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Geschers Einzelhandel vor großen Veränderungen

k+k und EDEKA treiben Entwicklung voran

Gescher (fjk). Rolf Geyer, Leiter der Abteilung Expanision und Bau bei Klaas & Kock, stellte am Mittwochabend die Pläne seines Unternehmens zur Errichtung eines neuen k+k-Marktes am Grenzlandring vor. Ein Grundstück in der Größe von ca. 20.000 qm hat der mittelständische Discounter bereits vor geraumer Zeit erworben.

Die Absichten von k+k, und die von EDEKA, werden die Einzelhandelssituation in Gescher ganz neu ordnen. Rund um die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses und aus Gesprächen mit Beobachtern zeichnet sich folgendes, mögliche Bild ab:

k+k-Center, Grenzlandring
Der neue k+k-Markt an dieser Stelle wird das Angebot des Discounters aus Gronau in Gescher umstrukturieren und modernisieren. Die Anwohner stehen dem Projekt teilweise skeptisch gegenüber. Möglicher Zeitpunkt der Inbetriebnahme: ca. 2 bis 3 Jahre. Realisierungsperspektive: Fast sicher.

EDEKA-Center, Pankratiusstraße
Die Umsetzung des größten Einzelhandelsprojektes sollte bereits erfolgt sein. Grunderwerb und aufwendige Planungen verursachten einen erheblichen Zeitverzug. Jetzt hört man  aus Münster (Strothmann), evtl. werde man mit den Bauarbeiten  2020 noch beginnen können. Die Kolve-Immobilie soll im Frühjahr nächsten Jahres abgebrochen werden. Realisierungsperspektive: Sicher,  1 bis 3 Jahre.

k+k-Markt an der Hofstraße
Der Markt ist von den Planungen nicht betroffen. „Wir sind mit der Entwicklung dort zufrieden, er könnte aber mal renoviert werden,“ so Rolf Geyer von k+k in der Ausschusssitzung.

k+k-Markt bei Aldi, Am Hellweig/Farbrikstraße
Wie am Rande der Sitzung zu hören war, wird der k+k-Markt Ende Januar 2020 schließen. Das Gebäude ist zwischenzeitlich im Eigentum von Strothmann/Münster (EDEKA).

k+k-Markt, Stadtlohner Straße (neben Hagebau)
Auch dieser Markt wird von k+k aufgegeben. Geyer betonte, man sei  nicht Eigentümer des Gebäudes sondern nur Mieter. Der Eigentümer sieht alle Optionen bei sich: Vom Verkauf bis zur Neuvermietung. Konkrete Planungen gebe es  noch nicht. Auf jeden Fall wird der Markt bis zur Realisierung des neuen k+k-Centers am Grenzlandring weiter betrieben werden. Perpektive: 2 bis 3 Jahre.

Rolf Eismann

Bleibt die Frage welchen Einfluss die Entwicklung auf EDEKA, Rolf Eismann, dem letzten lokalen Nahversorger, haben wird? Nach Geyer, k+k, ist für einen betriebswirtschaftlich vertretbaren Standort ein Umfeld von 4.000 Einwohnern erforderlich.

Durch das neue Baugebiet Schultenrott ist diese Voraussetzung gewährleistet. Besser als in Hochmoor, da scheint der Zug wohl abgefahren.  Und wer wollte in Gescher schon auf EDEKA-Rolf Eismann verzichten wollen.. ?

5 Kommentare zu Geschers Einzelhandel vor großen Veränderungen

  1. Johannes Seifer // 1. Dezember 2019 um 13:27 //

    Danke, Rolf.
    Hallo „Bürger“,

    die Mehrfläche ergibt sich aus:
    Edeka Stroetmann 2.500qm
    K+K 1.600qm
    macht gesamt 4.100qm
    Die bisherigen K+K-Flächen werden ja nicht abgerissen,
    sondern anderweitig durch Handel genutzt werden.
    Daher empfehle ich dringend eine professionelle und neutrale Analyse der gesamten Auswirkungen.
    Schönen 1. Advent

  2. Vielen Dank für die lobenden Worte(an ich), die bekommen wir nicht so oft.
    Im Ganzen bin ich mit Johannes Seifer einer Meinung.
    Nahversorger sind Kleinflächenkonzepte die für große Einkaufsketten nicht lukrativ sind, betreiben kann man solche Kleinflächen eigentlich nur mit selbständigen Betreibern die noch ordentlich Manpower mitbringen. Neue Objekte dagegen lohnen sich wirklich erst ab ca. 1600 Quadratmeter, das wäre aber für den Standort Grenzlandring, auf eigentlichen Wohnbebauungsgrund eindeutig zu viel, ganz zu schweigen vom Kundenstrom der aus dem gesamten Stadtgebiet von Gescher freigesetzt und auch die Innenstadt leerfegen wird. (Einen lieben Gruß an die Anwohner)
    Zum Vergleich, der K&K an der Hofstraße ist nur ca. 900 Quadratmeter groß.

  3. Ein Bürger // 30. November 2019 um 17:36 //

    Johannes Seifer, wo haben Sie die Zahl von 4.000qm her? Und bitte ignorieren sie nicht, dass gleichzeitig auch zwei K+K Märkte schließen, dass relativiert sie ganze Sache nochmal.

  4. Johannes Seifer // 30. November 2019 um 16:49 //

    Wenn beide Projekte mit einer Gesamtverkaufsfläche von über 4.000 Quadratmetern umgesetzt werden, wird man noch auf viel mehr Liebgewonnenes verzichten müssen.
    Die direkten Wirkungen und auch die Folgewirkungen werden viele Einzelhändler mittelfristig zum Aufgeben zwingen.
    1 neuer großer Markt ist sinnvoll, da wir im Vergleich zu z.B. Stadtlohn oder Coesfeld im hochwertigen Lebensmittelhandel unterversorgt sind.
    Das sehen mit Sicherheit viele so.
    Aber 2 neue Groß-Märkte werden mittelfristig katastrophale Auswirkungen auf unsere gesamte einheimische Einzelhandelslandschaft haben.
    So werden natürlich auch die bisherigen K+K-Flächen weiter genutzt werden durch die klassichen Zweitnutzer wie Betten-/Matratzen-Ketten, Schuh-Ketten, Restpostenmärkte, etc.

    Ich empfehle dringend, die Expertise der IHHK Münster oder dem Institut für Handelsmanagement der Uni Münster in Anspruch zu nehmen, um ein Gefühl dafür zu erhalten, was 4.000 Quadratmeter zusätzliche Einzelhandelsfläche für eine Stadt mit 17.000 Einwohnern bedeutet.
    An dem Institut war ich auch mal tätig, daher denke ich zu wissen, wovon ich spreche.
    Grundsätzlich ist natürlich jeder heimische Einzelhändler dazu aufgerufen, sein Angebot attraktiv in Auswahl, Preis und Service zu gestalten, um dauerhaft zu existieren.
    Gegen die Kapitalkraft der großen Ketten, die 3-5 Verlustjahre einfach mal aussitzen, um dann ohne lästige Konkurrenz 20 Jahre Geld zu verdienen, werden viele dennoch den Kürzeren ziehen.
    Ich wünsche eine besinnliche und fröhliche Weihnachtszeit.

  5. Man kann auf alles verzichten, aber nicht auf Rolf Eismann und seinen Edeka, das letzte Stück heile Welt und Ursprung….man kann dort auch mal einkaufen ohne jegliche Hetze, ohne vom Waren Sortiment erschlagen zu werden und ohne genervte Angestellte die durch den Druck gehetzt werden! Seine Damen haben immer ein freundliches Wort und ein Lächeln auf den Lippen haben!

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