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Johannes Röring, CDU, tritt als Bauernpräsident zurück

Gescher/Vreden. Johannes Röring, CDU, hiesiger und einer der best bezahlten Bundestagsabgeordneten, tritt im Frühjahr 2020 als westfälisch-lippischer Bauernpräsident zurück. Das teilte er heute auf der  Verbandsausschusssitzung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) auf Gut Havichhorst mit.

*Foto: Johannes Röring

Der 60-jährige Bundestagsabgeordnete war erst im vergangenen Jahr für weitere drei Jahre im Amt bestätigt worden. „Nach intensiver Diskussion in der letzten Klausurtagung mit den Kreisvorständen und in Beratung mit meiner Familie und Bekannten, habe ich mich dazu entschieden, im Frühjahr 2020 von meinem Amt zurückzutreten,“ zitiert ihn das Agrarmagazin Topagrar.

Röring, Lobbyist und Bundestagsabgeordneter in Personalunion und Mehrfachfunktion, gilt als einer der umstrittensten Politiker im Deutschen Bundestag. Über die Gründe seines Rücktritts gibt es noch keine Verlautbarungen.

Nach dem von ihm mit initiierten Kastrationsdebakel und der Konfusion bei der Düngeverordnung kam jetzt  das „Faß“ offensichtlich zum Überlaufen. Röring galt seinerzeit als treibende Kraft bei der Flächenentkoppelung der Gülleausbringung von der Massentierhaltung. Mit verheerenden Folgen für Landwirtschaft, Natur und Wasserhaushalt.

Erst vor wenigen Tagen handelte er sich eine Rüge der Bundestagsverwaltung wegen nicht angemeldeter Nebeneinkünfte ein. Die Nebeneinkünfte des Vredener CDU-Bundestagsabgeordeneten kennt niemand genau. Insider schätzen sie auf mehr als 2 Millionen Euro.. jährlich!

Die Delegierten des Landesverbandsausschusses nahmen die Ankündigung seines Rücktritts zur Kenntnis.

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3 Kommentare zu Johannes Röring, CDU, tritt als Bauernpräsident zurück

  1. verägerter Bürger // 14. Juni 2019 um 10:20 //

    Auf die schwedische Schweinehaltung bezogen bedeutet es für Deutschland, neben der Subvention, auch noch für die Heilung der an resistenten Keime erkrankten, Unsummen zu zahlen.

    Wenn man zuerst die Leiharbeit ändern würde, wäre schon vieles gewonnen.

    Man erkennt aber gerade an der Schweinemast, was Subventionen alles „verderben“ können! Angefangen beim Wasser!

  2. Joe Zett // 12. Juni 2019 um 19:54 //

    Hallo, ich möchte mal den folgenden Inhalt der 3sat Mediathek empfehlen: Armes Schwein – fettes Geschäft. https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/armes-schwein-fettes-geschaeft-102.html

    Insbesondere die Schweden zeigen, wie es auch funktionieren kann.

  3. Andreas Heumer // 12. Juni 2019 um 14:55 //

    Heute der endlich ersehnte Landregen und diese gute Nachricht… Da kommt einem das Lied von den „Toten Hosen“ in den Sinn: „An Tagen wie diesen…

    Der 12. Juni 2019 ist ein guter Tag für die Landwirtschaft.

    Dennoch darf der Text oben nicht unkommentiert stehen bleiben. Nicht die „Entkopplung der Tierhaltung von der Fläche“ könnte eine Gefahr für Nitrateinträge bringen sondern die Kopplung von Tierhaltung und „Bio“gas war eine riskante Gesetzeslücke, die nun geschlossen wurde.

    Das Eber einen Geschlechtsgeruch entwickeln, kann man Röring auch nicht in die Schuhe schieben. Wenn Sie hier eine Lösung haben, Herr Kunst, schnell raus damit!

    Es hat sich in den letzten Monaten angekündigt, dass Bauern Röring das Vertrauen entzogen haben. Bauern sind aber gut beraten, der gesamten CDU das Vertrauen zu entziehen weil sich diese Richtung Grün bewegt und den Bereich Landwirtschaft wie eine heiße Kartoffel wird fallen lassen.

    In Deutschland wird sich auch mit dem Aussterben der Ferkelproduktion dieses Thema erledigen und wenn man die Ferkel in Dänemark oder Holland kastriert, ist das deutsch Gutmenschengewissen beruhigt.

    Deutschland rettet wie immer die Welt!

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