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Osterfeuer im Einklang mit Natur und Umweltschutz

Gescher (pd). Wie jedes Jahr zu Ostern laden am Osterwochenende die Osterfeuer  zum geselligen Miteinander ein. Osterfeuer unterliegen dabei der Rechtsprechung zu Brauchtumsfeuern. Dazu gehört, dass diese von ortsansässigen Vereinen oder Kirchen ausgerichtet werden müssen und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich sind, darauf weist die Landesnaturschutzbehörde in diesem Jahr besonders hin.

Für das sichere Abbrennen von Osterfeuern sind die Belange der Nachbarschaft und des Tierschutzes zu beachten. Abgebrannt werden darf ausschließlich naturbelassenes Holz sowie von Blättern befreiter Baum- und Strauchschnitt. Dabei soll das Holz möglichst trocken sein, um die Rauchentwicklung, und damit entstehende Verbrennungsprodukte wie Feinstaub und Kohlenmonoxid, so gering wie möglich zu halten.

Lackiertes und behandeltes Holz sind als Brennmaterial genauso verboten wie Sperrmüll, Altreifen oder Kunststoff. Beim Abbrennen dieser Materialien entstehen Stoffe, die die Gesundheit und die Umwelt stark belasten können.

Osterfeuer dienen ausschliesslich der Brauchtumspflege. Um Brauchtumsfeuer handelt es sich, wenn diese von Vereinen oder Institutionen öffentlich veranstaltet werden. Die Beseitigung von pflanzlichen oder anderweitigen Abfällen ist nicht gestattet, darauf weist das Ordnungsamt der Stadt Gescher hin.

Zum Schutz von Tieren ist der Holzhaufen kurz vor dem Anzünden umzuschichten. Denn  die meist arglosen Wildtiere fliehen oft nicht. Bevor das Feuer entzündet wird, nähern sich Menschen, was die brütenden Vogelweibchen oder andere im Holzhaufen verweilende Tiere in Angst versetzt. Sie tun instinktiv das, was bei der Annäherung eines Feindes in aller Regel sinnvoll ist: Sie verhalten sich bei einer Störung möglichst still und unauffällig. Brütende Vögel pressen sich flach in ihr Nest und fliegen nicht davon.

Igel, Wildkaninchen oder Amphibien, die sich unter dem Holz versteckt haben, bleiben dort und warten darauf, dass die Menschen verschwinden, um dann ungesehen entwischen zu können. Allerdings gehen die Menschen nicht weg, sie zünden vielmehr das Holz an und die Tiere sitzen in der tödlichen Falle.

Zu bedenken ist auch eine mögliche Brandgefahr durch den vom Feuer ausgehenden Funkenflug. Die gesetzlich festgelegten Sicherheitsabstände zu Gebäuden, Waldflächen und Wegen sind dabei strikt einzuhalten. Das Feuer ist ständig zu beaufsichtigen, und bei kräftigem Wind muss das Feuer gelöscht werden. Im Zweifel sollte auf das Anzünden verzichtet werden.

Jedes Osterfeuer muss durch das zuständige Ordnungsamt genehmigt werden.

Viele Städte und Gemeinden haben weitere Einzelheiten über die Durchführung von Brauchtumsfeuern festgelegt.

In Gescher wird, trotz erheblicher Feinstaubbelastung im vergangenen Jahr, am „alten“ Genehmigungsmodus festgehalten. So gab es in der Vergangenheit in manchen Jahren hundert und mehr Osterfeuer. Weitere Details zur sicheren Durchführung und zur Genehmigung von Brauchtumsfeuern sind in der Stadtverwaltung  zu erhalten. Tel. 02542 60320

Lies hier (mit Video): Ostern wieder Smog über Gescher?

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