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Verwirrspiel um Wettbüro neben Spielhalle

Gescher (fjk). „Kurz angebunden“ war Bürgermeister Kerkhoff auf eine Frage von Anne Hauling, FDP. Sie wollte in der Sitzung des Ausschusses für Generationen und Familie (GFBKS) wissen, wer im Rathaus die Zustimmung für den Bau eines Wettbüros an der Lindenstraße erteilt habe. Eine Antwort bekam sie nicht. Das sei Bestandteil eines laufenden Verwaltungsrechts- verfahrens, deshalb könne er dazu keine Angaben machen, wich der Bürgermeister deutlich aus.

Die Casino Star GmbH aus Gelsenkirchen, Geschäftsführer Tayfun Sönmez,  betreibt an der Lindenstraße seit geraumer Zeit eine Spielhalle. Jetzt soll diese zusätzlich um ein Wettbüro erweitert werden. Das könnte  mit Recht und Gesetz in Konflikt stehen. Danach dürfen Sportwetten in einem Gebäude oder Gebäudekomplex, in dem sich eine Spielhalle oder eine Spielbank befindet, nicht vermittelt werden.

BM Thomas Kerkhoff

Die Politik war bisher nicht in die Entscheidung für oder gegen eine Genehmigung eingebunden, auch nicht informell.  Bereits im vergangen Jahr erregte der Bürgermeister die Verärgerung der Stadtvertreter als dieser den Spielhallen an der Lindenstraße und dem Borkener Damm eine Betriebsgenehmigung erteilte, ohne Notwendigkeit und ohne Beteiligung der politischen Gremien.

Die politischen Gremien habe er nicht mit einbinden müssen, da es sich  um eine rein juristische Bewertung gehandelt habe, so der Bürgermeister damals. -Lies hier-  Der Rat hatte sich mehrfach für eine Eindämmung des Glückspiels in Gescher ausgesprochen.

Fakten geschaffen wurden indessen an der Lindenstraße. Das neue Wettbüro ist unter erheblichen Investitionen bereits fix und fertig eingerichtet. Kaum vorstellbar, dass es nicht zu einer Inbetriebnahme kommt. Die Eröffnung soll lt. Auskunft vor Ort in einer Woche sein.

Das Wettbüro befindet sich im hinteren Teil der Spielhalle. Ein Raum ist ausgestattet mit 3 Spielautomaten und einem Billardtisch. In einem weiteren, hinter der Rezeption, stehen die Wettautomaten. Dieser Raum verfügt ebenfalls über einen getrennten Eingang. Ein Hinweis, dass möglicherweise versucht werden soll, bestehende Vorschriften zu umgehen.

Weder der Geschäftsführer Tayfun Sönmez noch die Architektin Esma Bayram aus Marl waren telefonisch für eine Stellungnahme zu erreichen.

 

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