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Durchbruch: Neuer fünfzügiger Kindergarten an der Riete

Grundstückstausch Stadt-Kirche-Geno löst mehrere Probleme

Gescher (fjk). Der Stadt Gescher fehlt es kurz- und mittelfristig an Kindergartenplätzen. Hinzu kommt, dass der Marienkindergarten an der Twente als stark sanierungsbedürftig gilt. Für beide Probleme gibt es offensichtlich jetzt eine Lösung: Die Kirche baut einen neuen Kindergarten an der Riete, auf der Fläche des ehem. Bildungstreffs. Doch das Beste: Der  Kindergarten wird statt drei-  fünfzügig sein. Im Rathaus ist man sich sicher, dass dies Entlastung bei den KITA-Plätzen bringt. 

Dafür war ein umfangreicher Grundstückstausch notwendig. Mit im Boot sitzt nämlich die GENO als Eigentümer des Grundstückes an der Riete. Alle Parteien sind sich nun über ein Tauschgeschäft einig.

Unzufrieden dürften nur die Nachbarn im Bereich Meisenweg/Lerchenweg sein. Sie müssen sich von ihrem Spielplatz trennen. Die GENO wird ihn als Ausgleichsfläche von der Stadt erhalten. Die Nachbarn hatten sich bis zuletzt dagegen gewehrt.  Und so sieht der Deal aus:

Die Katholische Kirchengemeinde St. Pankratius/St. Marien baut auf dem Areal des Bildungstreffs an der Riete einen „fünfzügigen“ Kindergarten, statt des bisherigen „dreizügigen“ an der Twente. Der dortige Kindergarten wird aufgegeben. Die  notwendigen Sanierungsmaßnahmen hätten die Kosten eines Neubaus überschritten.  „Wir sind motiviert und ambitioniert,“ sagt Pfarrer Hendrik Wenning im Gespräch mit Gescherblog. Sobald die Verträge unterzeichnet sind, will man zügig mit Planungen und Bau beginnen. Fertigstellung des neuen Kindergartens soll Mitte/Ende 2021 sein. Das Bistum Münster habe bereits „grünes Licht“ gegeben. Die Fläche ist z. Zt. im Eigentum der GENO und wird von dieser an die Kirchengemeinde übertragen.

Die GENO erhält im Tauschwege von der Katholischen Kirche die Grundstücksfläche des Kindergartens St. Marien auf der Twente. Für die Fläche habe man keine konkreten Planungen. Es sei  darauf angekommen, für die Grundstücksfläche im Besitz der GENO an der Riete (Bildungstreff) einen Ausgleich zu erhalten, so Hans Beuker, Chef der GENO. „Wir unterstützen die Bemühungen von Stadt und Kirche, eine gute Lösung für den Neubau eines Kindergartens zu finden und sind mit dem jetzt erzielten Ergebnis zufrieden.“ Zusätzlich stellt die Stadt Gescher der GENO die Spielplatzfläche am Friedhof (Meisenweg/Lerchenweg) zur Verfügung.

In der Sitzung des Hauptausschusses am Mittwochabend wurde die Außerbetriebnahme und der Verkauf des Spielplatzes am Friedhof beschlossen, im nichtöffentlichen Teil anschließend   der Verkauf bzw. Tausch des Spielplatzes an die GENO. Damit die Fläche bebaut werden kann, ist eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig. Hans Beuker geht davon aus, dass hier maximal eine 6-Wohnungen-Einheit erstellt werden kann. Auch hier habe man keine Eile zumal umfangreiche, formale Vorarbeiten notwendig seien.

Gegen den Bau eines Mehrfamilienhauses auf der Spielplatzfläche gab es Protest von den Nachbarn. Sie wollten ihren Spielplatz erhalten und sprachen sich gegen die Bebauung durch die GENO  aus. In einem Schreiben benannten Sie dem Bürgermeister 18 Baugründstücke auf die ein Kindergarten errichtet werden könnte. Bürgermeister Kerkhoff auf Nachfrage von GescherBlog: „Alle diese Optionen haben wir sorgfältig geprüft. Sie kommen als Lösung nicht infrage.“

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