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Verwilderte und frei laufende Hauskatzen gefährden Artenvielfalt

Katzenhalter mit unkastrierten Freigängern handeln illegal

Gescher (fjk). Verwilderte und frei laufende Hauskatzen gefährden die Artenvielfalt. Insgesamt leben 14,8 Millionen Tiere in deutschen Haushalten, hinzu kommen rund 2 Millionen ohne Besitzer. Letztere töten nach Hochrechnungen jährlich mindestens 100 Millionen Vögel sowie 300 Millionen kleine Säugetiere und Reptilien. Deshalb hat der Kreis Borken zu Beginn des Jahres eine Verordnung zur Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen, die unkontrolliert freien Auslauf haben, erlassen.

Wird dieser Verordnung gefolgt? Der Kreis Borken ist zuversichtlich, teilt er auf Anfrage mit. Zwar sei es noch zu früh verbindliche Aussagen zu treffen aber nach Ablauf der Übergangsfrist zum 30.06.2019 zeichne sich ab, dass der Verordnung gefolgt werde. Es wird ausdrücklich festgestellt, dass Personen, die ihren nicht kastrierten Katzen Auslauf gewähren, illegal handeln.

Mit dem Erlass der Verordnung hebelte der Kreis einen Beschluss des Hauptausschusses der Stadt Gescher aus 2017 aus. Der hatte sich mehrheitlich der Empfehlung des Bürgermeisters angeschlossen, auf die Kastration von Katzen zu verzichten. Lediglich die Grünen votierten für eine Katzenverordnung zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung von Hauskatzen. Alle anderen Fraktionen folgten dem Vorschlag von Bürgermeister Kerkhoff. Der sah -man mag es kaum glauben- keinen Handlungsbedarf: „Eine abstrakte Gefahr besteht nicht,“ sagte der Verwaltungschef damals.

Der Kreis Borken geht davon aus, dass alle Kommunen des Kreises der neuen Verordnung folgen. Die Kommunen seien bei der Erarbeitung der Katzenschutzverordnung eingebunden gewesen. So sei mit den örtlichen Ordnungsämtern die Situation bezüglich freilaufender und freilebender Katzen genauso erörtert worden wie die geplanten Maßnahmen und die Umsetzung der Katzenschutzverordnung.

Um Auswirkungen der Verordnung erkennen zu können sollten mindestens die Erfahrungen von 12 Monaten vorliegen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht, dass im Ahauser Tierheim die Zahl der Fundkatzen rückläufig ist. Bis Ende Juli wurden dort im Vergleich zum Vorjahreszeitrum ca. 60 bis 70 Katzen weniger abgegeben. Eine eindeutige Erklärung dafür gibt es jedoch nicht.

Lies hier mehr: NABU lehnt Abschuss von Katzen ab.

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