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„Dann haun se mal ne Schnitzel inne Pfanne.“

Der Saal Tenbrock, ein Stück Geschichte der Glockenstadt, renoviert.

Gescher (fjk). Hotelier Michael Kösters ist mächtig stolz. Seit einigen Tagen erstrahlt der „Saal Tenbrock“ im Hotel Tenbrock in neuem Glanz. Umfangreiche Renovierungen geben Geschers geschichtsträchtigem Saal eine  frische Ausstrahlung. Mehr als 100 Jahre ist der Saal mittlerweile alt.. und heute wieder jung.

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Kein Gescheraner, der nicht schon einmal eine Familienfeierlichkeit, einen Vereinsanlass, eine Versammlung, einen Büttabend oder ähnliches dort erlebt hat. Der „Saal Tenbrock“ gehört zur Geschichte der Glockenstadt wie seine Glocken. Michael Kösters hat sich für den neuen, alten Saal einiges einfallen lassen. So können durch Lichteffekte unterschiedliche Stimmungen erzeugt werden.. von feierlich bis fröhlich.

Viele Geschichten und Anekdoten ranken sich um diesen Saal. Es begann schon beim Bau im Jahre 1905. Zu dieser Zeit gehörte die Glockenstadt noch zum Kreis Coesfeld. So wird berichtet, dass der Saal Tenbrock zu jener Zeit der größte im Kreis Coesfeld war. Das aber habe die Coesfelder nicht ruhen lassen und sie bauten kurz darauf die Stadthalle in der Kreisstadt Coesfeld.  Die erste Feierlichkeit im neuen „Stolz der Gescheraner“ war übrigens die Hochzeit einer Hueskertochter.

Der 7. September 1947 war in der hundertjährigen Geschichte zweifellos ein Höhepunkt. An diesem Tag weilte Deutschlands berühmtester Kanzler -Dr. Konrad Adenauer- in Gescher, im Saal Tenbrock. Ein Hauch Aufbruch in die Bundesrepublik wehte durch „das Dorf“.

Dr. Konrad Adenauer in Gescher. Aus Anlass des 1. CDU-Kreisparteitages besuchte der spätere 1. Kanzler der Bundesrepublick Deutschland die Glockenstadt. Er hielt am Sonntag, den 7. September hier eine Rede. Hinter Konrad Adenauer der CDU-Ortsparteivorsitzende von Gescher Kaufmann Mensing.

Die Allgemeine Zeitung schrieb aus Anlass des Besuches des späteren Kanzlers (1949) -damals noch CDU-Parteivorsitzender der britischen Zone Dr. Konrad Adenauer – vom CDU-Geist in der kleinsten Bauernschaft der Stadt Gescher.

Von Dr. Adenauer wird die Anekdote kolportiert, er habe in seiner jovialen, rheinischen Art dem Wirt Josef Tenbrock, Urgroßonkel von Michael Kösters,  zugerufen: „Dann haun se mal ne Schnitzel inne Pfanne.“ Dem späteren 1. Kanzler der Bundesrepupblick Deutschland soll Schnitzel mit Spiegelei serviert worden sein.

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