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Eichenprozessionsspinner bereitet Kommunen große Probleme

Bürgermeister und Beigeordnete berieten intensiv zum Eichenprozessionsspinner

Gescher/Reken (pd/fjk). Die Bürgermeister des Kreises trafen sich   am Mittwoch (26. Juni) in Reken.  Darüber berichtete Bürgermeister Kerkhoff in der Sitzung des „Umweltausschusses (ILU)“ am Mittwochabend. Nur wenige Themen seien  so unmittelbar interessant  wie die aktuelle Herausforderung durch den Eichenprozessionsspinner. „Das ist kein Gescheraner Einzelthema, das ganze Münsterland, ganz NRW ist betroffen,“ sagte der Bürgermeister.

Bürgermeistertreffen in Vreden. Bürgermeister Kerkhoff untere Reihe zweiter von rechts.

Die Kommunen berichten beim Bürgermeistertreffen, dass der Befall der Bäume in diesem Jahr extrem ist und trotz Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen erhebliche Probleme bereitet. In der Bevölkerung führt das intensive Auftreten des Eichenprozessionsspinners  zu Sorgen und der Erwartungshaltung, dass die Städte und Gemeinden das Problem schnell und effektiv beseitigen sollen.

Dieser Erwartungshaltung können die Kommunen mit ihren Bauhöfen und den beauftragten externen Unternehmen angesichts des massiven und flächendeckenden Befalls  trotz ihres erheblichen Einsatzes nur zum Teil gerecht werden. Priorität genießt deshalb der Innenbereich – dort insbesondere die Orte, an denen Kinder zu schützen sind, wie z. B. Schulen und Spielplätze. Manchmal können bestimmte Bereiche jedoch nur abgesperrt werden oder es wird durch Hinweisschilder gewarnt.

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auf Privatgrundstücken kann vor diesem Hintergrund nicht von den Kommunen geleistet werden, sondern liegt in der alleinigen Verantwortung der Privaten. Das führe oft zu Unverständnis und Missfallen beim Bürger, sagte Bürgermeister Kerkhoff. 

Die Entfernung des Eichenprozessionsspinner durch eine Fachfirma ist aufwändig und nicht ganz billig. Das größere Problem ist, dass man wegen der starken Nachfrage solcher Firmen kaum eine bekommt. *Foto: Nordblogger

Deshalb sei es wichtig, der Bevölkerung im Kreis Borken ehrlich mitzuteilen, dass das Problem nicht einfach zu beseitigen ist, und dass deshalb nach wie vor individuelle Vorsicht angebracht ist. Die AG der Bürgermeister und Beigeordneten wird sich auch weiterhin über die Herausforderung und die Erfahrungen mit dem Eichenprozessionsspinner austauschen, damit alle Städte und Gemeinden in den Folgejahren möglichst effizient reagieren können.

2 Kommentare zu Eichenprozessionsspinner bereitet Kommunen große Probleme

  1. Lütke // 30. Juni 2019 um 10:37 //

    Kein Wunder, dass der EPS Probleme bereitet. Immerhin hat man mit den ganzen Windrädern seine natürlichen Fressfeinde die Vögel aus Gescher vertrieben.

    Gescher, natürlich anders! Hoffe der Bürgermeister nimmt den EPS direkt mit nach Bocholt.

  2. JoeZett // 28. Juni 2019 um 07:29 //

    Mich würde mal interessieren, wie die aktuelle Lage am Freibad in Gescher bzgl. der EPS ist. Habe von mehreren Benutzern gehört, dass sie von den Brandhaaren der Raupen befallen wurden und Ausschlag bekommen haben. Werden oder würden am Freibad schon Maßnahmen getroffen die EPS zu entfernen?
    Danke für weitere Infos diesbezüglich!

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