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Baustopp am Parkplatz Eleonore-Stein-Straße

Keine Gefahr, Schwermetalle können nicht entweichen

Gescher (fjk/pd). Der Bau des Parkplatzes an der Eleonore-Stein-Straße mußte abrupt gestoppt werden. Die Beschaffenheit des Untergrundes macht Probleme. Es gibt keine, wie angenommen, 40 cm dicke Schottertrageschicht sondern nur einen 15 cm dicken Hochofenschlackeeinbau. Die gute Nachricht: Die enthaltenen Schadstoffe wie Schwermetalle usw. können nicht entweichen und stellen  keine Gefahr dar, so eine Pressemitteilung der Verwaltung. 

Darin heißt es: „Nachdem die Bauarbeiten am Parkplatz Elionore-Stein-Straße erst am 07.10.2019 angelaufen waren, musste jetzt leider in der 42. KW ein Baustopp über die Maßnahme verhängt werden und das beauftragte Unternehmen wieder von der Baustelle abrücken.

Grund für den Baustopp die die Beschaffenheit des Untergrundes. Im Rahmen der Vorbereitenden Planungen hatte die Stadt Gescher ein Bodengutachten durch einen Sachverständigen aus dem Kreis Steinfurt anfertigen lassen. Dieses bescheinigte mittels dreier Proben einen Untergrund aus einer Schottertragschicht der Stärke von ca. 40 cm. Auf Basis dieser Annahme wurde die weitere Ausführungsplanung vorgenommen.

Bei den nun erfolgten Arbeiten stellte sich jedoch heraus, dass tatsächlich keine Schottertragschicht, sondern Hochofenschlacke in einer Stärke von max. 15 cm auf dem gesamten Parkplatz als Untergrund verbaut ist. Aufgrund dieses geänderten Untergrundaufbaus, kann die bisherige Planung so nicht weiter umgesetzt werden, sondern muss in Höhenplanung und Ausführungsplanung angepasst werden.

Gefahren durch das Material Hochofenschlacke bestehen nicht. Enthaltende Stoffe wie, z.B. Schwermetalle sind darin fest gebunden und können nicht entweichen. Dennoch wird jetzt im Rahmen der neuen Planung insgesamt ein anderer Aufbau durch eine Schottertragschicht notwendig, sodass der bisherige Unterbau komplett ausgebaut wird. Dies ist notwendig, damit dauerhaft eine Wasserdurchlässigkeit der Tragschicht besteht und im Rahmen der Gesamtmaßnahme durch die Baufirma ein Gewährleistungsanspruch gegeben wird.

Derzeit prüft die Stadt Regressansprüche gegen das Sachverständigenbüro, da einwandfrei feststeht, dass das Bodengutachten an keiner Probenentnahmestelle auf die nicht ausreichende Tiefe oder das Material Hochofenschlacke hingewiesen hat und insofern Mehrkosten auf dem fehlerhaften Bodengutachten beruhen.

Insgesamt wird sich die Abwicklung der Bau-Maßnahme um 6-8 Wochen verzögern. Wie bereits erwähnt, wurde auf dem Schulhof der leerstehenden Pankratius-Grundschule ein Interimsparkplatz eingerichtet und Parkflächen dort ausgezeichnet, der nun anstelle des Parkplatzes Elionore-Stein-Straße genutzt werden kann.

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1 Kommentar zu Baustopp am Parkplatz Eleonore-Stein-Straße

  1. Ich bins // 20. Oktober 2019 um 21:19 //

    Hätte man nicht vorher ein Gutachten über das Gutachterbuero holen können, besser wäre noch gewesen, die Politiker hätten sich ein Spaten v. Hagebaumarkt ausgeliehen und selber mal ein paar Proben genommen. Das wäre wesentlich schneller gegangen, und tausende Euros wären in Bürgers Taschen geblieben. Aber Geld was einem nicht gehört, kann man ja so einfach aus dem offenen Fenster werfen.

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