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Gefahr Mikroplastik auf Kunstrasenplätzen betrifft Gescher

Bürgermeister Kerkhoff: Wenn erforderlich, werden wir das umstellen

Gescher (fjk). Auf Sportvereine und Kommunen kommt ein Problem zu.  Das hat einen Namen: Mikroplastik in Kunstrasenplätzen. Konkret geht es dabei nicht um den Kunstrasen selbst, sondern um das zwischen den Plastikhalmen aufgebrachte Granulat. Das könnte ab 2022 verboten werden. Grund ist eine geplante EU-Richtlinie zur Vermeidung von Mikroplastik.

BM Thomas Kerkhoff

Betroffen wären dann auch die Kunstrasenplätze am Ahauser Damm, nicht der Platz in Hochmoor. Dort sei ein Hybrid-Rasenplatz installiert, wie Bürgermeister Kerkhoff auf Anfrage mitteilt. „In der Tat setzen wir auch Kunststoff-Granulate auf den Kunstrasenplätzen in Gescher ein. Hochmoor ist ein Hybrid-Rasen, dort nicht. Je nachdem was in der EU-Richtlinie steht und wie die Umsetzungsverpflichtung ist, werden wir das umstellen. Es gibt diverse andere Materialien, die sich ebenfalls eignen, so z.B. bestimmte Sande oder auch Kork.“

Markus Lammerding

Markus Lammerding

Markus Lammerding, SV Vereinsboss, sieht das Problem durchaus, ist aber optimistisch. „Das Problem wird gelöst werden.“ Er weist darauf hin, dass es Alternativen zum aktuell verwendeten Granulat gibt. „Den Hut in dieser Angelegenheit hat aber die Stadt auf,“ fügt der Vereinsvorsitzende hinzu.

Auf den meisten Kunstrasenplätzen in Deutschland wird ein Granulat aus Altreifen verwendet. Autoreifen aber sind schadstoffbelastet, zum Beispiel mit Zink. Und: Das Mikroplastik wird abgetragen, durch Wind oder Schuhsohlen. Nach einer Studie des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik rangieren die Verwehungen von Sportplätzen auf Rang fünf aller Quellen für Mikroplastik.

Das Umweltministerium ist um Glättung der Wogen bemüht: Betroffen von den möglichen neuen EU-Regeln seien nur neue Plätze – oder alte, wenn Granulat nachgefüllt werde. Dafür aber gebe es – Zitat: „offenbar“ – Alternativen. So habe man in Hamburg weniger gute Erfahrungen mit Kork, aber schon seit 2006 gute mit Quarzsand gemacht.

*Quelle/Foto: Deutschlandfunk

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