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Vandalismus im Naturschutzgebiet Fürstenkuhle

Kreis Borken erstattet Anzeige gegen Unbekannt.

Gescher (pd). Die „Fürstenkuhle“bei Hochmoor ist ein 99 ha großes Naturschutzgebiet. Sie hat sogar den Status eines Schutzgebietes von europäischem Interesse („FFH-Gebiet“), denn sie bietet vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Dort ist es zu Vandalismus gekommen, beklagen der Kreis Borken und die lokalen Naturschützer um Matthias Homann. 

Geschützt wird hier eine reiche Flora und Fauna, die zum Teil sehr empfindlich auf Störungen reagiert. Angesichts dieses besonders sensiblen Hintergrunds hat die Untere Naturschutzbehörde in Zusammenarbeit mit örtlichen Natur- und Heimatfreunden in den vergangenen Jahren ein Konzept entwickelt, wie das Areal dennoch in behutsamer Weise für die Öffentlichkeit geöffnet werden kann.

Nachdem die vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt wurden, kam es leider immer wieder zu Sachbeschädigungen, vor allem an installierten Wegesperren. Gerade jüngst gab es mehrere solche Vorfälle. Sogar Quad-Spuren wurden im Naturschutzgebiet festgestellt, berichtet  Matthias Homann vom Naturschutzverein Gescher.  Dies hat den Kreis nun veranlasst, Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen.

Hintergrund: Naturschutzgebiet „Fürstenkuhle“ in Gescher-Hochmoor

Das Naturschutzgebiet „Fürstenkuhle“ in Gescher-Hochmoor ist im Naturraum Westmünsterland einer der letzten erhalten gebliebenen Hochmoorreste mit typischer Vegetation (u. a. mit Moorschlenken-Pioniergesellschaften und Birken-Moorwald). Zusätzlich findet sich dort ein natürliches nährstoffarmes Gewässer (Heideweiher), das in seiner Größe und Ausstattung an Pflanzen und Tieren einzigartig in NRW ist.

Die Kombination dieser Lebensräume mit den sie umgebenden extensiven Grünländern ist ursächlich für die besondere Bedeutung für durchziehende Wat- und Wiesenvögel. In dem Gebiet existiert überdies eine der größten Moorfroschpopulationen in NRW – eine Amphibienart, die in NRW vom Aussterben bedroht ist.

Zudem leben hier zwei weitere, ebenfalls vom Aussterben bedrohte Arten, die Knoblauchkröte sowie die Kreuzotter.

2 Kommentare zu Vandalismus im Naturschutzgebiet Fürstenkuhle

  1. rolf nitsch // 25. März 2019 um 23:36 //

    Ich habe mir die Sache genau angeschaut,die Pfosten waren verfault und deswegen sind sie schon beim anlehnen umgefallen!!!

  2. Welche Vollidioten müssen mit sinnbefreiten „Quads“ durch ein Naturschutzgebiet rasen – vielleicht wissen die nicht mehr, was sie sonst mit den Dingern anfangen können?

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