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Mähdrescherbrand löst Vollalarm in Pröbsting aus

Schaden 500.000 Euro - Zwei Feuerwehrkameraden mit Kreislaufproblemen

Gescher (ffw). Gegen 19:25 Uhr wurde der Löschzug Hochmoor am Dienstagabend zu einem Feld- und Fahrzeugbrand nach Tungerloh Pröbsting gerufen. Schon auf der Anfahrt war eine große Rauchsäule zu erkennen. Auf einem Feld brannte ein Mähdrescher sowie eine etwa 400 m2 große Feldfläche. 

Die aktuelle Hitze setzte den Feuerwehrleuten beim Einsatz in Pröbsting zu. Zwei mussten mit Kreislaufproblemen behandelt werden. Foto: FFW

Die große Rauchsäule zog  viele Schaulustige an, die mit ihren Fahrzeugen teilweise die Anfahrt auf den schmalen Wirtschaftswegen behinderten.  Das Feuer drohte sich zu einem angrenzenden Hof auszubreiten. Es wurde sofort  auf Vollalarm für die Feuerwehr Gescher erhöht. Zudem wurden für die Wasserversorgung 3 Tanklöschfahrzeuge von den Feuerwehren Stadtlohn, Reken und Dülmen alarmiert. Benachbarte Landwirte eilten mit Güllefässern, Traktoren und einem Grubber zur Hilfe.

Der Mähdrescher wurde mit Wasser und im späteren Verlauf mit Schaum gelöscht. Zwei Kameraden mussten nach Ihrem Einsatz wegen Kreislaufprobleme vor Ort durch den DRK Orstverein sowie den zufällig vor Ort anwesenden Feuerwehrarzt Dr. Kuckuck aus Stadtlohn versorgt werden. Beide Kameraden erholten sich schnell und wurden aus dem weiteren Einsatz herausgelöst.

An dem Mähdrescher entstand ein Totalschaden und das Lohnunternehmen bezifferte den Schaden mit 500.000 EUR alleine für das Fahrzeug. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehren zusammen mit den umliegenden Landwirten konnte ein weiterer großer Schaden verhindert werden. Gegen etwa 22 Uhr waren alle Kräfte wieder zurück am Standort.

2 Kommentare zu Mähdrescherbrand löst Vollalarm in Pröbsting aus

  1. Andreas H. // 24. Juli 2019 um 14:23 //

    Bei so einem Ereignis weiß man wieder die Wichtigkeit der freiwilligen Feuerwehr einzuschätzen, die Katastrophen verhindert. Bei dieser Trockenheit und etwas mehr Wind, hätten mehrere Häuser betroffen sein können.

    Der Standort des abgebrannten Mähdreschers liegt etwa 150 Meter von der „alten NATO Pipeline“ DN 200 entfernt, die heute der Thyssenferngas gehört. Man geht davon aus, dass diese aktuell nicht in Betrieb ist.

    Der Drescher steht direkt auf der Trasse der geplanten Zeelink Pipeline (DN 1000). Mein Nachbar, der mit dem gelben Güllefass, meint, das macht überhaupt nichts wenn es über einer Pipeline brennt. Könnte man so sehen, muss aber von Experten erklärt werden und es sollte auch klar geregelt sein, wie man mit solchen Vorfällen dann umgeht und ob Einsatzkräfte einer Gefahr ausgesetzt sind oder nicht.

    Wenn also das Risiko gleich Null ist, kann man ja auch Osterfeuer direkt auf Gaspipelines veranstalten.

    Zur Klärung dieser Frage wäre sehr die Überprüfung wünschenswert, ob im Planfeststelluingsbeschluss diese Fragestellung ausreichend gewürdigt worden ist.

  2. Jasmin Ritter auf Facebook // 24. Juli 2019 um 10:46 //

    Es gibt doch immer wieder Deppen, die den Sinn der Rettungskräfte nie verstehen werden, ob dabei Menschenleben in Gefahr sein können interessiert die wenigsten.
    Hauptsache einmal diesen kick hautnah erleben und sich womöglich noch selbst in Gefahr bringen.

    (Die große Rauchsäule zog auch viele Schaulustige an, die mit ihren Fahrzeugen teilweise die Anfahrt auf den schmalen Wirtschaftswegen behinderten.)

    Wehe einer der Schaulustigen ist selbst in Gefahr, dann wird gejammert.
    Dank an alle Rettungskräfte, die trotz der Schaulustigen es geschafft haben wohlbehalten zu ihren Familien zurückkehren zu dürfen.

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