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Bauern fühlen sich an den Pranger gestellt

Senden/Gescher – (wn). Im Rahmen der Klimaschutzwochen im Kreis Coesfeld stellt die Gemeinde Senden als eine von einer Reihe von Aktionen die Ausstellung „Irrweg Pestizide“ vom NABU aus. Auf 12 Tafeln soll auf negative Auswirkungen des Einsatzes von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft aufmerksam gemacht werden, thematisiert werden unter anderem das Artensterben, das Pestizid Glyphosat, der globale Welthandel mit Lebensmitteln sowie Strategien der ökologischen Landwirtschaft. Bei der Ausstellungseröffnung kam es zu Tumulten, das berichten die Westfälischen Nachrichten.

Für die Landwirte des Sendener Ortsvereins, die bei der Eröffnung am Sonntag ihre Wut deutlich machten, ist die Botschaft der Ausstellung eindeutig: „Hier wird ein gesamter Berufsstand unter Generalverdacht gestellt und angeklagt“, meint Landwirtin Mechthild Aundrup . Die Tafeln würden Tatsachen darstellen, die auf kommunaler Ebene schlichtweg falsch und nicht anwendbar seien Aufgrund der Demo konnte die Eröffnung nicht planmäßig stattfinden und lediglich zwei Gäste besuchten die Veranstaltung, blieben jedoch auch nicht für den NABU-Film über das Artensterben, der im Anschluss gezeigt wurde.

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1 Kommentar zu Bauern fühlen sich an den Pranger gestellt

  1. Brigitte B. // 18. September 2019 um 12:04 //

    So wie ich den Bericht in den WN lese, der hier verkürzt dargestellt wird, wird mit der Ausstellung eher für ökologische Landwirtschaft geworben.

    Ich verstehe die Landwirte, die allmählich merken, wie verfehlt die derzeitige Agrarpolitik des ständigen Wachstums auf Kosten von Umwelt, Nachhaltigkeit, ja auch auf Kosten des Haushaltseinkommens der Landwirte,
    ist.
    Wählt endlich diese Lobbyisten der industriellen Landwirtschaft wie Röring und Rukwied ab.

    Im Grunde wollen wir alle, Verbraucher und Landwirte, doch eine intakte Natur, Tiere, die in ihrem kurzen Leben artgerecht gehalten werden, Felder, auf denen mehr als Mais steht.
    Und dafür bezahle ich gerne auch schon jetzt einen höheren Preis für meine Lebensmittel.

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