Newsticker

Anträge zum Klimaschutz: „Tun was man tun kann“

SPD, FDP: "Stadt muss den Auswirkungen des Klimawandels entgegenwirken"

Gescher (fjk). Die Auswirkungen der auf CO2-Ausstoß basierenden Lebensweise müssen eine Antwort auf kommunaler Ebene finden, das meinen Sozialdemokraten und Liberale im Rat der Stadt Gescher. In zwei ähnlichen Anträgen fordern sie, die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität für die Stadt festzulegen.

Der Planet Erde befindet sich bereits seit 30 Jahren in einem beispiellosen Notfall. Seit 1990 ist 75% der Biomasse der Insekten „verschwunden“. Auf auf Erde grassiert die größte Arten-Vernichtung seit dem Aussterben der Saurier! Dazu apokalyptische Wetterereignisse, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit. 7 Wirbelstürme gleichzeitig, der Meeresspiegel und die Temperaturen steigen exponentiell an, begründet die SPD ihren Antrag.

Die Wissenschaft prognostiziert verheerende Folgen für die menschliche Zivilisation. Auch Gescher könne sich dieser Entwicklung nicht entziehen, so die SPD-Fraktion in ihrem Antrag. Sie verbindet ihren Antrag mit dem Appell an Landes- und Bundesregierung, sich deutlich stärker als bisher am Klimaschutz zu orientieren. In Gescher selbst sollen alle Beschlüsse des Rates an den Klimaschutzzielen gemessen und bewertet werden. „Ja, positiv“ oder „Ja, negativ“

Ähnlich der Antrag der Liberalen. Sie stoßen sich allerdings an dem Begriff „Klimanotstand“. Es handele sich dabei um einen juristisch geprägten Begriff. Verfassungsrechtlich, zivilrechtlich und strafrechtlich habe die Ausrufung eines Notstandes unterschiedliche Folgen. In der Sache selbst geht es der Fraktion um Thomas Haveresch und Anne Hauling um die gleiche Zielrichtung: Um die Reduzierung des CO2-Aussstoßes in der Stadt Gescher.

Die Stadt soll hier zielgerichtete Massnahmen beschließen. Dazu sei es nötig, die CO2-Emissionen der Stadt erste einmal festzustellen. „Die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens sind auch auf kommunaler Ebene umzusetzen,“ so Anne Hauling, FDP.

Die Stadt Gescher ist in der Sache kein Vorreiter. Andere Städte sind weiter. Kostspielige Gutachten wurden bereits gemacht, derer kann sich die Stadt bedienen. Das die Gemeinde handeln muss, heben die Sozialdemokraten hervor: „Der Klimawandel ist nicht bloß ein Klimaproblem. Es kann nicht erwartet werden, dass die Lösung dieses Problems alleine durch Eigenverantwortung von Einzelpersonen erreicht wird. Es braucht zielführende Maßnahmen auf kommunaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene, um der drohenden Katastrophe entgegenzuwirken.

Die Anträge sollen in der Sitzung des Umweltausschusses am 26. Juni und im Rat am 10. Juli debattiert und beschlossen werden.


Greta Thunberg: „Tun was man tun kann“

Der BLUMENFREUND am Campus.. BUY LOCAL

1 Kommentar zu Anträge zum Klimaschutz: „Tun was man tun kann“

  1. Michael K. // 4. Juni 2019 um 12:57 //

    Zuallererst sollte man diese sog. „Komfortkaminöfen“ im privaten Wohnraum verbieten, das sind Feinstaub – und CO2-Schleudern par excellance und schaffen vor allem im Herbst bei Inversionswetterlagen Luftverschmutzungswerte wie damals in der Ostzone.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: