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Raumkonzept für neue Pankratiusschule beschlossen

Schulleiterin Birgit Knauer: "Wir sind zu guten Kompromissen gekommen"

Gescher (fjk). Bei Gegenstimmen von UWG und FDP stimmten „Schulausschuss“ (GFBKS) und „Infrastrukturausschuss“ (ILU) am Mittwochabend dem Raumkonzept für die neue Pankratiusschule zu. Mit dem dem ersten Spatenstich könne Anfang Oktober gerechnet werden. Das teilte Architekt Dipl. Ing. Bernhard Kersting auf Anfrage von Matthias Homann, UWG, mit. 

Präsentierten den Ausschussmitgliedern das Raumkonzept der neuen Pankratiusschule. Von rechts: Architekt Bernhard Kersting, Bürgermeister Thomas Kerkhoff, Ausschussvorsitzender Wolfgang Brüggestrath, GRÜNE. Größer? – Klick auf Bild!

Vorausgegangen waren 4 Sitzungen von einem eigens gegründeten Arbeitskreis und einem Lenkungsausschuss. In den intensiven, überwiegend von Konsens geprägten, Arbeitssitzungen wurden folgende einvernehmliche Lösungen gefunden, die der Architekt den Ausschussmitgliedern vorstellte.

  1. Das Erdgeschoß des Neubaus wird höhengleich zum Straßen- und Schulhofniveau erschlossen.
  2. Das Erdgeschoß des Neubaus soll durch die Verwaltung genutzt werden.
  3. In den beiden Obergeschossen des Neubaus sollen jeweils 3 Klassenräume und 2 offene Differenzierungsbereiche entstehen.
  4. Der Übergang Neubau zum Bestandsgebäude erfolgt über Treppen oder einen Plattformlift.
  5. Lediglich das Souterrain des Bestandgebäudes wird nur über den Plattformlift oder aber über eine verbreiterte Treppe aus dem Bestandtreppenhaus erschlossen.
  6. Im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes der Pankratius-Schule sollen die OGS/ÜMI und der Werkraum angeordnet werden.
  7. Das Obergeschoss des Bestandsgebäudes soll 4 Klassenräume und 2 Differenzierungsräume erhalten.
  8. Im Dachgeschoss des Bestandsgebäudes werden ein Bewegungsraum und der Musikraum entstehen.
  9. Auf eine zentrale Lüftungsanlage wird verzichtet. Die Räume werden mit gut zu öffnenden und sicheren Fenstern sowie durchgehend mit CO²-Ampeln ausgestattet

Thomas Haveresch FDP

Thomas Haveresch, FDP, wollte wissen, ob auch eine Dachsanierung in den Planungen vorgesehen und wie hoch die Kosten hierfür anzusetzen seien.

Architekt Kersting sah zu einer solchen Sanierung keine Veranlassung. „Wir haben uns das alles genau angesehen.“

Auch das Holz sei soweit in Ordnung, das kein Handlungsbedarf bestehe.

Stephan Pierk, GRÜNE

Stephan Pierk, GRÜNE, erkundigte sich danach, ob die Schulleitung in die Planung ausreichend eingebunden gewesen sei.

Kersting bejahte das. Das Raumkonzept sei einvernehmlich im Arbeitskreis bzw. Lenkungsausschuss beraten worden.

Kerstin Uphues, zuständige Dezernentin, berichtete, auch die Elternpflegschaft sei über die Pläne informiert worden. Eine entsprechende Sitzung habe tags zuvor stattgefunden.

Birgit Knauer

Birgit Knauer, Schulleiterin der Pankratiusschule, bestätigte die gute Arbeit im Arbeitskreis und Lenkungsausschuss.

„Wir sind zu guten Kompromissen gekommen.“ Mit dem Ergebnis sei sie unter Berücksichtigung der Gegebenheiten zufrieden.

Es sei manchmal hart gerungen worden doch: „Die nötigen Kompromisse  haben wir gesucht und am Ende nach intensiver Arbeit gefunden,“ sagte die Chefin der Pankratiusschule.

Werner Bönning, UWG

Werner Bönning, UWG, war grundsätzlich unzufrieden. „Wir geben 6 Millionen Euro aus und ständig höre ich das Wort Kompromiss.“

Wie das weitergehen solle, erschließe sich ihm nicht, sagte er.  Bönning erinnerte an die Erfahrungen beim Bau des Schulzentrums.

Dort habe man im Nachhinein noch einmal knapp 2.5 Millionen Euro für Brandschutz hinlegen müssen. Am Ende stimmte die UWG gegen das Raumkonzept.

BM Thomas Kerkhoff

Bürgermeister Kerkhoff wies darauf hin, das Gebäude werde so saniert, dass es einem Neubau gleich komme. Natürlich würde man eine auf leerem Blatt Papier geplante Schule anders machen.

Er erinnerte daran, dass die zur Verfügung stehenden Mittel eben doch begrenzt seien. Man habe noch einige große Projekte vor der Brust. Kerkhoff nannte die Sanierungen am Schulzentrum, der Von-Galen-Schule und den Neubau eines Rettungszentrum.

Gescher sei noch immer hoch verschuldet. Schone heute liege die strukturelle Verschuldung der Stadt bei 47 Millionen Euro. „Wir müssen immer schauen, was machbar ist und nicht nur was wünschenswert ist.“

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2 Kommentare zu Raumkonzept für neue Pankratiusschule beschlossen

  1. Unbekannt // 31. März 2019 um 15:29 //

    Die Stadt sollte sich zuerst einmal darum kümmern, die 47 Millionen Euro irgendwie abzuzahlen, anstatt noch mehr Schulden anzuhäufen. Werden erneut 6 Millionen Euro ausgegeben, ist die Stadt schon bei 53 Miillionen Euro Schulden. So wie es bei der Gesamtschule schon war, wird für die Pankratius-Schule mit Sicherheit auch noch mehr ausgegeben, das bedeutet, dass die Stadt noch höher verschuldet sein wird! Aber natürlich, die Schulden die vom Bürgermeister verursacht werden, müssen durch Steuergelder der Bürger der Stadt Gescher wieder abgezahlt werden. Wahrscheinlich zahlt der Bürgermeister und die, die in diesen Umbau mit verwickelt sind nicht einen Cent! Es ist doch wie mit einem Hausbau oder mit einer Renovierung eines Hauses. Wenn ich mein Haus renovieren möchte, oder mir ein neues bauen möchte, kann ich das nur tun wenn ich genug Geld dafür habe. Würde mir die Stadt Gescher mit Spenden oder sonstigem dabei helfen mein Haus zu renovieren, egal wie nötig es wäre?! Nein, natürlich nicht! Mein Haus könnte gefährdet sein, einzustürzen und es würde niemanden interessieren. In der Pankratius Schule ist nichtmal etwas, was das lernen der Schüler beeinträchtigt… Wenn der Bürgermeister unbedingt mehr Schulden anhäufen muss, soll er das Geld doch bitte sinnvoll verprassen, anstatt für die Sanierung einer Schule, wo es soweit ich weiß keine Probleme gibt. Die Schule sieht von innen vielleicht nicht sehr gut aus, das tut die Gesamtschule teilweise und die Von Galen Schule jedoch auch nicht! In den ganzen Artikeln und Kommentaren wird nie angesprochen welchen Grund es für die Sanierung gibt und in der Gesamtschule wurde den Schülern gesagt, dass die Schule vor zwei Jahren den Verdacht auf Schimmelbefall hatte, der sich jedoch nicht bewahrheitet hat. Die Pankratius Schule hätte schon vor zwei Jahren in die Gesamtschule ziehen sollen, anstatt jetzt erst. So wie ich die Stadt mit ihren tollen Sanierungen kenne, wird die Pankratius Schule noch mindestens ein Jahr länger als geplant in der Gesamtschule verweilen, das heißt knapp 3 Jahre. Wie schon erwähnt, wenn der Bürgermeister unbedingt das Geld zum Fenster raus werfen muss, soll er es wenigstens sinnvoll tun. Man könnte beispielsweise eine Unterkunft für Obdachlose herrichten und den Menschen in Not hier helfen! Es gibt genug Menschen in Gescher, die Hilfe brauchen. Die einen haben nicht genug Geld für warmes Wasser, Heizöl oder Hygieneprodukte und kaufen sich von ihrem Geld nur das nötigste, andere bekommen nicht genug Rente um ein angemessenes Leben zu führen… Aber um sowas kümmert sich keiner, niemand achtet auf die Menschen die in unserer Umgebung kein gutes Leben führen können… Die meisten laufen an solchen Leuten vorbei und denken sich „Ihh der sieht ungepflegt aus“ oder „Mhh der hat aber gestunken“ vielleicht sogar auch „Der/die sieht hungrig aus“ aber Ihnen helfen? Das tut keiner. Sowas ist egoistisch. Aber die Menschen in Gescher nennen ja lieber die Schüler egoistisch, die erstens dazu aufgefordert wurden ihre Probleme in diesem Brief zu schildern(der mal nebenbei NIE veröffentlich werden sollte, das würde mit niemandem abgesprochen und der Bürgermeister hat das einfach so gemacht)und zweitens, die sich dafür einsetzen gut gebildet zu sein. Wenn ich könnte, würde ich am liebsten aus diesem blöden Kaff verschwinden.

    Von mir gibt es großen Respekt an die Schüler der Gesamtschule und sie tun mir leid, dass sie jetzt unter dem Problem der Grundschule leiden müssen! Auch großen Respekt an den Schulleiter der Gesamtschule, dass er sich so für seine Schüler einsetzt! Bürgermeister Kerkhoff und der Rest der dafür verantwortlich ist, wie es ist, haben ja mal wieder suuuuuuper Arbeit geleistet, die keinem in dieser Stadt weiterhilft.

  2. Frage mich ,was passiert wenn die Rezession kommt.

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