Newsticker

Jusos machen mobil gegen Geburtstourismus nach Bocholt

Gescher/Borken (pd). Die Geburtshilfestation am Borkener St. Marien-Hospital soll 2022 schließen. Nach den Vorstellungen der Geschäftsführung des Klinikums Westmünsterland, soll ab diesem Zeitpunkt der werdenden Mutter aus Borken und der näheren Umgebung nur das Kreißen in Bocholt möglich sein. Als Gründe für diesen angestrebten Geburtstourismus werden die Sicherstellung der Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit angegeben.

Dagegen machen die Jusos, auch aus Gescher, mobil.  Seit der Abkehr vom Kostendeckungsprinzip und Einführung der Fallpauschale sowie der Öffnung für private Betreiber im Gesundheitswesen steht der Mensch nicht mehr im Mittelpunkt , sondern  nur noch der Kostenfaktor für den Klinikbetreiber werde betrachtet, schließt sich inhaltlich die Jugendorganisation der SPD um Christian Schultewolter aus Hochmoor an.

Vergessen werde, dass gerade im ländlichen Bereich der Mensch dabei schnell auf der Strecke bleibt. Beim Thema Geburtshilfe wird es sogar in Ballungsräumen langsam knapp. Eine Geburt sei nicht nur ein schönes, sondern auch ein sensibles und sehr intimes Thema. Eine Betreuung durch ein und dieselbe Hebamme vor, während und nach der Geburt ist nach wie vor  ein erstrebenswerter Zustand.

Politik und Bürger sind  gefragt, zusammen für „ihre“ Geburtshilfe zu kämpfen, damit werdende Mütter und deren Familien eines der intensivsten Erlebnisse des Lebens möglichst nahe an ihrem gewohnten Umfeld erleben und genießen können, damit wir unsere Neugeborenen „nicht aus Bocholt importieren“ müssen und damit die Kreisstadt eine „Kreiß“stadt bleibt und damit auch in zukünftigen Personalausweisen als Geburtsort „Borken“ steht.

Hier geht`s direkt zur Petition

*Foto: pixabay.com

4 Kommentare zu Jusos machen mobil gegen Geburtstourismus nach Bocholt

  1. Nach der Schließung in Stadtlohn jetzt auch Borken. Soo schade!! Wer wie ich, nach der Schließung in Stadtlohn, sein Kind in einem überfüllten Krankenhaus zur Welt bringen durfte, weiß wovon ich spreche. Zweibettzimmer belegt mit drei Müttern, plus die Neugeborenen. Das war nicht lustig!! Da geht man freiwillig nach Hause, obwohl das Stillen usw nicht klappt, weil einem Keiner wirklich helfen kann.
    DIE ZEIT FEHLTE !!!
    Schade, das kleine Würmchen drunter leiden müssen. Traurig, das mit unserer nächsten Generation so umgegangen wird. Ich glaube, wir sollten uns Gedanken machen, wie sie mit uns umgehen wird.

  2. gegangener Bürger // 21. November 2019 um 08:46 //

    Deutschland schafft sich ab, das beginnt schon damit nicht vernüftig auf die Welt zu kommen! Was mussen sich die Bürger noch alles bieten lassen!!

  3. Kerkhoff B. // 21. November 2019 um 08:08 //

    Das Land wird eisern durch Schwarz regiert keine Chance.

  4. Ist schon schlimm, wie unser Gesundheitswesen den wirtschaftlichen Faktoren unterliegt.
    Meiner Meinung nach müßten Krankenhäuseer etc. hoheitlich – genauso wie das Finanzamt – betrachtet werden und der Mensch im Vordergrund stehen und nicht, wieviel die Betreiber erwirtschaften.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: