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Brandstiftung: Nach Haftstrafe jetzt Bewährungsstrafe

Student litt unter Depressionen, das sei nicht ausreichend gewürdigt worden.

Velen (wdr). Das Landgericht Münster hat einen Studenten aus Bocholt im Revisionsverfahren am Freitag (29.11.2019) wegen schwerer Brandstiftung zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Angeklagt war er auch wegen versuchten Mordes. Der damalige Schüler war deshalb zuvor zu dreieinhalb Jahren Jugendhaft verurteilt worden.

Im August 2017 hatte der damals 18-jährige Angeklagte die Wohnung seiner Mutter in Velen mit Benzin angezündet. Zu seinem Motiv sagte er: Wegen einer schweren Depression habe er den Umzug nach Velen verhindern wollen.

Mehrere Verletzte und einen Sachschaden von 700.000 Euro forderte der Brand. Jetzt erging das endgültige Urteil.

Der Bundesgerichtshof hob das erste Urteil wieder auf. Die Staatsanwaltschaft hatte  Revision eingelegt. Sie forderte eine härtere Bestrafung, weil sich bei der Brandstiftung noch weitere Menschen in dem Wohnhaus befanden – einige davon wurden verletzt.

Die Staatsanwaltschaft ging deshalb von einem Mordversuch aus und forderte  eine fünfjährige Haftstrafe. Die Richter beurteilten das anders, denn der Angeklagte litt bei der Tat unter einer schweren Depression und habe deswegen die Gefahr für andere nicht erkennen können und reduzierte die ursprüngliche Strafe.

*Quelle: wdr

Lies hier: Tathergang aus August 2017

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