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Niedrigseilgarten gestorben: „Verärgerung und Erleichterung“

Bürger sollen mithelfen, andere Standorte zu finden.

Gescher (fjk). Die Verantwortlichen der Bürgerstiftung sind sauer: Ihre Absicht, im Priesterwald am Berkeltal einen Niedrigseilgarten einzurichten, ist gescheitert – vorerst. Der Kreis Borken als Naturschutzbehörde lehnt ein solches Vorhaben ab. „Die Freizeitnutzung des Naturschutzgebietes Berkeltal sollte auf ein schutzverträgliches Maß gehalten werden“ Der Verschlechterung des Schutzgebietes durch einen Niedrigseilgarten  will man in Borken durch ein Verbot vorbeugen.

Einen Niedrigseilgarten, wie hier in Reken, soll es im Naturschutzgebiet Berkelaue nicht geben. Das hat der Kreis Borken unmissverständlich klar gemacht. Nun soll nach anderen Arealen in Gescher gesucht werden. Ideen der Bürger sind willkommen, heißt es von der Bürgerstiftung. Foto: hohemarktouristik.

Keine Frage: Die Bürgerstiftung hat sich für ihre Idee richtig in`s Zeug gelegt, zumal sie allein für die Idee Januar 2018 schon den Umweltpreis von Bürgermeister Kerkhoff verliehen bekam. Sachverständige wurden bemüht und intensive Gespräche mit dem Kreis Borken geführt.

Dort sah man sich einmal mehr als Hüter des Naturschutzanliegens und blieb bei seinem konsequenten Nein. Der Vorschlag des Kreises, einen Niedrigseilgarten auf einer Fläche im südlichen Berkeltal zu installieren, lehnen die Verantwortlichen der Stiftung ab: Zu teuer, schließlich gäbe es dort nicht einen einzigen Baum den man nutzen könnte.

Video: Thomas Rudde ahnte zumindest bei der Umweltpreisverleihung im Januar 2018, dass es Schwierigkeiten mit der Genehmigung geben würde. Jetzt hat der Kreis Borken als Naturschutzbehörde klar „NEIN“ gesagt. Rudde bittet die Bürger, alternative Standorte für einen Niedrigseilgarten in Gescher zu benennen. Die Idee sei noch nicht endgültig aufgegeben.

Die -vorauseilend- erhaltenen Spenden, auch das Preisgeld des Umweltpreises, will die Bürgerstiftung in Spielgeräte auf Spielplätzen im Stadtgebiet investieren.

Aufatmen indes bei den Naturschützern. Sie sahen die Idee eines Niedrigseilgartens im Naturschutzgebiet Berkelaue von Anfang an kritisch.

Franz-Josef Kunst

kommentiert: Beifall von der einen, stirnrunzeln von der anderen Seite. Schon bei der Verleihung des Umweltpreises waren sich nicht alle Anwesenden über die Sinnhaftigheit eines Niedrigseilgartens im Naturschutzgebiet Berkelaue einig.

Besonders skeptisch die Naturschützer. Sie atmen jetzt erleichtert auf.  Da wird der Kreis nicht mitmachen, so damals ihre berechtige Hoffnung und Zuversicht. Wenn es um Naturschutz geht, sind die Verhandlungsspielräume mit dem Kreis eng, sehr eng. Und das ist auch gut so. Naturschutz braucht Schutz!

Wenn die Bürgerstiftung etwas für den Naturschutz im Berkeltal tun will gibt es „unendliche“ Möglichkeiten, zu denen der Kreis gerne seine Zustimmung gibt. Die „richtigen“ Ideen sind gefragt.. 

Lies hier: GZ online – „Naturschutz ließ Pläne platzen“

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