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Deutscher Bauherrenpreis für das Marienquartier in Gescher?

Gescher (fjk). Das Marienquartier ist für den Deutschen Bauherrenpreis nominiert. Diese erfreuliche Mitteilung machte Bürgermeister Kerkhoff in der letzten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. 

Der Deutsche Bauherrenpreis ist in der Fachwelt anerkannt als wichtigster Preis im Bereich des Wohnungsbaus in Deutschland und wird im Rhythmus von zwei Jahren ausgelobt. Er zeichnet herausragende Wohnungsbauprojekte aus, die sowohl von hoher Qualität sind als auch zu tragbaren Kosten realisiert wurden.

Das Marienareal, ein architektonischen Highlight in Gescher, wurden für den Deutschen Bauherrenpreis vorgeschlagen.

Aus insgesamt 230 Einreichungen hat die Jury 33 besonders hochwertige, innovative Projekte in elf Themengruppen nominiert, die im Rahmen der Preisverleihung gewürdigt werden. Eine davon das Marienareal in Gescher. Architekt ist Peter Bastian  aus Münster. Die Verleihung des Deutschen Bauherrenpreises 2020 findet am 19. Februar 2020 in Berlin statt.

In der Vorstellung des Projektes heißt es: „Das Marien-Quartier ist ein hervorragendes Beispiel für die Umnutzung einer Kirche sowie die ortsgerechte Nutzung des umgebenden Kirchengrundes. Es zeigt, wie bei qualitativen Vorgaben ein Investor gefunden werden kann, mit dem in kooperativer Verfahrensweise eine Win-Win-Situation umgesetzt wird. Kirche, Denkmalpflege, Stadt und Investor zogen hier an einem Strang. So können zentral gelegene Flächen zum Wohle vieler nachhaltig genutzt werden. Die Nachnutzung des Bestandes vermindert neue Energieverbräuche durch Einsparung grauer Energie.

Der Bürgermeister informierte über einen Nutzungsänderungsantrag der Eigentümer. Es solle im Objekt eine Arztpraxis eingerichtet werden.

Download hier Projektblatt

3 Kommentare zu Deutscher Bauherrenpreis für das Marienquartier in Gescher?

  1. verärgerter Bürger // 25. Januar 2020 um 19:07 //

    @fjk
    ich unterstreiche den Beitrag voll.
    Wollte lediglich anmerken, das es „nicht mal so“ eine Umnutzung gegeben hat. Es ließt sich zum Teil so, als wenn die Verwaltung in der Angelegenheit Großes geleistet hätte.
    Dem wollte ich lediglich widersprechen.
    Ohne Bürgerinitiative, Mahnwache etc. oder auch den Blog hier, gäbe es das alles nicht.
    Die Nominierung finde ich ebenfalls toll.

  2. @dauerverärgerter Bürger
    ich würde Ihren Beitrag nicht korrigieren wollen, wohl aber gern ergänzen: GescherBlog war eine der Schnittstellen beim Widerstand gegen den Abriss der Marienkirche. Ich glaube auch nicht, das das bürgerliche Engagement vergessen ist.

    Für mich bleibt am Ende die Erkenntnis, Bürger können etwas verändern wenn sie es wirklich wollen und bereit sind, sich einzubringen. Man erinnere sich an Protestveranstaltungen, Bürgerentscheid und.. und.. und.. Am Anfang sollte die Kirche abgerissen werden, jetzt ist das Areal für den Deutschen Bauherrenpreis nominiert. Das ist doch toll.

    Der Kampf von Bürgern und Bürgerinitiativen um die Marienkirche hat sich gelohnt… ein gutes Gefühl! Vergessen wird das nicht.

  3. verärgerter Bürger // 25. Januar 2020 um 15:31 //

    Es freut mich, aber auch vielen Bekannten von mir, dass das so ist.

    Es fehlt mir leider in allen Berichten und Mitteilungen jeweils der Hinweis darauf, das es ohne die Bürgerbewegung nicht soweit gekommen wäre.
    Gescher würde, wenn es nach der Kirche und dem damaligen Investor gegangen wäre, längstens an der Stelle Einkaufen gehen.

    Da nutzt das jährliche zeigen der letzten Messe hier im Blog auch nichts.

    Schade das bürgerliches Arrangement so schnell vergessen wird und sich Dritte dann in dem Erfolg sonnen.

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