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„Zukunft der Glockengießerei muss diskutiert werden“

Machbarkeitsstudie zur Entwicklung der Innenstadt vorgestellt

Gescher (fjk). In der letzten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses präsentierte Bürgermeister Kerkhoff seine Visionen über die zukünftige Entwicklung der Glockenstadt. Sieben zukunftsorientierte Projekte erläuterte Thomas Kerkhoff dem Publikum. GescherBlog stellt einige der Ideen des Bürgermeisters vor. Heute: Innenstadtentwicklung rund um`s Rathaus.

„Das ist das Spektakulärste was ich Ihnen heute bieten kann,“ so begann Bürgermeister Kerkhoff seinen Vortrag im Bau- und Planungsausschuss. Er präsentierte Stadtvertretern und Besuchern, unter ihnen die Vertreter der Banken, ein Machbarkeitsstudie zur Entwicklung der Innenstadt rund um das Rathaus. Auf einer Fläche von ca. 5.000 qm will der Bürgermeister dort zukünftig den Fokus auf die Entwicklung von Wohnraum legen und ca. 40 Wohnungen, barrierefrei,   lt. Machbarkeitsstudie schaffen.

Blau.. mögliche neue Gebäude, vornehmlich Wohnungen. In der Mitte ein großer Parkplatz, direkt daneben die Glockgießerei. Größer? – Klick auf Bild!

Infrage stellt der Verwaltungschef die Existenz der Inselstraße. Diese sei zwar historisch gewachsen erfülle aber keine wirkliche Funktion, sagte Kerkhoff. Ebenso machte der Bürgermeister in einem späteren Pressegespräch deutlich, dass   die Rathauskunst „Spiel um 6 Grad“ für ihn zur Disposition steht.

Die Glockengießerei ist in die Planungen mit einbezogen. Sie wird -nach der Machbarkeitsstudie- als aktiver Betrieb dort weiterhin präsent sein und zum Rathaus hin geöffnet werden. Die jetzige Tiefgarage im Rathaus wird entfallen. Durch den neu geschaffenen Parkplatz soll erreicht werden, dass die umliegenden Wohngebäude, Glockengießerei usw. erreichbar sind.

Zügig -Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres– will die Verwaltung mit der Entwicklung von entsprechenden Bauplänen beginnen.

Franz-Josef Kunst

kommentiert: Die Idee, dem  Straßendorf Gescher an dieser Stelle einen Mittelpunkt zu geben, ist nicht neu und den Fokus auf zeitgerechtes Wohnen zu legen  nur folgerichtig. Eine Entwicklung in diese Richtung hätte man schon vor 20 Jahren beginnen müssen. Stationären Einzelhandel wie früher wird es in Zukunft nicht mehr geben, das ist klar.  Dennoch geht der Verwaltungschef einem zentralen Problem aus dem Wege: Die Zukunft der Glockengießerei. Er will sie als Industriebetrieb an dieser Stelle erhalten. Aber ist ein stinkender, rauchender Betrieb in einem modernen Stadtzentrum mit deutlicher Gewichtung auf Wohnen hinnehmbar? Kritiker sagen nein. Die Glockengießerei müsse zwar als kulturhistorischer und touristischer Hotspot erhalten bleiben… Fertigung, Glockenguß und Produktion gehörten aber in ein Industriegebiet. An dieser Frage könnte alles scheitern, deshalb muss darüber diskutiert werden. 

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