ich würde mal sagen mit Statistik und realistischer Prognose nimmt es die Stadt Gescher nicht so…

  3. Ein Bürger // 16. März 2019 um 14:51 //

    Da ist der Kita Neubau am Campus doch zu begrüßen. Auch wenn die Plätze da primär an Campus-Mitarbeiter-Kinder gehen. Viele der Mitarbeiter kommen ja selbst aus Gescher, und vermutlich dürfte auch noch Platz für „externe“ Kinder sein.

  4. gegangener Bürger // 16. März 2019 um 10:19 //

    Für mich ist die ganze Situation, nur noch eine Lachnummer, eine Betreuung durch das Jugendamt erscheint mir grundsätzlich zu bürokratisch, wenn man sich dazu mal in anderen Ländern der EU dazu umsieht, da kann man sehen wie einfach und effektiv sowas machbar ist und wäre! Allein schon der Umstand das beim Jugendamt die Betreuungsneuzugänge frisch von den Schulen kommen und nach wenigen Jahren in Mutterschutz gehen, kann eine zielführende Betreuung doch überhaupt nicht möglich sein! Das bedingt durch die DSGVO seit 25.05.2018 wird sicherlich nicht besser.
    Das sind Erfahrungen mit dem Jugendamt des Kreises Borken GF-Stelle Gescher der Vergangenheit und ich bin da sicherlich nicht der einzige!

  5. Kindergarten // 15. März 2019 um 21:36 //

    Vielen Dank „fjk“ und „eine Bürgerin “ für die Antworten. Danke auch für ihre Bemühungen.
    Dem Kreis Borken werden wir ein Einschreiben zukommen lassen.
    Telefonisch ist dem Kreis Jugendamt die Situation bekannt. Leider haben wir bis heute keine Rückmeldung erhalten. Schade. Ich werde es schriftlich auf jeden Fall probieren. Danke für die Info.
    Ein Kommentar nur noch hierzu:
    Wenn es eine Knappheit an Plätzen gibt, warum baut man dann neue Einrichtungen, die gerade erst eröffnet würden, nicht sofort größer? Das Problem wird uns die nächsten Jahre noch begleiten.
    Und der nächste Boom kommt in ein paar Jahren in unsere Schulen. Schade, dass wir „normalen Bürger “ nicht mit einbezogen werden.
    Ich danke Ihnen für die Antworten . Schönen Abend ihnen.
    Ps. Diese Seite gefällt mir sehr gut. Immer informativ und bürgernah – weiter so!

  6. Eine Bürgerin // 15. März 2019 um 20:52 //

    Soviel ich weiss, reichen „nur die Absagen der Kindergärten“ nicht, sondern man muss seinen Rechtsanspruch gegenüber dem KREIS BORKEN / KREISJUGENDAMT geltend machen (also zu Beweiszwecken am Besten schriftlich und per Einschreiben). Das sollten alle, die keinen Kindergartenplatz erhalten haben, machen (und sich diesbezüglich nicht nur auf den Kindergarten verlassen). Dann hat der Kreis Borken seine Zahlen vorliegen und kann besser planen. Dann stehen die Chancen auf jeden Fall besser, dass dann vielleicht neue Plätze geschaffen werden, z.B. durch Neubau, Anbau, zusätzliche Gruppe nur für Nachmittags (so wie früher im evang. Kiga) oder durch Tagesmütter. Könnte aber auch sein, dass der Kreis Borken / Kreisjugendamt sich dann direkt bei den Eltern meldet, weil ein Platz (vielleicht nicht unbedingt im Wunschkindergarten) z.B. durch Wegzug eines anderen Kiga-Kindes freigeworden ist. Deshalb ist es wichtig, dass das Kreisjugendamt die nötigen Infos von den Eltern hat.

  7. @Kindergarten

    GescherBlog ist Ihrer Beschwerde nachgegangen. Der Kreis Borken teilt dazu Folgendes mit:

    „Derartige Fälle wie von Ihnen beschrieben sind dem Kreisjugendamt Borken nicht bekannt.

    Falls Eltern allerdings in einem konkreten Einzelfall tatsächlich bislang nur Absagen vorliegen, bitten wir diese um unmittelbare Rückmeldung an das Kreisjugendamt unter der Rufnummer 02861/82-2203.

    Die Kolleg/inn/en dort kümmern sich dann darum.“

  8. Kindergarten // 15. März 2019 um 09:24 //

    Alle Elternwünsche werden erfüllt? Alle Kinder haben einen Rechtsanspruch? Komisch!
    Wir haben für unser Kind in KEINER Einrichtung in Gescher einen Kindergartenplatz bekommen. Wir sollen es nächstes Jahr noch einmal „probieren „.
    Vielleicht sollten wir beim nächsten Versuch der Anmeldung etwas beilegen?!

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