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PlanET Biogastechnik aus Vreden zieht nach Gescher um

Rat stimmt Verkauf eines Gewerbegrundstücks an Biogasanlageplaner zu.

Gescher (fjk). Wer ist Mr. X?  Nie wurde eine Gewerbeansiedlung in Gescher mit größerer Spannung beobachtet. Dafür sorgte Bürgermeister Kerkhoff in der vergangenen Hauptausschusssitzung – wohl eher unfreiwillig:  Der Bürgermeister wollte  einen Blankoscheck für die Ansiedlung eines Gewerbebetriebes.. ohne den Namen des Betriebes zu nennen. Eine mehr als ungewöhnliche Vorgehensweise, doch  die Ausschussmitglieder winkten brüskiert ab.. Nicht mit uns!

Jörg Meyer zu Strohe, Chef der PlanET Biogastechnik aus Vreden, „is not amused“ über das Auftauchen der Presse.

Seitdem wurde kräftig gemunkelt und spekuliert. Bürgermeister Kerkhoff hatte angekündigt, um die Ansiedlung des Betriebes kämpfen zu wollen.

Spätestens als ein bekannter Unternehmer aus Vreden zur Ratssitzung am Mittwochabend im Vorraum des Ratssaales gesichtet wurde,  war die Identität von Mr. X gelüftet: Jörg Meyer zu Strohe, Geschäfsführer der PlanET Biogastechnik aus Vreden, wartete mit personeller Verstärkung auf seinen Auftritt vor den Ratsmitgliedern.

Es ging um den Erwerb eines ca. 14.000 qm großes Gewerbegrundstück in Gescher an der B 525. Wie heute morgen aus Vreden zu hören war, plant die Muttergesellschaft samt Tochterunternehmen den Umzug nach Gescher. Betroffen davon sind ca. 150 Mitarbeiter. PlanET Biogastechnik entwickelt und plant Biogasanlagen mit weltweiten Geschäftsbeziehungen. Der Umsatz soll zwischen 30 und 40 Millionen Euro/Jahr liegen.

Das Unternehmen, welches 2018 das 20-jährige Bestehen gefeiert hat, gehört zu den führenden, international tätigen Anbietern der Biogas-Branche. Man deckt dort Planung, Anlagenbau, RePowering, Biomethan und biologischen Service als Dienstleitungen ab. Weiteres Kerngeschäft sind Lösungen zur Vergärung biogener Abfallstoffe.

Der Einsatz von Jörg Meyer zu Strohe  war erfolgreich. Der Rat der Stadt Gescher stimmte der Ansiedlung des Betriebes in Gescher und dem Verkauf des Grundstücks zu. 

Nachdem nun die Entscheidung für die grundsätzliche Ansiedlung in Gescher gefallen ist, hat das Unternehmen auch seine Belegschaft sowie die Stadt Vreden informiert. Die Geschäftsleitung der Firma PlanET wird nun gemeinsam mit den Mitarbeitern zügig in die Detail- und Umsetzungsplanung gehen.

*Foto: Plantex/Husum/GescherBlog

7 Kommentare zu PlanET Biogastechnik aus Vreden zieht nach Gescher um

  1. Erna Jablonsky // 22. Juli 2019 um 14:12 //

    Liebe PlanET in Vreden,
    grundsaetzlich wird alles Neue in Gescher zunaechst einmal zerredet, zerstueckelt und absolut an die Wand genagelt denn, Gescher moechte nicht Modern werden; Gescher mag nur Schuetzenfeste und Karneval. Dat moderne Gedoense das mag ein alteingesessener Poalboerger nicht. Allerdings kriegt man Gescheraner sehr schnell rum, mit „Freibier“.
    Also, nicht verzagen und ruhig nach Gescher kommen! Schliesslich gibt es bald ein neues Thema z.B. „Bürgermeisterwahl?!“

  2. Steffen // 16. Juli 2019 um 12:18 //

    Zur Klarstellung:

    Die PlanET Biogas Gruppe wurde 1998 gegründet und baut seit dem Jahr 1999 die ersten eigenen Biogasanlagen. Diese Anlagen werden nicht am Firmenstandort gebaut, sondern beim Kunden auf der Baustelle. Das Firmengelände wird sehr wahrscheinlich als Lager genutzt für vorprodzuierte Bauteile oder für Ersatzteile. Durch den Bau des Standortes Gescher wird mit Sicherheit der Methan Anteil in der Luft nicht Steigen. Völliger Unsinn. Zumal man ja auch vorher schon in Facebook lesen konnte das sich eine Bürgerin beschwert es würde dann eine Geruchsbelästigung stattfinden.
    Was leider viele auch nicht wissen, das es aktuell auch schon Gescheraner unternehmen gibt die Teile für die PlanET herstellen.
    FÜr alle anderen die hier weiter spekulieren wäre ein Besuch auf der Internetseite der PlanET Gruppe wahrscheinlich Sinnvoll.

    Erst informieren dann meckern !

    https://planet-biogas.de/

  3. Planet produziert/baut meines Wissens Biogasanlagen und betreibt sie nicht!

  4. Michael aus Velen // 12. Juli 2019 um 20:08 //

    Das ist schon hoch spekulativ was Sie da vermuten und entbehrt wohl jeder Grundlage. Die „Güllekläranlage“ in Nord Velen hat enorme Startschwierigkeiten und das Land wird so schnell keine weitere Bürgschaft in schwindelerregender Höhe genehmigen, um so etwas zu realisieren. Aber vielleicht hilft Plan, wenn die Firma Röring Energieanlagen das dort nicht auf die Kette kriegt.

  5. verärgerter Bürger // 12. Juli 2019 um 18:26 //

    @ JW// 14.000 m² Grundstück und n u r „ein Gebäude“ darauf?
    Was sollte das für ein Gebäude werden?
    Es sei denn, die gesamte Produktion wird „in Gescher“ unter Dach vorgenommen.
    Warten wir es einfach mal ab. Evtl. kommt ja doch noch die Gülleverwertungsanlage nach Gescher, eben nur auf anderem Wege.

  6. Das Unternehmen verfolgt durch den Umzug mit Sicherheit nicht das primäre Ziel des Biogas-Ausbaus in Gescher und Umgebung. Das Unternehmen ist sehr stark international ausgerichtet. Außerdem wird hier keine Biogasanlage gebaut, sondern lediglich ein Firmengebäude. Von daher wird sich der Umzug nicht auf den Methangehalt in der Luft in Gescher auswirken.

  7. Bauernfreund // 11. Juli 2019 um 15:30 //

    Nun ja, Gescher ist nicht gerade die biogasfreundlichste Kommune, auch wenn dem Bürgermeister nachgesagt wird er sei/war ein Zuarbeiter des Biogaslobbyiysten Röring. Spannend bleibt sicher die Frage, wie die Gesellschaft mit der Produktion des klimaschädlichsten Gases Methan umgehen wird. Viele denken nur an Co2 und nicht an Methan.

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