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Bürgermeister-Stichwahlen vor Verfassungsgericht

Gescher (Radio/WMW). Soll es bei den Bürgermeisterwahlen eine Stichwahl geben? Diese Frage wollen die Richter am NRW-Verfassungsgericht in Münster ab heute (Di. 19.11.) beantworten. Die Landesregierung aus CDU und FDP hatte im Sommer die Stichwahl bei Kommunalwahlen abgeschafft.

Im nächsten Jahr sind Bürgermeister- und Landratswahlen im Westmünsterland. Und eigentlich sollte es keine Stichwahl mehr geben. So will es die schwarz-gelbe Landesregierung. Die rot-grüne Opposition ist damit nicht einverstanden und hat eine Beschwerde eingereicht.

Damit befasst sich ab heute der NRW-Verfassungsgerichtshof in Münster. RADIO WMW-Politikexperte Klaus Schubert von der Uni Münster sieht es, wie die Opposition. Er sagt, die Stichwahlen sind wichtig für unsere Demokratie:

„Es geht darum wirklich mit offenem Visier der Bürgerschaft zu zeigen : Ich will Bürgermeister, Bürgermeisterin werden.“

Rückblick:
In Gescher gab es bisher nur eine Stichwahl. Die 1999 zwischen Heiner Theßling, SPD, und Hans Beuker, CDU. Nach der ersten Wahlrunde lag Beuker nur um ganz wenige Stimmen unter der absoluten Mehrheit. In der nachfolgenden Stichwahl verlor er überraschend gegen Heiner Theßling. Der wurde danach zum beliebtesten Bürgermeister der letzten Jahrzehnte. Ein Beispiel das zeigt, dass die Stichwahl doch ein Stück wichtige Bürgerdemokratie ist.

In Gescher und Bocholt, dorthin möchte sich Bürgermeister Kerkhoff verändern, könnte es für die Außenseiter aus anderen Parteien oder parteilose Kandidaten mit einer Stichwahl eher klappen. Ansonsten sind die CDU-Kandidaten klare Favoriten.

*Quelle: Radio WMW

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