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Soll „Zur alten Vogelstange“ wieder Durchgangsstraße werden?

Nico Charbon, UWG, greift 10 Jahre alte Diskussion wieder auf

Gescher (fjk). Möglicheweise hat das UWG Ausschussmitglied Nico Charbon in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Mittwochabend auf eine Mine getreten. Im Rahmen der Diskussion um die K 44n schlug er vor zu prüfen, ob die durch einen Wendehammer abgebundene Anliegerstraße „Zur alten Vogelstange“ nicht als Entlastungsstraße zum Gewerbegebiet hin geöffnet werden könnte?

Dabei ging es Charbon eigentlich um den Schultenrott. Durch das in Planung befindliche Baugebiet würden hier Kinder, Familien, PKWs und LKWs aus dem Innenstadtbereich, die auf kurzem Wege in`s Gewerbegebiet bzw. zur K 44n wollten, verkehren. Das müsse man entschärfen.

Mit Beschaulichkeit, Spielstraße und Ruhe könnte es an der Vogelstange vorbei sein, kommt eine Anregung des UWG-Ausschussmitglieds Nico Charbon zum Zuge. Zur Entlastung des Schultenrott will er die „Alte Vogelstange“ für den Durchgangsverkehr öffnen. Die Verwaltung prüft jetzt.

Bürgermeister Kerkhoff bestätigte die Annahme Charbons: “ Das Areal  um den Schultenrott, auch der Bereich um den Stadtkern,  werden die Straße als Zubringer zum Gewerbegebiet und zur B 525 nutzen. Alles andere wäre Augenwischerei,“ sagte er. Ob das „ein Petitum“ (Anmerkung: Gesuch/Antrag)  für die Öffnung der Alten Vogelstange sei, wollte er von Charbon wissen? Der bejahte.

Nun wird der Bürgemeister prüfen, ob und unter welchen Umständen eine Öffnung der Alten Vogelstange zum Gewerbegiet hin möglich ist. Die Nachbarn dort dürften dieser Prüfung mit Spannung entgegen sehen.

Franz-Josef Kunst

meint: Es gibt Momente da glaubt man an ein „Déjà-vu „, also ein Ereignis früher schon einmal erlebt zu haben. Es ist jetzt fast genau 10 Jahre her, da protestierten die Anlieger der Vogelstange heftig gegen die von der CDU durchgesetzte Planung, ihre Wohnstraße als Entlastungsstraße und nicht als reine Anliegerstraße auszubauen. Unter dem Druck der Anlieger nahm die CDU den Beschluss wieder zurück -Lies hier- Alle Register wurden gezogen, um die  Vogelstange als Entlastungsstraße durchzusetzen und einen Abschluss mit Wendehammer zu verhindern. -Lies hier- Nun soll die Diskussion von Neuem losgehen. Die Anlieger der Vogelstange werden sich die Augen reiben und ihren Ohren nicht trauen. Im Rathaus sollte man zur Kenntnis nehmen, dass die Zeiten, wo sich alles den Bedürfnissen des Autos unterzuordnen hatte, vorbei sind. Ich kenne einen Stadtvertreter, der schon vor 10 Jahren prognostiziert hat, dass die gleiche Diskussion wie an der Vogelstange beim Ausbau des Schultenrott aufkommen wird. Durchgangsstraße oder Wohnstraße?

Lies hier aus 2009: Kurskorrektur bei CDU

Lies hier aus 2009: CDU und UWG lassen Ausbauträume der Vogelstange platzen

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Update: 23.01.2020 -15.45 Uhr

Nico Charbon teilt mit, dass es ihm nicht um die Öffnung der „Alten Vogelstange“ gehe. Dies lehne er vehement ab. Seine Einlassungen in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses seien begründet durch die Sorge um ein zukünftiges, hohes Verkehrsaufkommen auf dem Schultenrott. Ein Verkehrskonzept fordere die UWG schon seit Jahren. Das der Bürgermeister dies als Auftrag zur Prüfung einer Öffnung der alten Vogelstange betrachtet habe, könne möglicherweise auf ein Missverständnis zurückzuführen sein. Er wolle diese Prüfung in dieser Hinsicht nicht, sondern nur ob und wie sich eine Entlastung des Schultenrotts bewerkstelligen lasse.

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1 Kommentar zu Soll „Zur alten Vogelstange“ wieder Durchgangsstraße werden?

  1. Da könnte man glatt meinen, Herr Charbon wohne selbst am Schultenrott!
    Ansonsten ist diese Anregung natürlich totaler Quatsch…

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