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„Gottes Mühlen mahlen langsam, die im Rathaus langsamer“

Digitalisierung der Ratsarbeit steht nach sechs Jahren wieder auf der Tagesordnung!

Gescher (fjk). Die Arbeit der Stadtvertreter und sachkundigen Bürger soll papierlos werden. Die Verwaltung schlägt vor, für die nächste Wahlperiode (2020-2025) IPads in der aktuellsten Version für alle Ratsmitglieder zu erwerben. Kosten insgesamt incl. Software 20.000 Euro. Bereits 2013 war ein ähnlicher Anlauf des damaligen Bürgermeisters Hubert Effkemann fehlgeschlagen. 

Wesentliche Mengen Papier könnten so eingespart werden, schreibt jetzt sein Nachfolger Bürgermeister Kerkhoff in der Sitzungsvorlage, die am kommenden Mittwoch im Hauptausschuss (ab 18.00 Uhr) beraten  werden soll. Es entfielen die Leerung der Fächer der Ratsmitglieder und der Postweg für Unterlagen der sachkundigen Bürger.

Insgesamt wird verwaltungsseitig vorgeschlagen, nun vollständig auf eine digitale Lösung bei der Bereitstellung der Sitzungsunterlagen zu setzen und hierfür den Ratsmitgliedern verpflichtend, sowie den sachkundigen Bürgern auf Antrag, die notwendige digitale Ausstattung in einem Gesamtpaket zur Verfügung zu stellen.

Die Endgeräte werden den Ratsmitgliedern im Rahmen der Mandatsausübung kostenlos überlassen und sind bei einer Zugehörigkeit zum Rat von unter 3 Jahren an die Stadt Gescher zurückzugeben. Nach einem Ausscheiden von über 3 Jahren Zugehörigkeit geht das Gerät in das Eigentum des Ratsmitgliedes über.

Die  sachkundigen Bürgern sollen auf Antrag ebenfalls ein digitales Endgerät erhalten. Dabei haben die sachkundigen Bürger entweder die Kosten für das Gerät, welches direkt in Ihr Eigentum übergeht, zu tragen oder können auf Antrag die Kosten mit Sitzungsgeldern aus der Teilnahme an Sitzungen verrechnen lassen, bis das Gerät in ihr Eigentum übergeht.

In der Sitzung wird ein Berater der Firma Sternberg die neuen Möglichkeiten der Software im Rahmen des Einsatzes mit einem Tablet darstellen.

Franz-Josef Kunst

kommentiert: Gottes Mühlen mahlen langsam, die in unserem Rathaus noch langsamer. Bereits 2013 versuchte der damalige Bürgermeister Hubert Effkemann die Ratsarbeit zu „digitalisieren.“  -Lies hier- Die Ratsvertreter konnten sich damals nicht auf ein Endgerät einigen und nicht wenige „hingen  an ihren lieb gewonnenen Papierbergen.“ Seit dem dümpelt das Projekt vor sich hin. Bürgermeister Kerkhoff muss sich die Frage gefallen lassen, was er in dieser Zeit in Sachen Digitalisierung gemacht hat? Nichts! Jetzt, zum Schluss seiner Dienstzeit in Gescher, kommt er damit um die Ecke. Und das auch nur halbherzig. Erst in der nächsten Legislaturperiode soll der Beschluss gelten. Nach mir die Sintflut oder vielleicht doch die Digitalisierung?  Das riecht nach „Feigenblattbeschluss.“ Warum nicht sofort? Am Anfang seiner Dienstzeit wäre sowieso der einzig richtige Zeitpunkt gewesen. 

Lies hier GB-Beitrag aus 2013: „Rathaus: Papierloses Kommunikationssystem kommt!

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