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Land NRW fördert Sanierung von Wirtschaftswegen

Gescher (pd/fjk). Das Land NRW stellt ab sofort Fördermittel für die Sanierung maroder Wirtschaftswege zur Verfügung. Damit sollen Kommunen Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Wirtschaftswegekonzepte erhalten. Im Topf sind 5.75 Millionen Euro. Anträge können ab sofort gestellt werden, das teilt das Landes-Umweltministerium mit.

Der Zuschuss zu entsprechenden Maßnahmen beträgt 60 % und maximal 500.000 Euro. „Ländliche Wege erfüllen viele Funktionen. Sie sind Lebensadern im ländlichen Raum“, erläuterte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser die Initiative.

Auch die Wirtschaftswege der Stadt Gescher, insgesamt mehr als 200 km, stellen für die Kommune ein fast unlösbares Investitionsvolumen dar. Gescher hat mit der in Kürze beabsichtigen Gründung eines Wirtschaftswegeverbandes viel beachtetes Neuland beschritten. Die spannende Frage:

Kann ein Wirtschaftswegeverband zukünftig auch öffentliche Förderungen erhalten?

BM Thomas Kerkhoff

„Wir prüfen gerade eine Möglichkeit auf Förderung für uns,“ antwortet Bürgermeister Kerkhoff auf diese Frage. „Nach der Förderrichtlinie sind auch Wasser-und Bodenverbände – also auch der geplante Wirtschaftswegeverband- förderfähig.“

Die Hoffnung, das Land werde alle Wege sanieren, müsse er jedoch deutlich dämpfen. Der „Födertopf“ sei aktuell „nur“ mit 5,75 Mio. EUR gefüllt. Das sei durchaus begrüßenswert, aber: „Unterstellt man Kosten von durchschnittlich 80.000 EUR Sanierung/Instandhaltung pro km, könnten landesweit jährlich gerade mal 72 km gefördert werden.“

Donnerstag vormerken: „Spareribs Buffet“ in Stein`s Landhaus Capellen

1 Kommentar zu Land NRW fördert Sanierung von Wirtschaftswegen

  1. Andreas Heumer // 10. Mai 2019 um 19:36 //

    Zwei Anmerkungen:
    Am 16.04.2019 habe ich unseren Bürgermeister über diesen Fördertopf informiert.
    Früh morgens am 17.04.2019 kam schnell die Antwort, „dass er gut über diese Fördermöglichkeiten informiert sei und man prüfe…“.
    Wenn es so, wie im obigen Bericht dargestellt ist, dass er in der zweiten Maiwoche immer noch prüft und noch nichts beantragt hat, muss man wohl von eine extrem schädlichen Handlungsweise sprechen zum Schaden der Gescheraner.

    Natürlich ist das ein Tropfen auf d. heißen Stein, wenn NRW 5,75 Mio für ganz NRW bereitstellt. Es heißt lt. Ministerin aber „erst mal(!) 5,75Mio.“.

    Es ist auch ohne Belang. 500000€ sind für Gescher 500000€ und bei solchen „Windhundverfahren“ kommt es auf Tage – wenn nicht sogar Stunden an.

    Ursache für die lange Prüfung des Bürgermeisters könnte der Umstand sein, dass es sich um eine 60% Förderung handelt und man keine Lust hat was beizusteuern.

    Es ist alles nur noch lachhaft und die Wege werden nie oder höchstens mit Schneckentempo durch den Verband saniert. Einzige Hoffnung ist die Initiative „ichzahldasnicht“

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