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Uwe Wißmann: „Sitze nicht auf gepackten Koffern“

Geschers Stadtplaner will Bürgermeister von Billerbeck werden

Gescher (fjk). Uwe Wißmann (Mitte) will Bürgermeister von Billerbeck werden.  Der 57-Jährige arbeitet seit 10 Jahren in der Verwaltung der Stadt Gescher. Dort ist er Leiter des Fachdienstes 2, Stadtentwicklung, Infrastruktur  und Umwelt. Er lebt mit seiner Familie in Billerbeck.

Uwe Wissmann ist verheiratet, Vater von zwei Kindern,  und stammt gebürtig aus Versmold. Er hat in Münster und Hannover Geografie studiert und ist seit 1990 als Stadtplaner tätig. Nach verschiedenen Stationen arbeitete Wissmann seit dem Jahr 2000 für das Ingenieurbüro Rücken & Partner in Meppen und war dort für den Bereich Städte- und Landschaftsplanung verantwortlich.

Die Kandidatur von Wißmann kam für Aussenstehende überraschend. Das er schon seit einigen Jahren auf „gepackten“ Koffern gesessen habe, dem widerspricht der Fachbereichsleiter deutlich. Zur Frage warum er dann nicht in Gescher kandidiert habe, schließlich steht dort auch der Bürgermeisterposten zur Disposition, sagt er auf Nachfrage von GescherBlog:

„Billerbeck ist die Heimatstadt meiner Frau und seit 2011 auch für unsere gesamte Familie. Das Naheliegende für mich, und gleichzeitig auch eine Herzensangelegenheit, ist es daher an meinem Wohnort als Kandidat für die Bürgermeisterwahl 2020 zur Verfügung zu stehen.

Eine andere Konstellation als die einer Kandidatur in meinem Wohnort war und ist für mich nicht vorstellbar. Sollte ich die Bürgermeisterwahl 2020 in Billerbeck nicht für mich entscheiden können, werde ich der Glockenstadt Gescher selbstverständlich weiter mit vollem Einsatz erhalten bleiben.“

Uwe Wißmann war bis zu seiner Nominierung durch die CDU Billerbeck parteilos. Mit der Bekanntgabe seiner Kandidatur wolle er  aber gegenüber dem Wähler klar machen, für welche Werte er stehe und deshalb sei er seit Februar Mitglied der CDU.

Franz-Josef Kunst

meint: Brücken in Gescher abbrechen, das geht für Uwe Wißmann nicht. Die Chancen für ihn, Bürgermeister von  Billerbeck zu werden sind so groß wie die Stadtplaner in Gescher zu bleiben. Er tritt gegen Marion Dirks an, die zum vierten Mal als parteilose Kandidatin Bürgermeisterin von Billerbeck werden bzw. bleiben will. Doch was spricht für Wißmann? Er ist neu, er ist ein „Arbeitstier“, zweifellos kann er den Job und er kommt in seiner zurückhaltenden Art sympathisch rüber. Genau  das aber könnte seine Achillesferse sein. Wenn er die „Revierhäsin“ Dirks aus ihrem Revier verjagen will, muss er attackieren. Muss Ansprüche mit besseren Ideen, besseren Lösungen unterstreichen und zeitgemäße Antworten finden auf die wirklichen Fragen in der Kommunalpolitik. Die wird er nicht in der CDU-Billerbeck finden, wohl eher bei sich selbst.

 

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