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Konzept der „nachhaltigen Ertragssteigerungen“ gescheitert:

Prof. Taube fordert „ökologische Intensivierung“der Landwirtschaft

Gescher/Halle (topagrar). Prof Friedhelm Taube hält es nicht länger für tolerierbar, wenn der Stickstoffüberschuss je Hektar und Jahr rund 100 kg beträgt. Er meint, die Spezialisierung im Ackerbau müsse ein Stück zurückgefahren werden, das berichtet aktuell topagrar-online.

*Foto: Fotolia

Anstatt weiter auf Höchsterträge abzuzielen, müsse es künftig darum gehen, hohe Ertragsniveaus zu halten, diese jedoch mit deutlich verbesserten Umweltleistungen zu verknüpfen und so den ökologischen Fußabdruck je Tonne Weizen und je Liter Milch zu minimieren, sagte Taube auf dem Symposium „Wege zu einer nachhaltigen Stickstoffwirtschaft“ in Halle.

Für den Institutsdirektor ist nicht länger tolerierbar, dass der Stickstoffüberschuss je Hektar und Jahr nach wie vor rund 100 kg beträgt. Dies bedeute, dass die mineralische Stickstoffdüngung exakt dem Überschuss entspreche oder umgerechnet mehr als 200 000 LKW-Ladungen Kalkammonsalpeterdünger jährlich in Deutschland direkt oder indirekt die Gewässer, die Luft und das Klima belasteten.

Lies den ganzen Beitrag auf topagrar-online. 

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2 Kommentare zu Konzept der „nachhaltigen Ertragssteigerungen“ gescheitert:

  1. Prof. Friedhelm Taube … lt. Andreas Heumer „unseriös“!

  2. Andreas Heumer // 13. Mai 2019 um 16:31 //

    Es gibt zwei Probleme.
    Zum einen interessieren sich Bürger nicht für Details und wenn ein Professor was sagt muss es ja stimmen und zum anderen ist die Branche nicht in der Lage, Innovationen zu veröffentlichen.

    Grundsätzlich ist die Düngung im Frühjahr eine reine Spekulation und letztendlich entscheidet das Wetter wie viel Dünger die Pflanze braucht. Im trockenen Sommer 2018 hätte man überhaupt den Mais nicht düngen brauchen weil dieser vertrocknete bevor er Ertrag bilden und Dünger verwerten konnte. Daran erkennt man schon, dass der Professor unseriös argumentiert.

    Richtig ist, dass ein Spitzenmais unter Labor Bedingungen ca. 90 kg Stickstoff braucht. Im Freiland gibt es Umwelteiflüsse und da sind 200kg nötig. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Differenz von 110 kg Stickstoff ins Wasser oder in die Luft geht, sondern die Pflanze verbraucht in der rauen Natur einfach mehr. Man könnte von einer Düngerverwertung bei Pflanzen sprechen, wie sich bei Tieren die Futterverwertung unter schlechten Bedingungen verschlechtert.

    Die Zukunft gewinnt man nicht mit Verboten und Abschaffen sondern mit Entwicklungen. Dies weiß man am IT Standort Gescher sicher sehr genau.

    Unten ein Video mit vielen Sachinfos. Wenn die Ertragserwartung schon spekulativ ist, sollte man wenigstens genau wissen was man an Inhaltstoffen durch den Wirtschaftsdünger ausbringt. Dies geschieht mit dem NIR Sensor der auch in Gescher 2019 zum ersten mal zum Einsatz gekommen ist.

    Auch im Film die sofortige Einarbeitung zu sehen. Dies nicht um die feinen Näschen der Städter zu schonen sondern um eine gute Düngeverwertung zu erzielen. Schlimm ist eigentlich, dass diese Verbesserungen nicht wahrgenommen werden. Frühe wurde gegüllt wenn die Grube voll war.
    Heute:

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