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Kauft die Stadt „Restruine“ an der Armlandstraße?

Gescher (fjk). Sie sieht nicht schön aus und ärgert viele Bürger jeden Tag: Die Restruine der ehemaligen Ratsschänke an der Armlandstraße. Der Investor, Frank Hense, hat zwischenzeitlich seine Absicht aufgegeben, hier einen Wohnkomplex zu errichten. Bürgermeister Kerkhoff will das Grundstück nun für die Stadt erwerben. Im Hauptausschuss -nichtöffentlicher Teil- wurde der Vorschlag des Bürgermeisters am Mittwochabend diskutiert.

Es habe keine Entscheidung gegeben, berichten Sitzungsteilnehmer. Die soll in der kommenden Ratssitzung am 25. September fallen. Zahlreiche Fragen der Fraktionen will der Bürgermeister in den nächsten Wochen beantworten. So die  nach dem Abbruch der Restruine. Wer trägt hier das Risiko und die Kosten? Was will die Stadt mit dem Grundstück anfangen? Konkrete Pläne habe der BM nicht vorgelegt, heisst es.

Bürger aus dem Umfeld begrüßen es, dass die Stadt jetzt eingreifen will. Sie erwarten allerdings auch einen Ansatz zur späteren Verwendung. Eiscafé Inhaber Roberto Dal Cin, als Nachbar direkt betroffen, findet die Idee aus dem Rathaus gut. Er meint, hier solle eine grüne Oase am Eingang der Stadt geschaffen werden.

BM Thomas Kerkhoff

Der Druck aus der Bürgerschaft ist nicht unerheblich. „Die Bürger erwarten, dass dort etwas passiert,“ bestätigt Bürgermeister Kerkhoff auf Anfrage. Das Kommunen Grundstücke kaufen sei nichts Ungewöhnliches.

Bei einem Grundstück in dieser Innenstadtlage müsse sich eine Stadt immer fragen, ob sie  ein Kaufinteresse habe. „Ich habe den Stadtvertretern diese Option aufgewiesen, sie müssen jetzt entscheiden.“

Frank Hense

Frank Hense, Eigentümer der Immobilie stellt klar: „Es ist falsch, wenn  angenommen wird,  ich hätte meine Absicht einen Wohnkomplex zu errichten aufgegeben. Richtig ist vielmehr, dass es nicht ohne Mithilfe der benachbarten Eigentümer geht.

Diese und Ihre vermeintlichen Berater zeigen keine positive Gestaltungsbereitschaft und diese Herrschaften blockieren  einen Fortgang und nicht etwa ich.

Es hat viele Gespräche mit der Bauordnungsbehörde Borken und mit der Stadt Gescher gegeben, aber leider hat sich eine Dame gegenüber allen Einigungsvorschlägen starrsinnig gezeigt. Gescher halt – natürlich anders. Ich hätte grosse Lust gehabt, das Projekt umzusetzen – geht aber nicht!“

10 Kommentare zu Kauft die Stadt „Restruine“ an der Armlandstraße?

  1. Das ist doch eine sehr gute Idee. Bevor das Grundstück noch Jahrelang verkommt kann man besser was Sinnvolles damit machen. Wenn der Preis stimmt und die Bedingungen ok sind sollte man es kaufen. Strategisch sinnvoll… vielleicht kann man die Nachbarhäuser mit integrieren und etwas ganz neues aufbauen… wir haben doch viel zu wenige Wohnungen in der Stadt. Unter könnte man schicke Ladenlokale planen und nach hinten raus und in die Höhe schicke Wohnungen für all die Menschen die nach Gescher ziehen möchten. Laut diverser Aussagen haben wir ja zu wenige Wohnungen und es ziehen immer mehr Menschen nach Gescher die z.B. auf dem „Campus“ arbeiten…. hoch lebe der Bürgermeister!!!!

  2. verärgerte Bürgerin // 20. September 2019 um 07:23 //

    Ganz nach dem Motto „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt.“
    In Wirklichkeit sieht die Welt aber anders aus.
    Hr. H. übernehmen Sie endlich Verantwortung.

  3. Es ist eine Unverschämtheit, wenn die Stadt jetzt das Grundstück kauft. Womöglich noch teuer einkauft, da ja Innenstadtlage! Wer übernimmt denn dann die folgenden Kosten? Die Stadt? Von unseren Steuergeldern? Ich bin richtig sauer!!! Warum wurde nicht VOR ABBRUCH mit den Nachbarn alles richtig geklärt?
    Wenn es um die Gebühren für Anlieger bei Straßenneubau geht, heißt es“ kein Geld da!“ Aber bei diesem Ruinengrundstück ist das natürlich anders.

  4. Ich glaube, dass Herr Hense (den man warum auch immer Investor nennt)
    im Wohn- und Gewerbebau noch sehr unerfahren ist.
    Vor ca.30 Jahren gab es in Ostdeutschland davon viele.
    Die Ergebnisse sind hinreichend bekannt.

  5. Neues aus der Hensestadt Gescher – Oder mein Freund der Bürgermeister
    So könnte- in meinen Augen -die Überschrift in der AZ auch geheißen haben. Wie schon bei anderen Projekten kann sich Herr H. sicher sein, dass – wenn eines siner Projekte scheitert – der BM mit seiner „Schwarzel und mittlerweile mehr als dunkelgrünen Mehrheit“ in die Bresche springt.Entweder recht Gewinnbringend oder mit einem Risiko behaftet. Nach meinen Informationen haben schon mehrere Abbruchunternehmen nach einer Besichtigung der Baustelle abgwunken, weil sie das Risko eines Einsturzes des Nebengebäude nicht tragen wollten.Aber warscheinlich ist das Grundstück für die Stadt Gescher wie die sauteure „Strategisch wichtige Blumenwiese“ an der Hauptstraße. Und der feine Herr Hense beschwert sich das Bürgerinnen und Bürger ihr Eigentum schützen wollen? Das schlägt dem Fass den Boden aus.Wir leben immer noch in einem Rechtsstaat.
    Der Bürgermeister wir wahrscheinlich eine große Lücke hinterlassen. Die kann man jetzt schon mal besichtigen.
    Willi

  6. gegangener Bürger // 12. September 2019 um 21:58 //

    Schuld sind mal wieder die anderen!

  7. verärgerter Bürger // 12. September 2019 um 20:21 //

    Der „Investor“ stellt klar:

    „Richtig ist vielmehr, dass es nicht ohne Mithilfe der benachbarten
    Eigentümer geht.“

    „Diese und Ihre vermeintlichen Berater zeigen keine
    positive Gestaltungsbereitschaft und diese
    Herrschaften blockieren einen Fortgang und nicht
    etwa ich.“

    Obigen Text bzw. die Aussage des Investors muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
    Der werte Herr schreibt von „Herrschaften“.
    Erwartet aber im Umkehrschluss, IHN wie einen Herscher zu bedienen.

    Was ist das eigentlich für eine starrsinnige Einstellung?
    Da versucht jemand einen Neubau durch zu ziehen, völlig ohne jegliche Rücksicht auf das Umfeld und brüskiert sich dann auch noch, wenn seine Pläne nicht verwirklicht werden können.
    Der Investor hätte VORHER auf die Nachbarn zugehen müssen!

    Nur mal so als Anmerkung, D A S hat mit Gescher und von wegen anders, nichts, aber gar nichts am Hut.
    Das ist einfach lediglich geltendes Recht!

    Ich hatte zu Beginn der Baumaßnahme schon dazu geschrieben und meine Vermutung dazu geäußert. Das scheint jetzt für den Investor nicht auf zu gehen.

  8. Regentler // 12. September 2019 um 16:00 //

    Unglaublich! Mehr fällt mir dazu im Momnent nicht ein.

  9. verärgerte Bürgerin // 12. September 2019 um 15:12 //

    Was soll man dazu sagen???
    Der Investor gibt „einfach“ seinen Plan auf!!! Das kann nicht angehen, dass die Stadt nun das Grundstück mit Ruine für teures Geld erwirbt!

    So bitte nicht!

  10. verärgerter Bürger // 12. September 2019 um 13:32 //

    Auch nach einem Ankauf der Restruine ist „das Problem“ nicht beseitigt.
    Was passiert mit dem noch bestehendem Gebäude?
    Warum will die Stadt sich finanziell ins Zeug legen für einen „Investor“?
    Wer als Investor auftritt, sollte auch „für Risiken“ gerade stehen!

    Dem „Investor“ wurden an verschiedenen Stellen in Gescher nicht nur eine Hand, sondern ganze Händeparaden gereicht. Warum eigentlich nun erneut?
    Warum soll die Stadt dafür gerade stehen, wenn das „angrenzende“ Gebäude in absehbarer Zeit einstürzt?
    Wer haftet eigentlich dafür und W E R zahlt das dann?
    Kauft der „heutige“ Investor dann das Grundstück zurück? Für welchen Preis?
    Es dürfte an der Zeit sein, vom „Investor“ Abstand zu nehmen.
    Inzwischen hat es ein Geschmäckle.

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