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Frühstück mit der „Bürgermeisterin“

Gescher (fjk). Auf die Gänsefüßchen bei „Bürgermeisterin“ besteht sie. Karin Ostendorff, zukünftige CDU-Bürgermeisterkandidatin, hat zweifellos große Chancen , den Chefsessel 2020 im Rathaus zu erobern. Die sechsköpfige CDU-Findungskommission schlägt Vorstand und Mitgliedern vor, sie zu nominieren. Die Annahme gilt als sicher.

Überraschend kommt ihr Anruf, sich  mal bei einem Kaffee zu unterhalten und kennen zu lernen. Treffpunkt „Café & Drive“ am Glockenkreisel. Die spannende Frage für den Interviewer, wie „tickt“ die Frau die irgendwann einmal als erste Frau in der Galerie der Bürgermeister im Rathausflur hängen könnte.

Die Gescheranerin die nur wenige kennen.

Wer ist das? Das war die meist gestellte Frage als die Nachricht von ihrer Nominierung durch`s Netz ging. Karin Ostendorff ist eine  „echte“ Gescheranerin, hier geboren und hier aufgewachsen. Sie besuchte den Marienkindergarten und später die Von-Galen-Schule. „Ich bin immer gerne zur Schule gegangen, “ blickt sie auf ihre Schulzeit zurück. Später ging es dann zum Piusgymnasium.

Sie ist verheiratet, katholisch und kinderlos. Ihr  Mann ist wie sie im Verwaltungsdienst beschäftigt (Stadt Borken). Sie tanzt gerne. Die Entscheidung, eine Verwaltungslaufbahn zu beginnen, habe sie schon auf dem Piusgymnasium getroffen. Seit dem  ist sie beim Kreis Borken beschäftigt, heute als Leiterin des Fachbereiches Soziales.

Soll Karin Ostendorff (rechts) die erste Frau als Bürgermeisterin im Rathaus der Stadt Gescher sein? Gescherblog tastet sich an diese Frage heran..

Wie wird man Bürgermeisterkandidatin.. der CDU?

Man muss schon etwas nachbohren, will man den genauen Ablauf wissen. Ein Mitglied der Findungskommission habe sie gefragt, ob sie  nicht „Bürgermeister“ könne. Schon vor vier Jahren habe sie Gespräche mit der CDU geführt, doch  ziemlich zu Beginn von einer Bewerbung abgesehen. Mit dem Gedanken sich als Bürgermeisterin in Gescher jetzt zu bewerben, beschäftigte sich Frau Ostendorff  seit dem Bekanntwerden des Ausscheidens von Thomas Kerkhoff , sagt sie. Danach habe es mehrere Gespräche in der Findungskommission gegeben mit dem Ergebnis ihrer Kandidatur.

„I have a dream“.. eine parteilose Bürgermeisterin für Gescher

Diesen Traum der  Gescheraner kann Bewerberin Ostendorff nicht erfüllen. Sie war parteilos, ist es aber nicht mehr. Vor wenigen Tagen hat sie den Aufnahmeantrag in die Christlich Demokratische Union gestellt. Eine Bedingung der CDU sei das nicht gewesen, erklärt sie.  Den Grundwerten der Partei fühlt sie sich verbunden. Zudem könne es helfen, über die CDU vernetzt zu sein. Parteilosikeit habe nicht automatisch Vorteile im Bürgermeisteramt. Es sei ihr fester Wille, Bürgermeisterin für alle zu sein.

Wofür „brennt“ die Kandidatin Karin Ostendorff?

Ihre Vision sei es, eine bürgernahe Verwaltung und zufriedene Mitarbeiter im Rathaus zu haben. Auf die Frage, ob Klima- und Umweltschutz nicht die zentralen Aufgaben der Zeit seien, antwortet sie ausweichend.  Globale Klimaschutzziele lokal umsetzen ja.. aber der Klimaschutz dürfe nicht das alles überlagernde Entscheidungskriterium sein.

Franz-Josef Kunst

meint: Ohne wenn und aber  kann man hinter dem Punkt Verwaltungsqualifikation einen Haken machen. Das Geschäft versteht sie. Nicht zuletzt weil sie aus der „Zwickerschule“ kommt. Die Topleute im Kreishaus wissen wie`s geht.

Sie kommt sehr gut rüber, wie man heute so sagt. Die Freundlichkeit ist aufrichtig, der Händedruck fest, die Augen niemals ausweichend, die Körpersprache offen. Wenn sie sich bei einer Frage unwohl fühlt, merkt man das. Das ist gut. Das sie dem Beispiel von Dagmar Jeske aus Velen und Carola Voss aus Ahaus als parteilose Bürgermeisterinnen nicht folgen will, hat natürlich damit zu tun, dass der Weg in`s Bürgermeisteramt über die stärkste Partei vor Ort der  sichere Weg ist.

Ob Parteizugehörigkeit für die Bewerbung eine Bedingung der Union war oder nicht, ist zweitrangig. Entscheidend ist, ob sie im Amt CDU oder Ostendorff gesteuert ist. Letzteres sollten die Gescheraner zur Bedingung für`s Kreuz auf ihren Wahlzettel machen. 

3 Kommentare zu Frühstück mit der „Bürgermeisterin“

  1. Schlimmer wie BM Kerkhoff kann es nicht mehr werden.

  2. Joerg Burghardt // 15. Dezember 2019 um 09:48 //

  3. Schnell noch CDU Mitglied geworden, weil „den Grundwerten verbunden“, ja, nee is klar.
    Zur Klimafrage ausweichend ? Etwas sehr wenig in der heutigen Zeit. Da sind die jungen Wähler schnell weg!

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