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Windkraftpotenzial: Die Zukunft ist Wasserstoff

Gescher/Berlin: Die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern zur Herstellung von Wasserstoff ist die Chance für eine klimafreundliche Wärme- und Treibstoffversorgung. Besonders für Windkraftanlagenbetreiber an der Westküste Schleswig-Holsteins mit ihrem Überangebot an Grünstrom bietet die Wasserstoffproduktion wirtschaftliche Potenziale. Das ergab eine Studie der Firma IPP ESN Power Engineering aus Kiel, die der Kreistag Nordfriesland zusammen mit der Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH) in Auftrag gegeben hatte.

Neues Geschäftsmodell
„Die Herstellung von Wasserstoff per Elektrolyse mit Hilfe von Windstrom kann sich zu einem neuen Geschäftsmodell für Windparkbetreiber entwickeln“, erklärt EE.SH-Projektmanagerin Sina Clorius: „Alle Abfallsammelfahrzeuge in Schleswig-Holstein könnten mit Elektrolyse-Wasserstoff aus dem Strom von etwa einem Drittel der Windenergieanlagen betrieben werden, die im Jahr 2020 aus der EEG-Förderung fallen.“

Deutlich weniger CO₂-Emissionen
Laut Studie steht der CO₂-Emission von 16 Kilogramm auf 100 Kilometer bei einem Benzin-PKW 1 Kilogramm pro 100 Kilometer bei Wasserstoff aus Grünstrom gegenüber. Wo keine chemische Industrie den Wasserstoff als Grundstoff für ihre Produkte verbrauchen kann, bietet sich deshalb an, das Gas als Treibstoff für Pkw, Lkw, Busse, Triebwagen der Bahn, Fähren oder Abfallsammelfahrzeuge zu verwenden.

Die Studie errechnet – ohne adäquate CO₂-Bepreisung – auch in einigen Jahren weiterhin einen Förderbedarf für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, gibt jedoch zu bedenken, dass eine EU-Richtlinie ab 2025 verbindliche Anteile für Fahrzeuge mit klimaneutralen Antrieben in den Fuhrparks der öffentlichen Hand und öffentlicher Unternehmen vorschreibt.

Quelle: topagrar

Lies hier: „Studie: Deutschland muss massiv auf Wasserstoff setzen“

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