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Klöckner will Landwirtschaft und Gesellschaft versöhnen

Düngeverordnung muss eingehalten werden. Grundwasser in Gefahr.

Gescher (hz). Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat einen respektvollen Umgang mit der Landwirtschaft verlangt. Angesichts der breiten Kritik von Umweltaktivisten erklärte die CDU-Politikerin, auch für die Bauern gelte das Demonstrationsrecht – nicht nur „für die, die gegen die aktuelle Wirtschaftsweise der konventionell wirtschaftenden Betriebe auf die Straße gehen“.

Es sei gut, wenn Landwirte darauf hinwiesen, „dass manche Debatte bisher allzu einseitig gelaufen ist“. Es müsse darüber geredet werden, wie ein Ausgleich zwischen den Interessen gelingen könne. Die Aufmerksamkeit für die Agrarbranche sei eine „große Chance“. Klöckner: „Mir geht es um die Versöhnung zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Beide Seiten müssen aufeinander zugehen, wir wollen Stadt und Land zusammenbringen.“

Die Kritik von Bauernvertretern an den neuen Düngeregeln wies die Ministerin zurück. „Bei der Düngeverordnung wurden auch bei den Berufsvertretungen viel zu lange beide Augen zugedrückt – das war vor meiner Zeit als Ministerin. Jetzt haben wir keine Wahl mehr. Deutschland ist verklagt worden, weil teilweise zu viel Nitrat im Grundwasser ist. Handeln wir nicht, drohen Bußgelder von über 800.000 Euro am Tag und Brüssel gibt noch strengere Regeln vor“, sagte Klöcker. Allerdings habe sie Verständnis dafür, wenn Landwirte darauf drängten, dass die Länder die Messstellen überprüften, so Klöckner.

*Quelle: heimatzeitung.de

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