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Was man sich so in der Kaffeepause im Rathaus erzählt..

Stadt soll Schul- und Kindergartenentwicklung auf falsche Prognosen geplant haben

Gescher (fjk). In Gescher sind die  Paare fleißiger und nachtaktiver als von der Verwaltung erwartet: Auf jeden Fall, so hört man aus dem Rathaus, sind die bisher angenommenen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in der Glockenstadt offensichtlich falsch. In Gescher wird es mehr Kinder als geplant geben. Für die Schulen ist man bisher von rückläufigen Zahlen ausgegangen. Das scheint Schnee von gestern zu sein: Im Verwaltungsvorstand im Rathaus diskutiert man einen neuen Kindergarten für die Glockenstadt. 

Nach nicht bestätigten Informationen hat sich die Katholische Kirchengemeinde bereit erklärt, zu helfen. Man sei bereit, einen weiteren Kindergarten zu bauen. Diese Nachricht ist deshalb überraschend weil die Kirche bisher immer erklärt hatte, sie wolle keine weiteren Kindergärten bauen. Das sei eine grundsätzliche Strategie aus Münster und gelte auch für Gescher.

Möglicherweise soll aber auch ein sanierungsbedürftiger -katholischer- Kindergarten geschlossen und durch einen neuen, größeren ersetzt werden.  Die Stadt denkt hier an einen Grundstückstausch. Man liebäugelt mit einem Standort im zukünftigen Baugebiet Schultenrott.

Franz-Josef Kunst

kommentiert: Ich kann die Worte Transparenz oder noch schlimmer „Gläsernes Rathaus“ nicht mehr hören. Nichts, aber auch gar nichts ist zu dieser Thematik im politischen, sprich öffentlichen Raum bisher angekommen. Alles wird wieder im „stillen Kämmerlein“ verhackt, restlos am Bürger vorbei.

Der wünscht sich sehr wohl einen neuen Kindergarten, aber einen der sich bitte schön an den Bedürfnissen von Eltern und Kindern orientiert: Flexible Betreuungsstrukturen, dem Berufsleben angepasste Öffnungszeiten usw. Kann oder will die Kirche das leisten? Ein wenig Transparenz und Bürgerbeteiligung mehr darf`s schon sein, Herr Bürgermeister. 

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7 Kommentare zu Was man sich so in der Kaffeepause im Rathaus erzählt..

  1. @Dave
    Ihre Kritik haben Sie sich doch ein wenig zusammenkonstruiert, scheint mir so. Reichlich viel Interpretation. Möge jeder den Beitrag lesen und seine Meinung selbst finden.
    Die Fakten sind klar. Schon frühzeitig, z. B. bei der Diskussion um die zukünftige Dimensionierung der Pankratiusschule, hat die Politik im Rat darauf hingewiesen, dass die Verwaltung von falschen Zahlen ausgeht. Was die Entwicklung im Kindergartenbereich betrifft, ist die Stadt Gescher immer hinterher gehinkt. Übrigens kein überwiegendes Verschulden der Stadt.. hier hat der Kreis den Hut auf.
    Was das „intransparente Vorgehen“ betrifft, verhindert man (wer ist man?) eine Diskussion darüber, welche Art von Kindergarten brauchen wir in Gescher in Zukunft? Den Bedürfnissen von Eltern und Kindern oder den Vorgaben der Kirche entsprechend. Der Campus zeigt wie man`s macht..

  2. „Das scheint“, „nach nicht bestätigten Informationen“, „möglicherweise“, „so hört man“… Herr Kunst, Sie mögen zwar manchmal gut informiert sein, aber so wie Sie es hier darstellen, ist dieser Artikel reine Spekulation und wirkt wie ein Haschen nach Aufmerksamkeit für ihren Blog. Wie können Sie wissen, was an den Zahlen der Bevölkerungsentwicklung so „offensichtlich falsch“ ist, wenn Sie selbst diese Zahlen doch nur vom Hörensagen kennen? Amüsant auch, dass Sie die „nicht bestätigten Informationen“ zwei Sätze später dem Leser als Nachricht verkaufen.

    Wenn dieser Artikel stellvertredend für die Art ist, wie der öffentliche Diskurs in Gescher geführt wird, dann ist es nicht verwunderlich, dass die Verwaltung sich noch nicht an die Gescheraner Bürger gewandt hat. Handfeste Beweise, dass alles „restlos“ am Bürger vorbei besiegelt wurde, bringen Sie nicht. Schlimmer noch: ihr Kommentar suggeriert dem Leser, die Verwaltung plane gemeinsam mit der Kirche einen Kindergarten an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder und Eltern vorbei. Sie vergiften somit bereits im Vorfeld den soeben genannten öffentlichen Diskurs ohne das Benennen von tatsächlichen Fakten.

    Ihr Beitrag ist nicht investigativ, sondern rein spekulativ und bewegt sich leider nocht nicht einmal auf Bild-Zeitung-Niveau.

  3. besorgte Mami // 17. Oktober 2019 um 00:59 //

    Hauptsache die Kinder bekommen auch alle einen Platz in der Schule. Noch könnte man die Pläne der Pankratius Schule anpassen.

  4. Brigitte B. // 15. Oktober 2019 um 23:31 //

    Zitat Kritiker:
    „Irgendjemnaden fällt auf, dass die Zahlen nicht stimmen, dann plant man ein wenig. “

    So stelle ich mir verantwortungsvolle und vorausschauende Stadtplanung vor!
    (Achtung: Das ist Ironie!)

  5. Erzieherin // 15. Oktober 2019 um 23:10 //

    Nicht schon wieder…die Gescheraner vermehren sich in ungeahntem Ausmaß! Da muss man wohl ein bisschen zurück blicken um zu verstehen, wie sich die Sache verhält und was für Fehlentscheidungen dahinter stecken.
    Da behauptet man zunächst vor ein paar Jahren, es gibt einen Überhang an Kindergartenplätzen. Der Kindergarten in Tungerloh wird aufgelöst und verkauft. Dann löst man den Pankratius Kindergarten auf, reißt ihn ab. Es wird ein weiterer Kindergarten von Herrn Hense gebaut (leider ohne Schwimmbad). Kurz später stellt man fest, dass Kindergartenplätze fehlen, also wird am alten Standort Pankratius ein neuer Pankratius Kindergarten gebaut.
    Erneut fehlen Plätze, ein betriebseigener Kindergarten auf dem Campus wird gebaut.
    Und 2019 stellt man fest: Es fehlen Kindergartenplätze! Natürlich möchte man das Thema lieber hinter verschlossenen Türen behandeln..
    @ Kritiker: Bekanntmachung dieser Peinlichkeit ist Kategorie „absolut nötig“! Es könnte sich ja mal etwas ändern…

  6. zumeistinteressierteleserin // 15. Oktober 2019 um 21:26 //

    @Kritiker: Ich bin ganz Ihrer Meinung!

  7. Kritiker // 15. Oktober 2019 um 17:17 //

    Wieder nur ein Grund gegen den Bürgermeister zu ledern, aber was anderes kennt man ja auch kaum hier, sei es vom Verfasser selbst oder auch ein Großteil der hier Anwesenden.

    Das ist doch vollkommen normal, dass sowas erst intern läuft. Irgendjemnaden fällt auf, dass die Zahlen nicht stimmen, dann plant man ein wenig. Dass man wirklich überall einen Grund sucht zum Kritiseren, ohne dass etwas vorgefallen ist macht das hier nicht besser.

    Wenn es etwas zum Beschließen gibt und man keine Infos an die Öffentlichkeit herangetreten hat, dann kann man kritisieren, aber man kann doch nicht erwarten, dass alles immer an die Öffentlichkeit gehen muss. Schlimm sowas.
    Echt….

    Viel schlimmer ist, dass es für viele Gescheraner Meckerköppe wieder ein Grund ist gegen alles Stimmung zu machen.

    Herr Kunst, bitte hören Sie auf mit dieser Art von Stimmungsmache. Ihrer Arbeit in aller Ehren, aber das ist wirklich Kategorie unnötig.

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