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Unausgereifte Vision: Mehrfamilienhaus am Grenzlandring

Gescher (fjk). Bürgermeister Kerkhoff stellte am Mittwoch seine Vorstellungen zur Wohnbebauung in der Glockenstadt vor. Eine seiner Ideen: Ein Mehrfamilienhaus am Grenzlandring neben dem Regenrückhaltebecken. Dort in einem schmalen Streifen möchte der Bürgermeister preiswerten Wohnraum realisieren. Ursprünglich sei die Fläche als Straßenparzelle angedacht gewesen, so der Bürgermeister in seinem Vortrag. Dagegen wächst allerdings der Widerstand der Nachbarn. 

Die Anlieger hätten kein Interesse an der Straße, zumal eine solche auch Kosten für sie bedeuten würde. „Wir haben mit allen Nachbarn gesprochen und ihnen die Flächen zum Buchwert angeboten. Davon seien die Nachbarn nicht begeistert gewesen,“ stellte Kerkhoff fest.  Unter Buchwert verkaufen, käme nicht infrage. Damit sei er sich mit dem Kämmerer einig. „Deshalb verfolgen wir das nicht weiter“.

Wir brauchen auch Wohnungen für Menschen, die nicht über viel Einkommen verfügen ohne in „der Sicherung“ zu sein, favorisierte Kerkhoff seine Absicht, hier ein Mehrfamilienhaus zu errichten. Der  Bürgermeister stellte ein erstes Modell mit Laubengang und Gemeinschaftsparkfläche vor.

Mit dem bisherigen Verfahren sind die Nachbarn (Mühlenweg) nicht sehr zufrieden. Sie beklagen die mangelnde Transparenz. Hier würden über ihren Kopf hinweg Fakten geschaffen.  „Wenn wir was wissen wollen, müssen wir Gescherblog lesen,“ macht einer von Ihnen seinem Unmut luft. Mindestens ein halbes Dutzend Nachbarn seien daran interessiert, Grund und Boden zu  erwerben. Grundsätzlich halte man die Idee, auf dem schmalen Streifen ein Mehrfamilienhaus zu errichten, nicht für sehr glücklich. „Die Bedenken sind groß“.

Indirekt ging der Bürgermeister in seinem Vortrag auf diese Kritik ein. Er habe zwar auch gehört, dass nun doch einige Nachbarn an einem Grunderwerb interessiert seien, aber: „Wir denken weiter in alle Richtungen.“

*Foto Wohnanlage Motiv, kein Original

4 Kommentare zu Unausgereifte Vision: Mehrfamilienhaus am Grenzlandring

  1. Gut, die Anwohner des Mühlenweges sollten in die Planung mit einbezogen werden, aber die grundsätzliche Idee, mehr Wohnraum in Gescher zu schaffen, und zwar nicht nur Einfamilienhäuser, halte ich für eine gute Idee.

    Die Einwohner werden älter, und nicht jede/r will ins betreute Wohnen ziehen.
    Auch junge Familien können oder wollen sich nicht immer ein Haus leisten.

  2. interessierter Bürger // 14. November 2019 um 23:32 //

    Ich weiß gar nicht was dagegen spricht?? Ich finde die Idee gut. Das ist doch eine tote Fläche und Wohnungen werden gesucht. Ich finde der Bürgermeister macht einen grandiosen Job. Wird schwer einen vergleichbaren zu finden.
    Immer das ganze Rumgenöle hier… freut Euch doch einfach mal darüber das Gescher sich gut entwickelt

  3. Hans Grimm // 14. November 2019 um 23:28 //

    Warum verwirklicht der Noch-Bürgermeister sowas nicht in Bocholt

  4. Anwohner Mühlenweg // 14. November 2019 um 19:04 //

    Mehr Transparenz wäre wirklich wünschenswert! Es gibt Anwohner des Mühlenweges, die bis heute auf eine Einladung zu einem neuen Austausch warten! Bei dem letzten Treffen hieß es, dass ein neues nach der Sommerpause stattfinden würde! Da fragt man sich, wie lange pausiert wird… die Interessen der Anwohner finden keine Berücksichtigung!

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